Die Tenere…

…ist einfach unersättlich. Kaum kommt ein Fizzel Sonne raus, meint sie wir müssen in den Harz. Na gut – mal zur Rappbodetalsperre. Seit die den Parkplatz da kostenpflichtig gemacht haben habe ich da nicht mehr angehalten. Aber siehe da – es gibt Motorradparkplätze…

…und eine gesonderte Ausfahrtspur für Motorräder ohne Schranke. Motorräder parken dort weiterhin kostenlos. Völlig egal, was sich die künstliche Dummheit von Google zusammen halluziniert – und ja, das ist der Parkplatz P1:

Schön auch der völlig unsinnige Hinweis unten dass man in Abu Dhabi in bestimmten Bereichen Motorräder kostenlos parken kann. Das ist genau das, was ich wissen wollte.

Es ist bedauerlich mit anzusehen, dass die lange Zeit konkurrenzlose Suchmaschine ohne Not durch den Einsatz von Googles künstlicher Dummheit zunehmend entwertet wird. Man kann den Ausgaben von künstlicher Dummheit nicht trauen – denn statt auszuspucken ‚ich weiss es nicht‘ denkt die sich was aus, was auf den ersten Blick überzehgend klingt. Und das ist das Problem daran – man kann den Ergebnissen insgesamt nicht mehr trauen.

Aber genug gemeckert! Es gibt da leckere (wenn auch teure – 5,90 EUR) Süßkartoffel-Pommes:

Weiter gehts zum Stemberghaus. Dort wartet mein Drachenthron auf mich…

…und mein kleiner Schoßhund 🙂

Letztes Wochenende im Weserbergland…

…wer es nochmal ordentlich sonnig. Und wir hatten einen Fotograf dabei :-). So gibt es jetzt mal ein stilechtes Kurvenräuberfoto von mir:

Da wäre noch was gegangen – aber damit der Fotograf den Auslöser drücken kann durfte ich nun nicht zu schnell sein 🙂 .

Und noch eine Froschperspektive vom Weserufer:

Auf, auf, nach Afrika, Teil 2!

Der kleine Fiat hat das kleine nervöse Motorrad II im Bauch und schwimmt durch den Regen  Richtung München.

Da heisst es dann umsteigen – aus dem kleinen weißen Fiat in die große blaue Kiste.

Hinten anstellen!

Puh – ist ganz schön eng hier! Da ist kein Millimeter Luft.

Alles voll und die Motorräder gut unter Gepäck versteckt 🙂 .

Falls jemand dieser Container in den nächsten Wochen über den Weg läuft – bitte melden 🙂 . Der sollte jetzt auf dem Weg nach Hamburg sein, um da auf die Golden Karoo umgeladen zu werden um dann in aller Ruhe nach Walvisbay zu schippern.

Die Tenere…

…will an diesem sonnigen Sonntag Äpfel klauen. Nicht irgendwo – im Weserbergland. Da steht das Opfer:

Alles voll – das gibt reiche Beute!

Der Wasserstand der Weser ist sehr niedrig – viele Fähren haben den Betrieb schon eingestellt.

Die einzige Chance: Weserfähre in Grohnde. Aber Oh Schreck – was ist denn da im Spiegel?

Die Fähre ist in die Hand der Weserpiraten gefallen! Da geht Sie dahin, die schöne Beute!

Eine kurze, schnelle Runde. Nocheinmal schön sonnig, aber es wird deutlich schon Herbst. 20°C werden kaum mehr erreicht. Demnächst brauche ich die dickeren Handschuhe.

Wie immer noch Karte und Statistik:

Große Harzrunde

Es wird Herbst – aber die Tenere will noch etwas Auslauf – wo sie schon nicht wie geplant in den Balkan kann. Das war eine gute Idee – denn es war wenig Verkehr, angenehme Temperaturen um 20°C und trocken. Lies sich sehr angenehm fahren!

Die Strecke wurde dann doch länger als geplant – durch Baustellen gab es – besonders im Ostharz – doch viele Umleitungen. Andererseits: Viele von denen waren ganz schön und haben mir neue Straßen gezeigt.

Dinosaurier gehen auch mit der Zeit und lassen sich inzwischen fahren.

Auf dem Hof des Holzskulpturenkünstlers am Stemberghaus.

Wie immer noch Karte und Statistik:

Schweden: Fazit und Inhalt

Es ging für 14 Tage und 3673km nach Schweden – so bis Mittelschweden hoch, an den Siljansee nach Rosentorp.

Der erste Teil in perfektem Wetter – tagsüber über 20°C selbst dort oben. Danach kam ein Kälteeinbruch – es bleib zwar trocken, aber in den Hochlagen auch tagsüber deutlich unter 10°C. Da hatte ich eigentlich einige Tage Aufenthalt im Offroadcamo eingepant um die umliegenden Almen auf schwedischer und norwedischer Seite zu erkunden. Stattdessen habe ich mich in wärmere Gefilde abgesetzt nach Südschweden. War auch gut. Und ich habe mit dem Offroadcamp nochmal ein Ziel für eine zukünftige Tour.

Hier noch die Direktlinks zu den einzelnen Tagen:
Schweden, Tag 01: Hannover – Travemünde
Schweden, Tag 02: Trelleborg – Gullspang
Schweden, Tag 03: Gullspang – Rosentorp
Schweden, Tag 04: Rosentorp
Schweden, Tag 05: Rosentorp
Schweden, Tag 06: Rosentorp
Schweden, Tag 07: Rosentorp – Offroadcamp bei Normas
Schweden, Tag 08: Normas – Horndal
Schweden, Tag 09: Horndal
Schweden, Tag 10: Horndal – Söderköping
Schweden, Tag 11: Söderköping – Jonköping
Schweden, Tag 12: Jonköping – Volsjö
Schweden, Tag 13: Volsjö – Oxie (Malmö – Kopenhagen – Hamburg – Hannover)
Schweden, Tag 14 und 15: Rettungsmission

Schweden, Tag 14 und 15: Rettungsmission

Nun steht die Tenere fußkrank in Schweden und langweilt sich. Das kann ja so nicht bleiben, daher geht’s am Mittwoch Mittag mit dem kleinen Fiat erstmal bis kurz hinter Flensburg hoch – zu Alex und Pauls Pferdehof 🙂 …

…und einen gemütlichen Abend am Flensburger Hafen.
Der nächste Tag ist bedeckt – genau richtig für eine lange Tour. Einmal ganz durch Dänemark…

…bis nach Schweden rein – über die Öresundbrücke.

Da wartet die Tenere auch schon sehnsüchtig.

Mach Dich mal ’nen bisschen kleiner!

Aber wie man auch bittet, ganz passt sie nicht hinein.

Naja – wenn ich das Vorderrad gegen ein Schubkarrenrad ersetzt hätte (hatte ich dabei), hätt es wohl gepasst. War ich aber zu faul zu.
Der Rückweg durch Dänemark hatte an einigen Stellen etwas zähfließenden Verkehr – erhöhte die voraussichtliche Fahrzeit aber nur um 10 Minuten.
Pünktlich zum Abendessen wieder in Flensburg – das Bistro und Steakhouse am Scandinavian Center serviert eine Stärkung.

Glücklicherweise hat sich der Dauerstau am Hamburger Elbtunnel gegen Abend aufgelöst, so dass Flensburg – Hannover in 3:11h geklappt hat. Insgesamt hat alles gut wie geplant geklappt. Und am nächsten Morgen waren dann auch schon die Ersatzteile da:

Einmal alle Läger und Dichtringe am Hinterrad und Kettenträger neu. Nicht aus dem Yamaha Ersatzteillager, sondern zum halben Preis (in bester europäischer und japanischer Qualität) aus dem Industriebedarf.

Schweden, Tag 13: Volsjö – Oxie (Malmö – Kopenhagen – Hamburg – Hannover)

Es geht heute durch Südschweden. Ziel ist heute über die Brücke und dann in Dänemark bis Mons Klint.

Huch – plötzlich wird’s dunkel! Hatte nicht damit gerechnet, dass es hier so dichte Wälder gibt!

Nach ca. 60km fährt es sich komisch – mahlende und knackende Geräusche und fühlt sich an wie ein Platten.

Ist aber nicht platt. Aber das Hinterrad wackelt. Ich bin dann noch etwa 20km vorsichtig weiter gefahren – in der Hoffnung es vielleicht bis zu einer Werkstatt oder womöglich sogar über die Öresundbücke zu schaffen. Es wird aber schnell schlimmer. Schluss ist für die Tenere dann heute in Oxie – ein Ort im Speckgürtel von Malmö.
Beim Hinterrad ist ein Radlager defekt. Das kam jetzt nicht ganz überraschend. Seit einiger Zeit hatte ich den Eindruck, dass das Rad rauher läuft wenn man Linkskurven mit einer bestimmten Geschwindigkeit und Schräglage fährt. Fast als wenn da der Asphalt leichte Riffel hat. Das war aber sehr subtil – und ich war mir nicht sicher ob das nicht Einbildung war – oder tatsächlich rauher Asphalt. Festzustellen war jedenfalls nichts. In den letzten zwei Tagen hatte ich je einmal ein schabendes Geräusch vom Hinterrad – aber auch da war nichts ungewöhnliches festzustellen. Bis das Radlager dann ganz kaputt war. Immerhin weiss ich jetzt wie die Symptome beim nächstenmal zu interpretieren sind. Für die Tenere ist die Fahrt jedenfalls in Oxie zu Ende!
Für mich geht’s weiter – es gibt in Oxie alle 20 Minuten einen Zug nach Malmö, Tickets gibt es aus einem einfach zu bedienenden Automaten – ganz ohne dass man Zonen, Ringe oder Waben kennen muss.

Ein neuer, komfortabler Zug. Natürlich klimatisiert und mit W-LAN.
Erfreulicherweise verkauft mir die DB eine durchgehende Fahrkarte von Malmö Central nach Hannover für ca. 150,00 EUR. Ginge auch 20 EUR billiger – aber mit Zugbindung. Und mit Umstieg in Malmö, Kopenhagen und Hamburg schien mir das etwas riskant. In Malmö geht’s mit dem Oresundstag weiter – da fährt auch mindestens alle 20 Minuten ein Zug über die Brücke. Das geht schnell – und vor lauter Brückenpfeilern ist nicht viel zu sehen. Ebenfalls ein schicker neuer Zug, natürlich mit W-LAN 🙂

In Kopenhagen ist noch Zeit für eine Stärkung am Thai-Buffet. Schließlich ist es später Mittag!

Nach Hamburg fährt der Eurocity – es fällt sofort auf, wie dreckig der Zug ist (außen, innen war in Ordnung).

Komfort und Ausstattung der alten IC-Wagen fallen gegenüber den vorherigen Zügen ziemlich ab. Und von W-LAN natürlich keine Spur.
Der Zug ist für DB-Verhältnisse pünklich in Hamburg, der ICE nach Hannover ist schon bereitgestellt und kommt um ca. 2030h mit nur 6min Verspätung in Hannover an.
Das hat erstaunlich gut geklappt, und es war eine gute Verbindung. Das schafft man mit dem Auto nicht schneller.

Und wie geht’s nun weiter? Morgen muss der kleine Fiat ran, es geht erst zum vereinbarten Treffen mit Alex in Flensburg und am nächsten Tag dann nach Öxie, die Tenere einladen.

Wie immer noch Karte und Statistik

Schweden, Tag 12: Jonköping – Volsjö

Was ist denn das? Steht irgendwo im Wald – einzige Beschriftung ist Nagorlund.

Drappiert ist das nebenan noch mit einem hochgelegten Auto.

Es geht heute auf dem Rückweg weiter nach Süden. Irgendwann ist der Store Mosse Nationalpark erreicht. Das ist nicht zu übersehen – es liegt nämlich ein rieseiges Logo im Moor.

Das passt auch gut – dass ist nämlich ein großes Moorgebiet.

Es gibt einen schön angelegten Weg zu einem Assichtsturm, der gute Aussicht bietet. Auch auf etwas, was sicher nicht natürlich entstanden ist.

Aber natürlich auch auf das endlose Moor.

Kurviger.de hat einen guten Job gemacht und für heute sehr schön geschwungene kleine Straßen rausgesucht. Es war mir gar nicht bewusst, dass es die hier unten in Schweden gibt.

War jedenfalls ein sehr angenehmes Fahren.
Da heute schlechteres Wetter angesagt war als es dann tatsächlich war habe ich mir gestern noch ein festes Dach über dem Kopf reserviert. Im Svea Hotel in Volsjö.

Ein altehrwürdiges Hotel – aber jetzt komplett in Selbstbedienung. Ich bin momentan der einzige Gast und habe das ganze Haus für mich allein. Einschließlich Speisesaal…

…und Hotelküche!

Wie immer noch Karte und Statistik