Um den Viktoriasee,Tag 31: Mombasa bis Kizimkazi, Sansibar (Tansania)

Auf und davon – Tschüß Josef!

Heute gibt es nur eine kleine Ortsveränderung. Zuerst mit dem Taxi zum Flughafen – dort nimmt man Smartphone-Lademöglichkeiten ernst!

Flightlink bringt mich dann gegen Mittag mit einer ATR72 Turboprop-Maschine rüber nach Sansibar.

Bin ich gar nicht gewohnt, dass es in der Holzklasse bei 40 Minuten Flug Verpflegung gibt!

Erste Inselchen vor Sansibar aus der Luft.

Am Flughafen: Das für seine hervorragende Arbeit und beständige Plan-Übererfüllung ausgezeichnete Treppenkombinat 🙂 .

Wir brauchten es nicht – die ATR72 hat eine eingebaute Treppe.
Schluss ist heute in Kizimkazi, ziemlich an unteren Ende von Sansibar, ganz am Ende der Straße in einer der ‘Hütten’ der Coco Reef Eco Lodge.

Sandstrand mit warmen blauem Wasser haben ‘se…

…und Sonnenuntergang.

Gute Nacht unter Palmen.

Um den Viktoriasee,Tag 30: Mombasa

Nachtrag von gestern Abend: Gemische Seafood-Platte (nein – nicht für eine Person!)

Ansonsten heisst es heute: Motorrad abgeben!
Tschüss, kleine Kibo! Nun wirste gewaschen und siehts dann wieder so schick aus wie die anderen.

Wen es interessiert: Gemietet atte ich bei AMT Motorcycle Adventures, die haben in Mombasa und Nairobi jeweils mehrere Leihmotorräder stehen.

Ansonsten: Sandstrand vor Mombasa mit klarem, warmen Wasser.

Um den Viktoriasee,Tag 29: Mombasa: Twiga Lodge bis Ziwa Beach Resort

Morgens ist Ebbe – nur knietiefes Wasser bis zum vorgelagerten Riff.

Heute ist nur Umzug an einen zentraleren Ort in Mombasa angesagt. Es geht an den nördlichen Rand. Dafür müssen wir einmal durch Mombasa – und auch über die Likoni Ferry, die die Hafeneinfahrt kreuzt. Es ist viel Fußgängerverkehr – dies ist eigenlich das Fahrzeugdeck, das aber fast ausschließlich mit Fußgängern belegt ist.

Es geht ins Ziwa Beach Resort – und da ist dann Umpacken angesagt. Fritz fliegt morgen zurück – und ich muss morgen vormittag die kleine Kibo wieder zurük geben. Und sortieren, was ich in den Container gebe, und was ich im Flieger mitnehme.

Es ist hier doch deutlich touristischer – mit aller Art Touristenbespaßung am Strand.

Da liegt mir der einsame Sandstrand an der Twiga Lodge doch mehr.

Wie immer noch Karte und Statistik

Um den Viktoriasee,Tag 28: Voi bis Mombasa (Twiga Lodge)

Am frühen Morgen: Blick aus dem Zelt:

Die aufgehende Sonne wird genutzt, um alles von dem leichten Niesel über Nacht zu trocknen.

Die Webervögel in einem nahegelegenen Baum sind auch schon wach und machen einen Mordsradau!

Die Kette die ich der kleinen Kibo in Tansania gekauft habe stellt sich als Modell aus bestem Chinesium heraus – dabei hat sie immerhin rund 16 EUR gekostet! Jedenfalls musste die alle zwei Tage nachgestellt werden – und vorgestern war dann der Nachstellbereich zuende. Also heute zwei Kettenglieder rausoperiert – man hört aber bereits deutlich, dass die Kette nicht mehr zu den Kettenrädern passt. Nach nur 3500km kann das eigentlich gar nicht sein…
Das Kettenrad ist ordenlich verschkissen,

das Ritzel sieht da erstaunlicherweise noch besser aus.

Die wird mich jedenfalls noch bis nach Mombasa bringen.
Kenia hat sich ja von den Chinesen eine neue Bahnstrecke von Mombasa nach Nairobi bauen lassen – nur Züge hatten wir dort bisher noch nicht gesehen. Es gibt aber doch Verkehr – ein langer Güterzug.

Neben viel Asphalt gibt es auch heute noch – sozusagen zum Abschied – interessante Piste.

Wer braucht schon Brückengeländer.

Ziel ist heute in der Twiga Lodge, ein Campingplatz etwas südlich von Mombasa direkt am indischen Ozean unter Palmen.

Perfekter weißer Sandstrand mit kristallklarem, pipiwarmen Wasser…

…und lustigen Strandbewohneren.

Getränk gibts vom fliegenden Händler direkt aus der Kokosnuss.

Es geht ein ständiger leichter Wind vom Ozan, der die Temperatur (wohl irgedwas um 30°C) gut aushaltbar macht.
Es hat sich gelohnt, gestern schon ein Teil der heutigen Strecke vorgezogen zu haben.

Wie immer noch Karte, Statistik und Höhenprofil

Um den Viktoriasee,Tag 27: Nairobi bis Voi

Wie gehabt – heute morgen scheint die Sonne – als wäre in der Nacht nichts gewesen.

Hier der festgefahrene Schulbus, der die Einfahrt zum Camp blockiert. Kommt auf dem Foto nicht rüber – aber es ist steil. Ist mir ein Rätsel, wie man da als Busfahrer überhaupt reinfahren kann.

Der Himmel möchte zwar die Nacht vergessen machen – aber die Piste erinnert an die Regennacht.

Da dreht sich nichts mehr. Hinterrad vom Schlamm blockiert.

Glücklicherweise trocknet die Piste bald ab und es geht lange Kliometer durch savennenartige Landschaft.

Am Wegesrand: Ein Windpark…

…mit eigenem Hochspannungsanschluss.

Die haben da noch mehr vor.

Iregdnwann ist die Piste zuende – und es kommt reichlich glatte Asphaltstrecke.

Es ist ideales Motorradwetter: Sonnig, trockrn und nicht zu warm. Und wie liegen gut in der Zeit – hängen daher noch den Anfang der morgigen Etappe dran. Dadurch wird es heute ein langer Tag – hat sich aber gelohnt!

Wie immer noch Karte, Statistik und Höhenprofil

Um den Viktoriasee,Tag 26: Naru Mora bis Nairobi

Heute morgen scheint die Sonne,

und es geht los mit der Runde um den Mount Kenia. Aber vorher noch ein Stop beim örtlichen Louis:

Es gibt eine große Auswahl an Motorradzubehör – von Lampoen aller Art

bis hin zum kompletten Ersatzmotor.

Aber wir sind nur für eine Batterie hier: Fritz’s Aprilia hat ein tiefergehendes Elektrik-Problem und den neu gewickelten Stator schon wieder zerstört – lädt also die Betterie nicht mehr. Dafür ist jetzt die kleine Kibo zuständig und jede Stunde werden dann die Batterien getauscht. So wird Fritz die letzten Tage und Kilometer bis Mombasa schaffen.

Wir verlassen die Höhenlagen des Mount Kenia, die Straße ist mit überdiensionalen Schildern geschmückt:



So wild wars nun nicht. Lagen auch keine umgekippten LKW am Straßenrand.

Filiale des dänischen Bettenlagers an Straßenrand?

Wir verlassen langsam das Hinterland und kommen der Hauptstadt näher. Da gibts dann auch Industrie-Eis an der Tanke.

Dann auf die Autogahn nach Nairobi,

und durch. Es ist Sonntag, daher das Verkehrschaos nict ganz so groß wie sonst. Aber Nairobi ist ein Moloch – es ist gar nicht genau erkennbar, wo das anfängt und aufhört.
Feierabend sollte heute eigentlich im Camp Bunduz kurz hinter Nairobi sein. Das hat aber trotz bestätigter Buchung geschlossen. Ersatzweise geht es über eine abenteuerliche Anfahrt ins nahegelegene PEC Nature Camp, genau rechtzeitig zu einem Gewitter und wir haben dort Platz für die Motorräder und Zelte unter Dach.

Das Camp ist offenbar eher was für Schulklassen – auf der Zufahrt mussten wir uns an einem festgefahrenen und verlassenen Schulbus vorbeiquetschen. Ein Restaurant gibts nicht, wir dürfen aber die Campeigene Großküche benutzen, um die Notfallverpflegung warm zu machen.

Nein – nicht den Großküchenherd – sie haben auch einen Gasherd.

Fritz ist der beste Koch!

Wie immer noch Karte, Statistik und Höhenprofil

Um den Viktoriasee,Tag 25: Elburgon bis Naru Mora

Noch ein Nachtag zum Lake Bogoria: Der Inhaber der Kembu Campsite
bat uns um ein Bild, das er für Social Media verwenden kann um einige zusätzliche Besucher anzulocken. Das machen wir doch gerne:

Außerdem hatten sie ihren Pizzaofen angeheizt,

und alle Zutaten für Pizza im Selbstbau bereitgestellt. Eine gute Idee und lecker noch dazu.

Ansosnsten gibts heute nicht viel – eine vergleichsweise kurze Transferetappe auf Asphalt, nach Regen in der Nacht auch tagsüber Regen in den Hochlagen. Pause auf halber Strecke in der Thomsosn’s Falls Lodge mit spezial-Parkplatz für die Motorräder.

Es ist dort noch weihnachtliche Stimmung!

Zum Nachmittag reißt die Wolkendecke auf

und wir errichen zeitig die Naro Moru River Lodge. Sicherheitshalber nehme ich heute den überdachten Zeltplatz.

Vom offenbar nur noch selten benutzten und etwas vernachlässigten Campingplatz geht es durch einen Hohleweg…

…in die gepflegte Lodge mit parkähnlichem Garten…

…und rauschendem Bach.

Zum Nachmittagstee probiere ich mal einen Pot of Dawa – laut Karte Ingwer, Zimt, Kardamom und Honig zum slebst dazurühren. Würzig!

Wie immer noch Karte, Statistik und Höhenprofil

Um den Viktoriasee,Tag 24: Elburgon – Aufenthalt

Nachtrag von gestern Abend: Britisch Ost-Afrika – die Winterheimat der Aristokraten. Mit dem Panoramawagen der Uganda Eisenbahn wilde Tiere beobachten (oder sich fressen lassen).

Ist kalt in Afrika – besonders wenns den Tag geregnet hat und man über 2000m Höhe ist. Aber es gibt ja Heizungen. Keine sasbetriebenen Heizpilze wie in Europa – sondern Holzkohleschüsseln.

Was trinken wir denn mal – Krest – hab ich ja noch nicht gehört. Ist wohl was lokales.

Flasche umgedreht:

Coca Cola – wie alle anderen alkoholfreien Getränke und Wasser was man in Kenia kaufen kann. Die haben halb Afrika – die andere Hälfte hat Nestle.
Nach dem Regentag gestern begrüßt heute die Sonne beim Ausblck aus dem Zelt. Sehr angenehm!

Heute bliebt das Camp am Ort – es gibt einen Ausflug an den Lake Bogoria. Natürlich auf Piste.

Ein erster Blick auf den See:

Lake Bogoria ist ein Nationalpark – und kostet entsprechend Eintritt. Nämlich 50 USD je Person. Am Schalter gabs dann erstmal Irritation: Das kostet 100. Nee – 50! Es klärte sich dann nach einigen hin- und her, das die 100 fürs Motorrad sind – und keine USD sondern KES (ca. 0,60 EUR). Die 50 USD je Person natürlich zusätzlich.

Der Lake Bogoria ist für seine Baumgerippe am Ufer (durch gestiegenen Wasserstand) bekannt.

Und für seine heissen Quellen.

Was die Isländer können, können die Kenianer schon lange. Kochendes Wasser aus dem Boden.

Vorsicht, wo du hintrittst.

Trotz Nationalpark und gutgemeinter Hinweise.

Und um die nächste Ecke. Über manche Dinge muss man in Afrika einfach lernen drüber hinweg zu sehen.

Und wofür ist der Lake Bogoria noch bekannt? Die Motorräder verstecken sich sicherheitshalber im Gebüsch…

…dabei sind die Flamingos doch harmlos!



Josef, der Bezwinger der Treppe.

Am oberen Ende des Sees gibts ein eher schickes Hotel – das bietet sich für einen Mittagssnack an. Und die haben einen mit heissem Thermalwasser gespeisten Pool. Da mache ich Entspannungsübungen, während Fritz und Josef weitere Schotterstrecken erkunden (die sich dann als asphaltiert herausgestellt haben).

Achtung – Mülldiebe!

Meine kleine Kibo wieder mal am Äquator – diesesmal mit Sonnenschein. Die Zeit hat grad für das Foto gereicht – dann kamen schon von allen Seiten fliegende Händler angerannt.

Garmin meint, die Position würde nicht ganz stimmen.

Wie immer noch Karte, Statistik und Höhenprofil

Um den Viktoriasee,Tag 23: Eldoret bis Elburgon

Gestern Abend ging noch ein heftiges Gewitter runter – und auch die ganze Nacht durch hat es geregnet. Wir haben aber den Abend gut gechützt am Indoor-Lagerfeuer von Bar/Restaurant der Naberi River Campsite verbracht.

Am nächsten Morgen ist es noch regnerisch – glücklicherweise nimmt der Regen bis zum Mittag immer mehr ab. Es bleibt aber diesig. Es gibt viele Dieselrußschleudern wie diese – aber die sind nur für das Diesige auf den Straßen verantwortlich.

Wir befinden uns heute den ganzen Tag auf großer Höhe – so um die 2000m in einer grünen Gebirgslandschaft.

Der Blick ins Tah fällt auf Urwald.

Es gibt ‘ne Furt – aber die ist einfach und kann uns nicht mehr schrecken.

Nach überwiegend Lehm, Schotter und Steinpisten ist am Nachmittag das Ziel erreicht: Die Kembu Campsite auf einer Milchviehfarm.

Die Strecken waren heut teils ziemlich steil und steinig – davon gibts naturgemäß keine Fotos. Aber ich war da über den Treckermotor der Kibo froh. Ersten Gang rein, halbgas und die Kibo zieht einen da schon irgendwie hoch. Rumpelt ohne echtes Fahrwerk zwar ordentlich, aber man kommt sicher durch.
Die Kibo hat – obwohl es vielleicht regnen könnte – einen idyllischen Zeltplatz unter einem großen Baum ausgesucht (Fritz und Josef sind nicht so mutig und haben ihre Zelte unter Dach aufgebaut). Mal sehen, ob ich es bereuen werde!

Was ist das? Nein – keine Dampfmaschine.

Ein Donkey-Ofen – der macht warmes Wasser für die Dusche.

Wie immer noch Karte, Statistik und Höhenprofil