Reifenmontagegerät

Seit Jahren wechsle ich meine Reifen selbst – und krabbele dafür mit Montiereisen  auf dem Boden rum. Ich dachte, es wird mal Zeit sich die Arbeit zu erleichtern:

Dafür gabs ein (manuelles) Reifenmontagegerät, (rechts auf dem Tisch) das die Arbeit vereinfachen sollte. Das werd ich dann denmächst beim Reifenwechsel rausfinden.

SW-Motech Open House

Am Wochenende war das Open House von SW-Motech. Das ist auch ein Motorrad-Zubehörhersteller wie Touratech, zu deren Travel Event ich ja eigentlich letzte Woche wollte, das aber wegen schlechter Wetteraussichten habe ausfallen lassen. Praktischerweise hat SW-Motech eine Konkurrenzveranstaltung – und liegt mit Nordhessen auch einfacher erreichbar als Touratech im Schwatzwald.

Am Freitag Mittag steht die Tenere schon in den Startlöchern und kann es gar nicht mehr erwarten.

Es geht auf sehr indirekter Strecke und kleinen Straßen  nach Rauschenberg.

Erstmal bekanntes Gelände im Weserbergland und Teutoburger Wald, später neus im Eggegebirge, Diemelsee Naturpark und ein Stückchen vom Sauerland.

Am Freitag Abend ist die Zeltwiese bei SW-Motech erreicht – und ich war überrascht, wie voll es dortr schon war. Aber wir haben noch einen Platz ergattern können.

Der Abend vergeht im Biergarten…

…und beim Abendprogramm.

Ich hab einige bekanngte Gesichter getroffen: Vom Enduro Cropss Camp Schrecksbach (das liegt quasi um die Ecke – nur 25km weg), vom Motoradforum und am Samstag noch zwei Mitfahrer der Afrika-Tour im November die auf dem Weg nach Island dort einen Zwischenstop eingelegt haben.

Am nächsten Morgen scheucht mich die Sonne aus dem Zelt…

…und der Rewe-Markt nebenan hat alles für ein Frühstück. Der ist sehr praktisch gelegen – und hat dieses Wochenende freundlicherweise auch am Sonntag geöffnet. So ist man nicht ausschließlich auf die eher teure Eventgastronomie angewiesen.

Für heute habe ich mir als Programmpunkt eine ausgiebige Tour durchs Sauerland vorgenommen. Und es gibt da erstaunlich einsame Gegenden.

Aber an einem sonnigen Samstag bist Du natürlich nie allein – besonders nicht wenn gerade Hessens größtes Motorradtreffen stattfindet.

Ich war im Sauerland meist abseits von Ortschaften unterwegs – es hat aber trotzdem gereicht, eine Bäckerei für einen Imbiss zu finden.

Was für ein perfekter Tag: Trocken und sonnig, dabei nicht zu warm und weitgehend leere Straßen.

Am Sonntag dann noch einmal über die Händlermeile geschlendert. Alle bekannten Motorradhersteller (außer Victory) waren vertreten, dazu jede Menge Händler für Klamotten, Zubebör und Reiseanbieter. BMW hat natürlich für jeden Geschmack was:

Zurück nach Hause gehts dann in einer großen Runde östlich durchs nordhessische Bergland, Meißner und Dransfeld.

War jedenfalls eine gute Idee dort hin zu fahren!

 

Mein kleines nervöses Motorrad…

…will in zwei Wochen zum XT-Treffen in Alvern. Und der veranstaltende XT-Club Emmingen bereitet da immer eine schöne Offroad-Roadbook-Tour durch die Südheide vor. Eigentlich kein Problem: Meine kleine WR250R ist ja mehrfach Rallye in Afrika gefahren und hat eine entsprechende Navigationsausrüstung. Oder hatte – als  die Husky kam hat die die übernommen. Das ist das Schicksal der kleinen: Kommt ein großes, nimmt es sich einfach was es will. Und die Husky hat die auch beim Verkauf behalten. Also nichts mehr mit elektrischem Roadbookhalter, Tripmaster und Schalterarmartur.

Da mussten wir nun eine Lösung finden. Zum Glück liegen noch Teile der Prototypen rum. Daraus auf die Schnelle was (hoffentlich) funktionsfähigs, wenn auch nicht schönes gebaut…

Displaytausch Garmin Montana 680t

Mein Montana 680t das ich in USA verwende hat bei hohen Temperaturen einen Fehler entwickelt: Der Touchscreen detektiert dann Dauerbetätigung irgendwo am Rand – und damit ist das Gerät unbenutzbar. Zum Glück hatte ich ein Ersatzgerät dabei 🙂 .

Und zum noch mehr Glück kann man in China dafür Ersatzteile bestellen: Der Digitizer (Touchscreen) einzeln für ca. 11,00 EUR. Der ist allerdings mit dem Display verklebt und nur schwer zu lösen ohne das Display zu beschädigen. Ich habe daher lieber ein komplettes ‘refurbished’ Display incl. Digitizer für ca. 65,00 EUR gekauft. Damit ist die Reparatur dann nicht weiter schwierig, wenn man eine ruhige Hand hat. Ist halt alles klein…

Ich habs weider zusammen gebaut bekommen – und funktioniert!

Durch den Elm

In Hannover ist es heute warm und sonnig (während Süddeutschland unter Dauerregen absäuft). Trotzdem sicherheitshalber mal auf die Wettervorhersage geschaut – und richtig, mein Erster Impuls war Richtung Weserbergland aufzubrechen, aber dort solls regnen. Also gehts nach Osten: Durch den Elm. Alles so schön grün hier!

Gelbe Felder voller Raps sind wir ja hier gewöhnt – da ist Rot doch mal eine Abwechslung! Passend zur Tenere!

Hier haben wir Klatschmohn in großer Zahl – sieht aber nicht aus wie eine angebaute Ackerfrucht, sondern wohl Brachland mit Blühsaat.

Zum Mittag Stop in Königslutter auf dem historischen Marktplatz auf ein Eis…

…und auf dem Rückweg konnte es die Tenere nicht lassen noch eine Mastbaustelle für die 380kV Freileitung ‘Projekt Ostfalen-Achse‘ zu besuchen.

Touratech Travel Event…

…fällt dieses Jahr für mich aus. Eigentlich hatte ich das so schön geplant: In zwei Tagen gemütlich runter gondeln, vor Ort campen und tagsüber durch den Schwarzwald cruisen und abends was vom Abendprogramm mitnehmen.

Aber leider sind die Wetteraussichten alles andere als angenehm:

Bei Dauerregen und Temperaturen nur knapp über 10°C ist Camping und Motorradfahren vielleicht nicht die beste Wahl.

Update: Ihmezentrum

Die Ruine auf der anderen Straßenseite entwickelt sich wie von mir erwartet nicht. Und nun ist es soweit:

Der saubere Herr Windhorst hat sich durch Insolvenz seiner Verwaltungsfirma fürs Ihmezentrum aus dem Staub gemacht und hält es auch nicht für nötig, zum Termin beim Insolvenzgericht zu erscheinen.

Für die privaten Wohnungseigentümer wird es nun teuer – man munkelt von ca. 5000 EUR Sonderumlage jährlich, da die Wohnungseigentümer nun das Hausgeld für die verottete Gewerbeimmobilie mit aufbringen müssen.

Gut – das ist jetzt nicht überraschend. Und wer immernoch eine Wohnung im Ihmezentrum im Privatvermögen hält – obwohl die absehbar ein unkalkulierbares Kostenrisiko das bis zur Privatinsolvenz gehen kann darstellt – dem ist auch nicht zu helfen.

Willkommen Zuhause!

Endlich ist es soweit. Mein kleines nervöses Motorrad ist jetzt seit einem halben Jahr in einen Container gesperrt und schippert über die Weltmeere. Im Oktober letzten Jahres haben wir es eingeladen für die Reise nach Mombasa – nur dass es dort nicht rechtzeitig angekommen ist und ich die Tour stattdessen auf einem einheimischen Leihmotorrad gefahren bin. Aber dieses Wochenende ist es soweit: Der Container ist zurück und steht in St. Margrethen, Schweiz direkt am Bodensee. Also los! Durch Thüringen, wo es zum Mittag eine einheimische Spezialität zur Stärkung gibt.

Am Donnerstag erstmal nur die halbe Strecke – bei Coburg hab ich noch Freiübernachtungen im Wellnesstempel an der Obermain-Therme:

Am nächsten Tag dann weiter, am Bodensee vorbei

und dann ist das Ziel am Freitag Mittag erreicht.

Der Container ist schon ausgeladen und die Motorräder stehen in Reih’ und Glied. Zur Feier des Tages hat die Spedition für Verpflegung gesort – es wird auf der Rampe grilliert.

Den Freitag gehts dann nur noch etwas ins Allgäu…

…und dann am nächsten Tag weiter an den Thumsee bei Bad Reichenhall. Da ist ‘Gurkentreffen’: Des Jahrestreffen der Afrika (und Südamerika) – Fahrer.

Da viele bekannte Gesichter wieder gesehen – und auch einige neue. Einige Mitfahrer für die Tour ab November vom Mombasa nach Kapstadt waren auch da. Auch da ein guter Mix aus bekannten Gesichtern und neuen. Sieht vielversprechend aus! Zwischendurch mal ein Schauer ….

…vereitelt aber nicht das traditionelle abendliche Lagerfeuer.

Am nächsten Morgen: Blick aus dem kleinen Fiat – meinem Stealth Camper: Der Regen hat sich verzogen und es verspricht ein schöner Tag zu werden.

Aber es geht ja heute nur noch nach Hause – einmal Deutschland von Süd nach Nord. Auf halber Strecke in die Autowäsche geraten…

…aber ohne Komplikationen durch. Gegen Abend heißt es dann endlich: Willkommen zu Hause!

Kraftstoffpumpe Honda CRF250L

Letztes Jahr hatte ja meine kleine Africa Single in USA bei hohen Temperaturen Probleme mit Leistunsgverlust. Ich hatte das soweit diagnostiziert, dass bei hohen Temperaturen die Kraftstoffpunpe offenbar nicht genug Kraftstoff fördert oder der Förderdruck zu gering ist. Ich hatte zur diesjährigen Tour die Kraftstoffpumpe ersetzt und keine Probleme mehr – trotz teils hoher Umgebungstemperaturen.  Also war meine Diagnose wohl richtig. Die defekte Kraftstoffpumpe habe ich mitgebracht und sie liegt nun auf der Werkbank – vielleicht lässt sich feststellen was den Fehler verursacht hat.

Die Pumpe ist kopüber in der Unterseite des Tanks montiert, d.h. der Flansch links im Bild ist unten. An die Pumpe angebaut ist der Tankgeber mit Schwimmer. Eine erste Messung deutet auf ein Poti 0-400 Ohm hin. Eine genauere Betrachtung zeigt aber, dass dem nicht so ist:

Es handelt sich vielmehr um eine Schalteinheit auf Keramiksubstrat, die 7 diskrete Widerstandswerte erzeugt: 8 – 34 – 68 – 113 – 168 – 251 und 388 Ohm durch Reihenschaltung entsprechender Dünnfilmwiderstände (die schwarzen Schichten auf dem Substrat). Das passt wohl nicht nur zufällig zu den 6 Stufen + Reserve der Tankanzeige.

So sieht es in der Pumpe aus:

Man muss immer dran denken, dass die ganze Einheit unten im Tank sitzt, ist also bei vollem Tank vollständig von Benzin umgeben, bei leerem Tank zumindest der im Bild linke Teil des Kraftstoffilters mit dem Anschluss der Saugseite. Der Anschluss Druckseite verbindet zu in einem Röhrchen im Flansch und führt zum Schlauchanschluss für die Einspritzdüse. Die Funktion der Rückführung ist mir nicht ganz klar – sie stellt eine Verbindung von der Druckseite zu einem klitzekleinen Loch auf der Saugseite her, so dass ein geringer Anteil Kraftstoff im Kreis gefördert wird.

Nochmal aus anderer Perspektive:

Der Benzinfilter ist zwar etwas verfärbt, zeigt aber keine Schmutzanhaftungen. Einen verschmutzten Benzinfilter möchte ich als Störungsursache ausschließen – zudem wäre das auch nicht tenperaturabhängig.

Die Pumpe aus dem verbleibenden Plastikteil entfernt:

Darin befindet sich ein Druckregler. Es gibt offenbar keine elektronische Druckregelung – außerhalb des Tanks bis zur Einspritzdüse gibt es keinen Drucksensor. D.h. die Punpe wird während der Fahrt vom Motorsteuergerät eingeschaltet und läuft immer volle Pulle – es gibt keine Drehzahlregelung. Stattdessen lässt der Druckregler das Benzin das nicht von der Einspritzdüse benötigt wird wieder direkt in den Tank ab.

Der Druckregler ist sehr einfach aufgebaut:

Ein durchbohrtes Metallteil in dem eine federbelastete Kugel sitzt. Bei ausreichendem Druck gibt die Feder nach und überzähliges Benzin fliesst dann an der Kugel vorbei zurück in den Tank. Ich kann mir zwar vorstellen, dass z.B. die Feder erlahmt und dadurch der Benzindruck zu niedrig wird – aber ich sehe nicht, wie das temperaturabhängig sein kann. Daher möchte ich auch den Druckregler als Störungsursache ausschließen.

Die Pumpe selbst ist zugebördelt. Das kann ich nicht zerstörungsfrei öffnen, also muss die Metallsäge ran:

Es kommt ein ganz klassischer permanentmagnet erregter Gleichstrommotor zum Vorschein – komplett mit klassischem Kollektor – nichts mit der heute vielfach üblichen elektronischen Kommutierung.

Und hier nun die eigentliche Benzinpumpe:

Das Schaufelrad fördert Benzin von der Saugseite auf die Druckseite. Von dort strömt es durch den Motor – im Zwischenraum von Rotor zu Stator – zum Ausgang am anderen Ende der Pumpe. Das dient ganz klar zur Kühlung der Pumpe – diese hat eine Leistungsaufnahme von ca. 6W und das würde bei der geringen Motorgröße ohne Flüssigkeitskühlung zur Überhitzung führen.

Ich habe die Pumpe vor dem Zerlegen getestet: Sie funktioniert (erwartungsgemäß – denn ich habe sie bei normaler Raumtemperatur getestet) und erzeugt ordentlich Druck – man kann die Druckseite jedenfalls nicht mit dem Finger zuhalten ohne dass noch Kraftstoff raus spritzt (keine Angst – ich habs mit Spiritus statt Benzin getestet).

Die Zerlegung der Pumpe hat leider keinen Hinweis auf die Störungsursache erbracht. Aber dennoch schön zu sehen, dass die Pumpe sorgfältig engineered und gefertigt ist.