Am Sonntag bei teils nebligen, später angenehm sonnigen Wetter eine Runde durch das Weserbergland mit dem AT-Stammtisch. Die Strecke hatte ich kurzfristig noch zusammengeklickt, damit die Tour nicht ausfällt – wir waren zu sechst, das ist schonmal besser als nichts.
Das ist eine ähnliche Rude wie ich sonst auch so fahre – nur dass ich normalerweise weniger Pausen mache. Diesemal hatte ich mirgens das Eiscaffe Kamillo in Coppenbrügge eingeplant – aber die haben schon Saisonende und hattennoch geschlossen. Macht nix – weiter zur Tonenburg auf ein Mittagssnack und dann weiter zum Musezumscafe in Börry auf einen Nachtisch bevor es nach Hause geht.
Die Strecke ist nix besonderes – aber die Begleitung habe ich sonst nicht!
Es ging für 30 Tage und 6945km von Los Angeles aus erstmal ein Stück die alte Route 66 lang bis zu den Rocky Mountains und von dort dann immer den Bergen nach Richtung Norden. Auf dem Weg lagen Yellowstone und Glacier National Park, die ich jeweils noch mitgenommen habe – die Nationalparks weiter im Süden hatte ich die Jahre davor schon.
Die Tour endet in Red Deer in Kanada – eine Stadt etwas nördlich von Calgary, wo meine kleine Africa Single günstiger unterkommt als in Calgary. Und von dort aus geht es dann nächstes Jahr weiter – vermutlich weiter nordwärst. Aber das werden wir sehen wenn es soweit ist. Dann aber etwas eher im Jahr, im September wird es besonders nachts schon empfindlich kalt! Jedenfalls sind wir jetzt aus dem direkten Trumpschen Einflussbereich raus und können dann die nächsten Jahre in aller Ruhe Kanada erforschen. Und vielleicht haben wir da ja wieder so viel Glück wie dieses Jahr mit dem Wetter – nur ein Tag Regen!
Und hier wie immer noch die Direktlinks zu den Blogeinträgern der einzelnen Tage:
Am Abend vor der Rückreise noch ein letztes mal eine Nudelsuppe in Chinatown…
…und dann geht’s am nächsten Tag los. Erstmal mit der Straßenbahn zur Endhaltestelle…
…aber bis zum Flughafen fährt die natürlich nicht. Nochmal 25 Minuten mit dem Bus weiter.
Und schon sind wir in YYC – wieso YYC? Weil alle kanadischen Flughafencodes mit Y beginnen – wer es genau wissen will kann sich hier über Flughafencodes unterhalten lassen.
Westjet startet am neu gebauten Terminal – ist ähnlich wie im neuen Frankfurter Terminal noch nicht viel los.
Aber sicherheitshalber so gebaut, dass alle durch den Duty Free Shop Bereich latschen müssen.
Es geht dann über Nacht nach Paris – fast geschafft!
Paris begrüßt mich mit Regen…
…und elendig langen Gängen…
…mit zwei Bustransfers zwischendrin. Zum Glück habe ich reichlich Umsteigezeit. Irgendwann ist dann der Regionalflieger nach Hannover erreicht – eine Embraer 190.
Unterwegs wird das Wetter besser…
…und bei der Ankunft in Hannover am Abend ist es angenehm warm und sonnig.
Heute ein Tag Aufenthalt in Calgary – Zeit für Sightseeing in der Innenstadt. Wie wir gestern schon gesehen haben, wird die von Hochhäusern dominiert. Und wenn vor lauter Schatten keine Pflanzen wachsen, kann mn ja welche aus Stahl anpflanzen.
Nochmal einer der neueren – und meiner Meinung nach architektonisch einigermaßen gelungenen Wolkenkratzer (Telus Sky Tower).
Es gibt immr wieder Kunst im öffentlichen Raum.
Soll dieser Hohlkopf etwa einen Bezug zu den Bauherren des zugehörigen Wokenkratzers haben? Das werden wir wohl nie erfahren. Gleich gehts hoch hinauf…
…für Aussicht auf Calgary.
Find ich jetzt keine esonders schöne Stadt.
Keine Kirche – sondern das alte Rathaus.
Nach Westen geht der Blick bis zu den Rocky Mountains, ca. 60km entfernt.
Durch Cinatown…
…gehts ans Ufer des Bow River.
Und das ist wirklich schön gemacht – es gibt das ganze Ufer lan der River Walk, immer wieder mit kleinen Parks…
…und Aufenthaltsmöglichkeiten.
Besonders an so einem schönen sonnigen Tag wie heute sehr angenehm.
Der Morgen beginnt kalt. Es gab Nachtfrost!
Wird Zeit, dass meine kleine Africa Single ins Winterlager kommt. Das hatten wir ja schon ausgesucht, jetzt heisst es einziehen und unter der schwarzen Zeltfolie den Winter über warm bleiben!
Klappe zu und alles hinter Schloss und Riegel.
Für mich geht es dann heute weiter nach Calgary. Es gibt zwar keine Eisenbahn von Red Deer nach Calgary (immerhin Städte mit 100.000 bzw. 1,3 Mio. Einwohnern) aber immerhin eine Busverbindung, die ca. einmal stündlich fährt.
Und da kommt er auch schon um die Ecke.
10 Munuten Verspätung können DB Nutzer nict schrecken. Es geht auf der Autobahn durch flache, landwirtschaftliche Fläche.
Die Endhaltestelle ist in Calgary Downtown, wo ich mich auch in ein Hotel eingemietet habe. Downtown ist im wesentlichen duch Hochhäuser gekennzeichnet.
Man bemüht sich um Kunst am Bau…
…und die revolutionäre kommunistische Partei möchte einem lehren, wie man amerikanischen Imperialismus zerstört. Das Thema ist ja unerwartet aktuell geworden.
Es gibt eine Straße als Fußgängerzone…
…und die Parallelstraße beherbergt eine Straßenbahn. Es gibt tatsächlich 2 Linien mit 45 Stationen und 60km Strecke. Und im Innenstadtbereich eine Freie Fahrt Zone – sehr schön. Das 90 Munuten Ticket kostet ansonsten 4 CAD, ca. 2,50 EUR).
Die erste erkundung der Innnestadt endet in Chiunatown im
auf eine Pho Sa-Te (Rice noodle and rare beef in peanut satay soup, spicy).
Eine ordentliche Schale voll, lecker Rinderbrühe mit Nudeln und Rindfleisch für ca. 12 EUR. Kanada ist gefühlt zwar nicht billiger als USA – viele Gerichte in Restaurants kosten wie in USA so um die 20 Dollar, aber da der CAD nur 0,62 EUR wert ist (statt 0,88EUR) spart man doch eine ganze Menge!
Und eine Kuriosität aus meinem Hotel – offenbar in den 1970er Jahren gebaut. Das hat eine Heizung – und die hat einen Wandthermostat. Und der zischt, wenn man die Solltemperatur verändert – also arbeitet der offenbar pneumatisch! Sowas sehe ich zum ersten mal – üblich sind da sonst Bimetallthermostate, die dann am Schaltpunkt klicken.
Bisher wusste ich nur, dass Siemens in den 1960er Jahren pneumatische Steuerungen für die Industrie unter dem Namen Telepneu und Teleperm angeboten hat – aber dass Honeywell sowas für ‚Haushalte‘ baute war mir neu.
Heute sind Abschlussarbeiten angesagt – alles votrbereiten, dass es nächstes Jahr dann gleich weiter gehen kann.
Mein heutiges Hotel hat eine Guest Laundry. Waschmaschine und Trockner stehen bereit alles aufzufrischen – und eine Handvoll Münzen habe ich gestern schon besorgt.
Was hast Du vor?
Na – Du willst doch nicht mit dem ganmze Dreck in den Winterachlaf.
Ich will gar nicht in den Winterschlaf.
Ihhh – mach das weg!
Erst wenns fertig ist. Bitte einmal trocken schütteln!
Aber keine Angst – ich brauch dich heute noch! Wir fahren noch zum Inder. Gan nochmal lecker Dal und Naan.
Der Tag beginnt bei Tim Hortons. Das sei eine kanadische Institution. Ein Coffe-Shop/Schnellimbiss. Und das einzige fußläufig erreichbare Frühstückslokal. Es gibt einen Burrito mit Hash-Browns – die angeblich mit Käse-Geschmack.
Ist schon klein – und vom Käse-Geschmack merk ich auch nix. Aber vermutlich bin ich einfach nicht Feinschmecker genug.
Es kommt hier der Herbst mit großen Schnritten. Heute morgen meinte mein Telefon, ich solle aufpassen wegen Glatteis, es seien nur 3°C. Zum Glück wiurde es im Laufe des Tagews dann aber noch wärmer. Wir haben die Rocky Mountains hinter uns gelassen und sind jetzt im Quadratland:
Es gibt ein rechtwinkliges Straßennetz, was heute zu endlos langen geradeaus-Strecken führt.
Es gibt hier auch Öl – immer wieder stehen Pumpen am Wegesrad und viele laufen auch.
Passend dazu liegt mein heutiges Hotel in der Gasoline Alley – Benzinalle.
Wir haben die letzten beiden Tage etwas abgekürzt – denn meine kleine Africa Single braucht ja noch eine Unterkunft für den Winter in Red Deer. Und da ist es doof, wenn man am Wochenende vor verschlossener Tür steht. Daher etwas eher als ursprünglich geplant ans diesjährige Streckenende. Mal sehen, was die haben.
Na – gefällt dir das?
Nee!
Was willste dann?
Fahren!
Aber doch nicht über den Winter. Das wird hier ordentlich kalt!
Mir doch egal!
Aber mir nicht. Das nehmen wir jetzt! Fach 161 in Red Deer hört sich doch gut an!
🙁
Nein, noch nicht heute!
Erstmal lokales Geld besorgen. Auch wenn vieles mit Karte geht – sicherheitshalber hab ich immer gern was Bares dabei. Dies ist der bisher dreisteste Geldautomat: Versucht einem 13% Aufgeld für Devisenumrechnung unterzujubeln. Immer gut aufpassen, wo man hin drückt.
Aber ganz schönes Geld haben sie – sehr glatt, unterschiedliche Farben und mit Sichtfenster. Aber alles die gleiche Größe.
Der Abend in Fernie klingt gut aus – in fußläufiger Entfernung ist ein Pizza / Pasta / Indisch Laden – und indisch sind die Betreiber. Gab lecker Lassi (im Glas) und Dal (Linsen) mit Naan (frisches Fladenbrot). War sehr lecker.
Na – willste den weltgrößten LKW sehen?
Nee.
Egal – ich aber!
Der steht in Sparwood im Elk-Valley. Eine Kohlegegend, die auch heute noch Kohle im Tagebau für die Stahlherstellung abbaut. Und das ist ein Titan 33-19, 600t LKW. Ein Einzelstück 1974 von General Motors gebaut.
Steht jetzt mit Turboladerschaden am Bergbaumemorial in Sparwood.
Es geht dann auch gleich weiter zum Crowsnest Pass und dann sind wir auch schon in
Es geht dann den Highway 40 Richtung Norden.
Dezember haben wir noch nicht, dann sollte die Straße ja offen sein.
Ham‘ wa genug Benzin?
Ja – ist voll. Dann kanns ja los gehen.
Ich hatte aus der Karte und dem Namen nicht erwartet, dass das eine Schotterautobahn ist. Hatte mit Asphalt gerechnet. Aber soll uns auch recht sein.
Und ja – es sind tatsächlich 100km Schotter.
Immer in einem Flusstal lang und oft auch schön geschwungen. Mit Schotter haben sie es gut gemeint, war schon ordentlich rollig, aber das kenne ich ja.
Das mit den 100km zur Tankstelle stimmt auch nur theoretisch – es gibt am Ende der Straße eine ‚Recreational Area‘, wo es wohl auch eine Tankstelle gibt. Aber die hat keine Saison mehr und ist geschlossen. Sind dann noch 50km zum nächsten Ort. Aber kein Problem, wir haben ja ausreichend gebunkert.
Wie immer noch Karte und Statistik, wenns was interessantes zu sehen gibt auch das Höhenprofil
Heute gehts erstmal nach Hause! Weiste wer hier wohnt?
Nee.
Na – du!
Nee – das wüsste ich.
Naja – nicht direkt. Die Briefkastenfirma der du gehörst wohnt in einem dieser Briefkästen hier in Whitefish.
Ich gehöre gar keinem – I’m a free bike!
Achja, ich vergass – da erinnere ich dich dran wenns ums Bezahlen der nächsten Reparatur geht!
Aber weiter gehts. Heute fast alles auf Schotterautobahnen skandinavischer Qualität.
Es gibt einen Abstecher nach Polebridge – ein kleiner Handelsposten von 1904 mitten im nichts.
Enthält heute eine kleine Bäckerei und Gemischtwarenladen für die im weiteren Umkreis lebenden Einwohner.
So sollen die wohl aussehen.
Und eine E-Auto Ladestation haben sie auch.
Die ist aber wohl genauso außer Betrieb wie die Tankstelle.
Erinnert doch sehr an Rosentorp in der Orsa Finmakr in Schweden: Eine kleiner Handelspoten mit Bäckerei mitten im nichts – nur dass das Nichts hier zehnmal größer ist.
Nach endlosen Wäldern…
…geht es bei Roosville rüber nach Kanada.
Ganz entspannt, der Grenzer war sichtlich erfreut mal einen nicht-Amerikaner zu sehen – der dann noch Hans-Island kennt, den dortigen Whiskykrieg und dass da die gemeinsame EU-Kanada-Grenze verläuft.
Und – sieht es in Kanada großartig anders aus? Nee – war ja auch nicht zu erwarten. Die Geographie richtet sich eher nicht nach Landesgrenzen.
Aber an der heutigen Schotterstrecke sind mir diese Schilder aufgefallen.
Ich kenne den Trans Canada Adventure Trail, aber der Trans Canada Trail war mir neu.
Bei Gelegenheit mal sehen was sich dahinter verbirgt.
Wie immer noch Karte (erstmal bis zur Grenze – die grüne Linie – und dann geht es mit anderem Kartenbild in Kanada weiter) und Statistik, wenns was interessantes zu sehen gibt auch das Höhenprofil. Neu: Ab jetzt wieder in Kilometern statt Meilen – Kanada ist metrisch!
Der Tag beginnt mit einem ärmlichen Frühstück. Es gibt in der Nähe des Hotels keine Frühstückslokale – und das Hotel-Frühstück kann man so ziemlich vergessen: Kaffee / Tee, altbackenes Toastbrot, vielleicht Butter oder Cream Cheese und Marmeladenpäckchen. Aber Taco Johns (eine Schnellimbiskette für mexikanisches Essen) ist auch nicht grad der Hit – immerhin haben sie als einzige in fußläufiger Erntfernung ab 0700h geöffnet. Der Burrito ist klein, die Mini-Kroketten sind salzig und die Guacamole schleimig.
Alos geht es frisch gestärkt auf zum Glacier Nationalpark. Das ist eigentlich ein gr0ßes Wandergebet – aber mine kleine Afrika Singke will nicht wandern. Aber man kann da natürlich – ist ja Amerika – auch eine schöne Straße an den Aussichtspunkten lang fahren. Da ist es uns auch egal, dass es am Logan-Pass (dem höchsten Punkt heute) kein Wasser gibt.
Vorbei am Lake McDonald…
…geht es immer die Going to the Sun Road hoch. Und man hat an jeder Kurve alpine Ausblicke! Und die Sonne kommt auch raus!
Ist schon schön – kommt aber auf Fotos halt überhaupt nicht rüber.
Ansonsten ist schon alles herbstfarbig – was nicht Nadelbaum ist, ist gelb.
Wie immer noch Karte und Statistik, wenns was interessantes zu sehen gibt auch das Höhenprofil. Der Peak bei 2000m ist der Logan Pass – der höchste Punkt im Nationalpark auf der Going to the Sun Road.