Trans Marokko Trail, Tag 10: Merzouga

Was ist denn das? Ein morgendlicher Blick aus dem Fenster zeigt ergiebige Regenfälle.

Wir sitzen das bis zum Mittag aus und ziehen dann ins Le TRouareg um, das DZ für 700MAD incl. Frühstück und Abendessen. Das hat auch einen Pool, aber viel größere Zimmer.

Es bleibt bedeckt, zwischnedurch hört der Regen mal auf, den mein kleines nervöses Motorrad für einige Besorgungen nutzt.

Noch ein Ausflug in die Sanddünen des Erg Chebi. Die sind nass und tragfähig, was sie sehr einfach befahrbar macht.

Aber sons ist alles rundrum eine große Seenplatte. Da macht es nicht viel Sinn in der Gegend rum zu fahren, zudem fängt es wieder an zu regnen.

Die Kinder freuts – für die ist das was ganz besonderes.

Am späten Nachmittag noch technischer Dienst an den Motorrädern – bei meinem l´kleinen nervösen Motorrad beschränkt es sich darauf den Ölstand zu prüfen – es ist natürlich genug drin.

Die Natur hat sich schell angepasst:

Trans Marokko Trail, Tag 09: Erfoud – Merzouga

Nachtrag von gestern Abend: Damit keine Beschwerden kommen dass Essensfotos fehlen. Eine brodelnde Gemüse-Tajine.

Was ist denn das für ein Ding? Die Trommel dreht sich und darin sind schwarze Dinger am rösten. Nach Kaffee riecht es jedenfalls nicht.

Aha – geröstete Sonnenblumenkerne.

Aber jetzt nach heute. Der Fußweg vor unserem Hotel ist heute morgen komplett zugeparkt. Das Hotel Imilchil entwickelt sich noch zur Bikerabsteige.

Es geht heute in den Süden – in hoffentlich wärmere Gefilde. Hier in Midelt im Atlas ist es doch ziemlich frisch – besonders nachts. Es startet bereits unter schweren Wolken.

Nach der Passhöhe setzt dann leichter Regen ein – daher gibt es keine Fotos von der Durchfahrt durch den George du Ziz – das ist, auch wenn es eine Hauptstrecke ist, eine landschaftlich sehr eindrucksvolle Gegend. Wäre aber bei Sonnenschein und 25°C doppelt schön.
So nach 100km öffnet sich dann das erste blaue Loch.

Jetzt wird es auch langsam etwas wärmer. Aber immernoch mindestens 10°C zu kalt. Und vor uns ist offenbar ordentlich Regen runter gekommen. Wir sind in der Wüste – und ich komme mir vor wie auf der mecklenburgischen Seenplatte. Die bisher immer völlig unsinnig scheinenden Furten in der Wüste erschließen sich nun.

Dennoch – so habe ich die Wüste um den Erg Chebbi nich nie gesehen. Und auch der Erg Chebbi scheint mehr ins orange zu gehen als normal – findeste nicht auch?

Es hat aufgelockert und mein kleines nervöses Motorrda stellt sich als Fotomotiv auf.

Vorgesehen für die Nacht hatten wir das ‚Auberge Kasbah Merzouga‘, aber da ist eine Rallyegesellschaft abgestiegen und sie haben nur noch alte feuchte Zimmer. Dann versuchen wir doch mal die Residence Touristique Merzouga nebenan und nehmen dort ein Appartement für 460 MAD/Person incl. Frühstück und Abendessen.

Wie immer noch Karte und Statistik sowie ausnahmsweise mal wieder das Höhenprofil.

Trans Marokko Trail, Tag 08: Midelt

Heute gibts die Neuauflager der ‚Minenrunde‘. Eine Tour, die uns beim letztenmal ein einheimischer Motorradfahrer empfohlen hat.
Aber erstmal eine Korrektur: Das ist eine Yamaha TTR – die ohne Batterie, zum Treten! Nicht dass ich e mir mit den TTR-Fahrern verscherze 😉 .

Es geht in ein Gebiet mit bunten Bergen…

…zuerst noch auf kurvigem Asphalt.

Die starken Regenfälle der vergangenen Zeit haben der Straße nicht gutgetan. Aber für unsere Motorräder kein Problem. Wer einen normalen PKW fährt muss genau schauen und vielleicht lieber Steine unterbauen.

Uns kommt ein Overlander mit einem großen LKW entgegen. Die scheinen auch online zu sein.

Es hat offenbar die Nacht gut geregnet – die Asphaltstraße ist streckenweise eine Schlammpiste. Immer schön auf den Spuren am Rand lang.

Das ist die alte französische Bleimine, die wohl seit 1984 außer Betrieb ist…

…bis auf einige Mineure, die da mit Hammer und Meissel die kümmerlichen Reste Bleierz heraus holen.

Wir haben diesesmal nur die ersten Meter betreten – bis zum eigentlich interessanten Punkt muss man erstmal 2km geradeaus wandern.

Kurz darauf treffen wir auf Teile der Legendary Dakar, wohl eine Touristenfahrt für historische Fahrzeuge.


Die hatten offenbar Spaß.
Noch ein Blick ins Flusstal…

…und in die Geisterstadt der ehemaligen Minenarbeiter.

Wir fahren noch am Stausee vorbei – der Wasserstand ist erstaunlich gering, und wirklich was zu sehen gibts da auch nicht.

Zurück nach Midelt. In der Nähe schneebedeckte Berge.

Ich denke, wir haben alles richtig gemacht. Die alternative wäre eine Tour durch den Cirque du Jaffar gewesen – die führt aber bis 2200m hoch. Da wären wir sicher auf Schnee gestoßen. Und die Minenrunde ist auch schön.

Wie immer noch Karte und Statistik

Trans Marokko Trail, Tag 07: Outat El Haj – Midelt

Heute morgen erstmal Sprit fassen. Nebenan wird der normgemäße Reservekanister befüllt.

Es geht heute auf einer Touareg Rallye Transferetappe Richtung Midelt. Das ist eine ganz ordentliche Schotterpiste.

Gelegentlich sind Queds wie dieser zu queren.

Hopp, da springt die TT aus dem Qued.

Nach dem nächsten Stop will sie nicht mehr starten. Der Auto-Dekompressions-Bowdenzug ist gerissen!

Mein kleines nervöses Motorrad versiucht sich erstmal als Seilzugstarter – aber den 600er Single bekommen wir auf dem losen Untergrund nicht angeworfen.

Also Abstrippen und Schrauben. Ein Erstzteil ist glücklicherweise im Gepäck. Ist immer gut wenn man sein Motorrad kennt und entscheidende Teile dabei hat. Denn wir sind hoier natürlich auch mitten im nichts.

Um das hinterher zusammen zu fummeln sind fünf Hände notwendig.

Es geht dann weiter – und dann wird auch der Programmpunkt ‚typische Tierwelt‘ erfüllt.

Achtung, Kamele kreuzen!

Es kommt noch ein breiter Qued, wo auch das Wasser der letzten Überschwemmung die großen Steine nicht weggeräumt hat. Da ist richtige Spurwahl entscheidend. Klappt aber alles.

Auf einen ‚The Maroccan‘ auf halber Strecke in Missour.

Von da auf geht es dann auf Asphalt weiter nach Midelt. Aber nicht ohne einen kurzen Abstecher von der Straße für ein Showphote in den Badlands.

In Midelt wieder ins Hotel Ilmichil in der Innenstadt, das Doppelzimmer für 350 MAD.

Das entwickelt sich noch zur Bikerabsteige!

Heute gibt es für die Marokko Neulinge original Marokkanisches Essen. Der Hotel-Chef empfiehlt dafür das Restaurant Merzouga. Das gehört seinem Cousin. Verwundert das jemanden? Das Restaurant ist zwar etwas touristisch aufgemacht…

…aber das Essen ist dennoch sehr lecker. Einer der besten Salade Maroccan und Köfte Tajines. Das ist tatsächlich durchaus eine Empfehlung Wert!

Wie immer noch Karte und Statistik sowie Höhenprofil

Trans Marokko Trail, Tag 06: Guercif – Outat El Haj

Morgendlicher Abschied aus Guercif.

Es geht durch ungewöhnlich grüne Landschaft.

Die Piste ist zuende – da haben ’se ein Erbsenfeld hingebaut.

Und dafür eine solarbetriebene Bewässerung (die zur Zeit eher nicht benötigt wird).

Der alte Flüssiggasbetriebene Generator steht noch.

Aber natürlich geht es weiter. Ein netter Einheimischer weist uns den Weg, erstmal über Stock und Stein bis wir wieder die Piste erreichen.
Es geht dann bei Debdou auf Asphalt die Berge hoch. Es ist ziemlich wolkig…

…und Fünf Minuten später ist die ganze Aussicht weg.

Es geht dann in dicker Suppe den Berg hoch…

…auf der anderen Seite scheint es als wäre nie was gewesen.

Viehtransport. Gehen Sie weiter. Es gibt hier nichts zu sehen 🙂 .

Wir biegen nochmal für 85km auf den Trans Marokko Trail ab.

Die erste Hälfte ist einfach, aber dann wird es knackig.

Nein, da noch nicht. Eher hier…

…und hier.

Es gibt diverse Queds zu queren und immer wieder Auswaschungen längs und quer zur Piste. Das ist zwar einzeln alles nicht wirklich schwierig, es bedarf aber konstanter Konzentration.
Hoch gehts!

Nach dem TET stehen noch 75km Transferetappe bis Outat El Haj an. Die Strecke ist laut Straße eien RP, also Rue Provencial. Da hätte ich keine Piste erwartet, die auch immer mal fast unsichtbar wird – sondern Asphalt oder zumindest eine glatte Schotterpiste. Aber immerhin eine Gute Tat könne wir noch leisten: Die Spezialisten hatten kein Flickzeug dabei.

Der Trans Marokko Trail gibt für diesen Abschnitt ‚Remoteness‘ mit High an. Und Abgeschieden ist man hier wirklich – es gibt weit und breit so gut wie nichts. Dafür sieht es manchmal wie Monument Valley in USA aus.

Schluss ist erstmal an der ZIZ-Tankstelle in Outat El Haj – es ist inzwischen spät geworden (1900h) und zum Mittag gabs nur einen Fruchtriegel. Das Cafe mit angeschlosener Fleischerei bereitet einem Essen zu. Erstmal aussuchen:

Das ist zu Groß um Hammel, Schaf oder Ziege zu sein, muss wohl Rind sein (oder Dinosaurier?). Davon vier Portionen bitte. ergibtgegrillte Rinderhackklopse (?) mit Zwiebel-Tomaten Salat, Oliven und Brot.

Macht zwar optisch nix her, war aber ganz gut.
Übernachtung im Hotel Sotchi in der Innentadt, die Motorräder schlafen in der hoteleigenen Garage, das Doppelzimmer für 300 MAD (ohne Frühstück). Wetter war heute überwiegend bedeckt, für die Gegend zu Kalt (knappe 20°C), aber glücklicherweise trocken.

Wie immer noch Karte und Statistik, ausnahmsweise auch das Höhenprofil, ging heute bis auf 1600m und dann lange auf einer Hochebene lang.

Trans Marokko Trail, Tag 05: Nador – Guercif

Heute Morgen um 0630h kommt die Fähre in Nador an. Der Himmel ist bedeckt – und besonders über den Bergen in unsere Richtung hängen dichte Wolken. Aber wir haben Glück – es bleibt den ganzen Tag trocken und gegen Nachmittag kommt sogar gelegentlich etwas Sonne durch.

Die Abfertigung zieht sich.

Gegen 1000h sind wir aus dem Hafen raus und man kann anfangen sich um die wichtigen Dinge zu kümmern. Wie eine SIM-Karte zu kaufen…

…Geld zu holen…

…und die Motorräder zu füttern.

Es geht dann einmal durch Nador durch bis zum Marjane Supermarkt. Da gibts endlch Frühstück!

Es geht dann auf den Trans Marokko Trail. Sieht schon vielversprechend aus!

Und es hält was es verspricht.

Aussicht von Oben.

Nicht springen! Du wirst noch gebraucht!

Es ist teils ziemlich einsam!

Auf halber Strecke in Taourirt kommen wir am Cafe Hannover vorbei. In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit – wir sind ja erst gegen Mittag los gekommen – kehren wir nicht ein. Ist auch nichts besonderes.

Schluss ist heute in Guercif im Hotel Atlas (DZ 400 MAD incl. Frühstück). Dies ist keine touristische Gegend – die Auswahl an Restaurants zum Abendessen ist daher ziemlich eingeschränkt. Es gibt dann 4x Sharwana Teller im Imbiss.

Wie immer noch Karte und Statistik

Trans Marokko Trail, Tag 03 und 04:

Heute gehts auf die Fähre – und dann voraussichtich 41h auf See. Morgens nochmal Verpflegung einkaufen…

…und dann auf zu Hafen. Es warten erstaunlich viele Motorräder auf die Fähre – fast mehr als Autos und Transporter.

Es trifft dann auch bald Team zwei ein: Volkers 650er Dakar…

…und Davids Yamaha TT.

Der Boarding Prozess wurde gegenüber vereinfacht – man muss nicht mehr ins Hafengebäude, den Boardpass gibts aus mobilen Terminals bei der Einfahrt auf den Parkplatz. So gehts schnellauf die Fähre – es ist wenig los und der vereinfachte Prozess machen sich bemerkbar.

Die Kabine ist das übliche – die 4-er Kabine ist für zwei Personen gut geeignet.

Gegenüber den früheren Jahren fährt die MS Rhapsodie nun auf dieser Strecke – und die ist schöner als die von früher. Sowohl im Erhaltungszustand als auch bezüglich der Ausstattung. Und das, obwohl sie von 1996 ist und um 2004 mal untergegangen ist (im Hafen vom Marseille).
Blick auf den Hafen Sete.

Tschüss Europa!

Viel zu tun gibts auf so’ner Fähre nicht. Man kann Wasser gucken…

…bis die Sonne untergeht.

Entgegen der Angabe auf der letzten Information zur Fahrt läuft die Fähregdegen Mitternacht dann doch noch Barcelona an.

Der nächste Tag beginnt mit einem teuren Frühstück (20,50 EUR).

Auch wenn diese Fähre beser ist – die Verpflegung ist weiterhin teures schlechtes italienisches Kantinenessen. Die kriegen es einfach nicht hin, dass das Zeug heiss auf den Teller kommt.

Morgen früh sollen wir dann in Nador ankommen – und dann gehts richtig los!

Trans Marokko Trail, Tag 01 und 02: Hannover – Bourg en Bresse – Sete

Es sind die ersten zwei Tage der Anreise. Los gehts zu Hause, dann Zwischenstopp in Osnabrück. Da wird dann mein kleiner Fiat mal richtig genutzt: Alles voll.

Nochmal etwas nachtanken, damit wir es bis nach Luxemburg schaffen.

Da sieht das doch schon viel angenehmer aus. Aber bei Abahrt zuviel nachgefüllt 🙁 .

Abends in Berg en Bresse stößt Team zwei dazu:

Es gibt eine ersten Wiederseh-Abend in der Pizzeria neben dem Hotel. War leckt – auch wenn ich kein rohes Ei auf der Pizza erwartet hatte. Aber andere Länder, andere Sitten!

Am nächsten Tag gehts weiter bis Montpelier – der kleine Fiat wird dort auf dem Langzeit-Parkplatzes des Rigionalflughafens auf und warten. Weiter gehts mit den Motorräderm.

Es scheint die Sonne und es sind fast 20°C. So kanns bleiben!

Eigentlich hätte die Fähre heute Abend fahren sollen. Der Abfahrttermin wurde kurzfristig auf Morgen Mittag verlegt – und von der Fähre ist im Hafen auch noch keine Spur. Da ist Zeit, sich das Städtchen Sete mal anzusehen. Es gibt venezolanische Kanäle mitten in der Stadt…


…und eine mörderisch lange Treppe auf den Aussichtspunkt oberhalb der Stadt.

Aber der Blick lohnt sich!

Auf dem Rückweg: Freundliche Möwen…

…und ein tiefer gelegtes Boot.