In den Katakomben von FRA

Abends ein Blick aus dem Hotelfenster in den Abendhimmel über Neu Isenburg. Nun gehts los, dahin wo der Flieger landet.

Abend

Momentan treibe ich mich die Nächte in den Katakomben von FRA herum:

Katakomben
Katakomben
Katakomben

Und was gibts dann nach dem Aufstehen am Nachmittag zu tun? Nicht viel. Zum einen  ist das Wetter regnerisch – und zu  anderen ist Neu-Isenburg (wo ich untergekommen bin) offenbar eine planmäßig erbaute Stadt. Die Straßen bilden rechteckige Gebiete, aber innerstädtische Grünflächen hat man dabei vergessen – und ein Zentrum oder eine Altstadt ebenso. Es gibt zwar im nordosten an einer Stelle Straßen die sternförmig auf einen Platz zu laufen – gemäß Karte und Luftbild ist es da aber auch nichts weiter.

Also ist wohl tatsächlich das ‘Isenburg Zentrum’ das Zentrum der Stadt. Ein gesichtsloses Einkaufszentrum mit den immer gleichen Läden wie es in den letzten 20 Jahren in jeder mittleren Stadt erbaut wurde.

Isenburg Zentrum

Das ist gewöhnungsbedürftig. Und macht erstmal klar, welchen Luxus ich zu Hause habe. Mit wenigen Schritten bin ich da – trotz zentraler Stadtlage – an den Ihme-Überflutungsflächen im Grünen. Oder an der Limmerstraße wo Tag- und Nacht was los ist.

Mal wieder zum Enduro Cross Camp…

…in Schrecksbach. Wie immer Anfang August ruft der MCS Schreckbach zum Enduro Cross Camp. Und nachdem es letztes Jahr bei mir nicht geklappt hat, bin ich dieses Jahr wieder dabei. Freitag wird das kleine nervöse Motorrad gesattelt.

das kleine nervöse Motorrad

Ich hatte eigentlich die Husky angemeldet – aber die ist dieses Jahr schon einige tausend Kilometer gefahren – und das kleine nervöse Motorrad nur 240km. Und das geht ja gar nicht!

Es geht wie üblich über kleine Landstraßen Richtung Kassel.

kleine Landstraße

Nach 4 Stunden ist das Ziel erreicht und das Lager aufgeschlagen. Noch ist Platz, aber das soll nicht lange so bleiben.

Lager

Andere sorgen unterdessen für das Unterhaltungsprogramm: Es heißt mal wieder: Spaß mit KTM (sprang dann mit Anschlepen aber doch noch an).

Spaß mit KTM

Zum Abend wird es dann schon voller – und das ist ja nur ein kleiner Ausschnitt von einer der 3 Zeltwiesen. Die Veranstaltung ist jedes Jahr besser besucht, überschreitet aber die sinnvolle Kapazität noch nicht.

Abendessen gibts statt vom gar nicht so guten Imbißwagen auf dem Platz vom örttlichen Burgerladen, der wohl inden letzten 2 Jahren da irgendwann eröffnet hat.

Abendessen

Der Burger ist in Ordnung, aber die Pommes sind pappig. Also das nächste mal besser ohne Pommes bestellen. Der örtliche Pizzadienst hatte wie auch schon vor 2 Jahren wegen Urlaub geschlossen…

Der nächste Morgen beginnt mir Sonnenschein:

Sonnenschein

Das soll auch die nächsten zwei Tage so bleiben, ohne daß es dabei unerträglich heiß wird. Es sind immer so gute 20°C, was für so eine Veranstaltung ideale Temperaturen sind.

Für die Reiseenduros geht es dann erstmal auf die Wiese zum warm werden.

Wiese

Das sieht aus wie vor 2 Jahren – aber es gibt dieses Jahr noch eine zweite Gruppe: Die Gelände-Amfänger haben das Stoppelfeld.

Stoppelfeld

Währenddessen fliegen die Crosser über die Strecke und fahren die trocken.

Crosser

Es war auf jeden Fall eine gute Idee, ertsmal auf der Wiese anzufangen. Coronabedingt war ich ja nun fast 2 Jahre nicht mit dem kleinen nervösen Motorrad auf ernsthaften Ebndurotouren und ich war ganz schön eingerostte. Die ersten Fahrübungen gingen mal gleich gar nicht. Zum Glück kam das dann doch schnell wieder 🙂 .

Es geht dann wie üblich erstmal geführt abschnittsweise über die Strecke.

Strecke

Das mit dem trockenfahren haben die Crosser nicht so ganz verstanden. An einer Stelle haben sie die Strecke in tiefen Matsch verwandelt.

Matsch

Das ist für viele der Reiseenduros, die mit eher straßenorientierten Reifen fahren eine echte Herausforderung, weil nach einer Umdrehung das Profil zugesetzt ist und das Hinterrad dann seitlich ausbricht. Das kann aber das kleine nervöse Motorrad nicht schocken – schließlich hat es Mitas C02 Stone King an, die mit ihren extrem langen Stollen auch im Matsch guten Halt finden.

Übrigens: Die Strecke war am Freitag Abend frisch geschoben – und das wurde auch am Samstag Abend wiederholt, so daß am nächsten Tag wieder eine jungfräuliche Strecke zur Verfügung stand.

In den Pausen fuhr dann immer mal der Trecker mit dem Wasserfass raus. Dadurch war die Staubentwicklung in diesem Jahr nur sehr gering. Da hat der MCS Schrecksbach im Vergleich zu den vergangenen Jahren ordentlich aufgerüstet.

Trecker

Wenn sie es jetzt noch schaffen nicht immer mit sicherm Instinkt einen ‘gar nicht so guten’ Imbißwagen für die Verpflegung zu organisieren bleiben keine Wünsche offen.

Vom Sonntag gibts keine Fotos von der Strecke – denn da wollte sich das kleine nervöse Motorrad nicht länger aufhalten lassen und nur fahren. Und was soll ich sagen – das geht inzwischen richtig gut. Wenn ich da an meine ersten Versuche zurückdenke, da schien es mir fast unmöglich, da zu fahren. Und als das dann doch möglich war, war es anstrengend. Es gilt wohl doch: Übung macht den Meister.

Es geht mir nicht darum, wie die Crosser da möglichst schnell und spektakulär rum zu kommen – sondern sicher und mit wenig Anstrengung. Denn es nützt einem auf einer Tour durch Afrika nichts, wenn man 50km schnell ist – aber dann die restlichen 200km bis zum Ziel nicht mehr schafft.

Am Sonntag Nachmittag dann wieder ‘gen Heimat und ein schönes Wochenende ist vorbei.

‘gen Heimat

Christian hat ein schönes Fahrvideo von einer Runder der Strecke aufgenommen. Das ist der beweis, daß auch ‘ne fette GS über die Crosstrecke geht 🙂 .

Der Vollständigkeit halber noch die Karte und Statistik (nur hin- und Rückfahrt, ohne die Strecke. Dort waren es ca. 40km).

Karte
Statistik

Mal kurz durchs…

…Weser- und Leinebergland. Eigentlich ist für heute Regen angesagt – ein genauerer Blick zeigt aber, daß das erst am Nachmittag los gehen soll. Da läßt sich der Vordere Teil des Tages doch nutzen 🙂 .

Durch Alleen im hannöverschen Hinterland…

Allee

…über die Weser…

Weser

…und Pause am idyllischen See am Heidbrink (bei Polle).

Heidbrink

Bleiben noch Karte und Statistik für Heute:

Karte
Statistik

TET France – Inhalt

Es ging 15 Tage und 4505 km eigentlich auf dem TET in Nordfrankreich lang.  Das hat die erste Wche auch ganz gut geklappt – dann gabs wegen schlechtem Wetter eine Planänderung und ich bin der Sonne in Südfrankreich entgegen gefahren – und auf dem Rückweg immer dem Regengebiet ‘Bernd‘ hinterher.

TET France – Tag 00: Morgen gehts los
TET France Tag 01: Hannover – Elten
TET France Tag 02: Elten – Bergues
TET France Tag 03: Bergues – Hesdin
TET France Tag 04: Hedsin – Poix de Picardie
TET France Tag 05: Paix de Picardie – Gisors
TET France Tag 06: Gisors – Malesherbes
TET France Tag 7: Malesherbes – Pont Sur Seine
TET France Tag 08: Pont sur Seine – Clemont Ferrand
TET France: Fazit Section01, nördliche Hälfte
France Tag 09: Clemont Ferrand – Avignon
France Tag 10: Runde durch die Cevennen
France Tag 11: Avignon – Montelimar
France Tag 12: Montelimar – Dijon
France Tag 13: Dijon – Kedange sur Canner
France Tag 14: Kedange sur Canner – Knüllwald
France Tag 15: Knüllwald – Hannover

France Tag 14: Kedange sur Canner – Knüllwald

Nachtrag zu gestern Abend: Kedange sur Canner ist ganz schön tot – ein kleines ländliches französisches Dorf halt (in deutschen Dörfern sieht das oft nicht besser aus). Nicht mal mehr die Freund der Bar sind noch da.

Bar

Und warum war ich dann trotzdem da? Vom letztenmal kenne ich da ein Hotel das einigermaßen günstige Übernachtugen anbietet – und ein gutes Restaurant hat. Das war auch diesesmal wieder gut besucht und lecker. Und es liegt noch in Frakreich und ich brauche für die Übernachtung keinen Cotona Test.

Nun aber weiter mit heute:
Was sich die Sonne gestern gespart hat, holt sie heute nach. Schon um 0800h ist alles blau.

Sonne

Dauert nicht lange bis Deutschland – und kaum ist man da gibts Baustelenampeln und Schilderwald.

Baustelenampel

Erstmal nach St. Wendel im Saarland – kurz hinter der Grenze – zum Corona Test. Denn ich fahre es heute nicht in einem Stück nach Hause – wir wolen es mal nicht übertreiben. Und zur Übernachtung in Hessen benötige ich einen höchsten 24h alten Test.

Corona Test

Dann geht es bei bestem Wetter – 25°C und Sonnenschein- über schicke Sträßchen, die Kurviger fein rausgesucht hat. Und gemessen am dem Motorradverkehr der dort heute unterwegs war, waren das wohl auch gute Strecken.

Sträßchen

Durchs Stadttor von Bacharach am Rhein…

Stadttor von Bacharach

und dann rüber nach Kaub auf der kleinen Flußfähre.

Flußfähre

Der Rhein führt viel Wasser – und hat ordentlich Strömung.

viel Wasser

Der Burgherr von Pfalzgrafenstein hat nasse Füße.

Pfalzgrafenstein

Weiter gehts dann quer durch den Taunus in den Knüllwald ins bewährte Hotel Sonneck.

Bleiben noch Karte und Statistik für heute

Karte
Statistik

France Tag 13: Dijon – Kedange sur Canner

Es geht heute weiter nordwärts. Am Canal der Bourgogne vorbei – die Schleuse da ist nicht ganz dicht.

Canal der Bourgogne

Kurviger hat kleine, schön geschwungene und angenehm fahrbahre Straßen durch fast menschenleres ländliches Frankreich ausgewürfelt.

Straße

Sehr angenehm – kein Verkehr – wenige Ortsdurchfahrten und nicht wie in Deutschland vor jeder kleinen Kurve ein 70er Schild. Überhaupt fällt die Abwesenheit von Geschwindigkeitsbeschränkungen auf. Frankreich hat ja vor einigen Jahren auf Landstraßen ein generelles Tempolimit von 80 km/h eingeführt. Aber ich halte mich da an die Einheimischen, die das großflächig ignorieren – zumindest auf den kleinen Landstraßen, wo es keine Blitzer gibt und sich auch kein Flic mit Radarpistole die Beine in den Bauch steht.

Nur die vorhergesagte Sonne läßt sich den ganzen Tag nicht blicken – dafür ist es immerhin trocken.

immerhin trocken

Bleiben noch Karte und Statistik für heute

Karte
Statistik

France Tag 12: Montelimar – Dijon

Heute geht es auf kleinen Straßen das Rhone-Tal hoch.

Straße

Halt – nicht direkt im Rhone-Tal, denn das ist totlangweilig, dazu noch dicht besiedelt und mit viel Verkehr. Stattdessen gehts ins Alpenvorland und ins Jura.
Es ist bis Mittag bewölkt,

bewölkt

so daß man gar nicht glaubt, daß nochmal die Sonne raus kommen könnte. Tut sie aber!

Sonne

Das Gras vom Nachbarn ist bekanntlich immer das beste!

Gras vom Nachbarn

Man merkt, daß ich einem Regengebiet hinterherfahre. Die Flüsse haben alle sehr hohen Wasserstand – und dieser Bach fließt sonst wohl auch nicht auf der Wiese.

Bach

Die Straße ist überflutet – Bärly meint, da kommen wir durch. Die Sertao II guckt da nur indigniert – aber Bärly war ja auf Island auch nicht dabei,

überflutet

Zum Nachmittag – kurz vor Dijon – erwischt mich noch ein heftiger Schauer. Ich habe dem Regengebiet also nicht genug Vorsprung gelassen.
Bei dieser Brücke war ich doch dieses Jahr schonmal! Diesesmal mit ordentlichem Wasserstand!

Brücke

Bleiben noch Karte und Statistik für heute

Karte
Statistik
Höhenprofil

France Tag 11: Avignon – Montelimar

Ab heute geht es langsam wieder auf der Rückweg – ich habe ja nächste Woche Termine in Hannover. Die Betonung liegt dabei auf langsam, denn ich will nicht riskieren, das vor mir her ziehende Regengebiet einzuholen.
Daher geht es heute im Bogen erstmal an der Rhone entlang…

Rhone

…und dann das Ardeche Tal hoch

Ardeche Tal

Mittagspause unter einer alten Eiche imZenralmasiv an einer Weggebelung.

Eiche

Weiter über kleine Straßen…

kleine Straße

…und ein Stückchen Schotter…

Schotter

…bis nach Montelimar.

Bleiben noch Karte und Statistik für heute

Karte
Statistik
Höhenprofil

France Tag 10: Runde durch die Cevennen

Heute gibt es zwei Möglichkeiten: Eine Tour Richtung Marseille – garantiert mit Sonne und ohne Regen. Oder eine Runde durch die Cevennen. Dort befinden sich noch Reste des Regengebietes, dessen Hauptteil unter dem Namen ‘Bernd’ gerade Deutschland überschwemmt.
Ich erwarte da nicht mehr viel Niederschlag – und die Cevennen sind Streckenmäßig viel interessanter als das Rhone-Taglnach Marseille. Also Risiko!
Die Cevennen sind noch leerer als Nordfrankreich – und es gibt ohne Ende kleine Straßen.

Cevennen

Es bilden sich zwar immer mal dunkle Wolken am Himmel…

dunkle Wolken

…aber es bleibt den ganzen Tag trocken und teils ist es sogar sonnig.
Es ist dicht bewaldet, so daß sich nur selten eine Assicht auf die Berge bietet – die sind auch deutlich niedriger als die im Zentralmassiv.

bewaldet

Bleiben noch Karte und Statistik für heute

Karte
Statistik
Höhenprofil