Kurs Süd, Tag 26: Mals – Ellwangen

Ein Blick aufs Höhenprofil bringt es ans Licht: Heute gehts bergab!
Auf (fast) geradem Weg durch Österreich über den Reschenpass…

Reschenpass

…und den Fernpass.

Die haben mit den Pässen von gestern nichts gemein – breit ausgebaut und viel Verkehr. Dennoch war eine Trantüte aus Oldenburg der Meinung, man könne da auf den Geraden nur 50km/h fahren und in den Kurven bremst man besser auf 20 ab. Wegen viel Gegenverkahr war Überholen schwierig – aber bis zum Passende hatte ich es immerhin bis fast direkt hinter ihn geschafft. Der war das lebende Beispiel für ‘Vorne ist Stau nicht schlimm’.

Es geht dann nach Deutschland rein – erstmal nach Kempten zum Corona Test, damit ich heute in Deutschland übernachten darf und was zu esen bekomme. Unglaublich, daß das in anderen Ländern auch ohne geht.

Ich hoffe ja, daß man die Corona-Maßnahmen im nachhinein mal evaluiert – was war wirksam – was war es nicht. Denn in den verschiedenen Ländern durch die ich gefahren bis wird das  durchaus unterschieldlich gehandhabt – mit ähnlichem Resultat. Das könnte für die nächste Pandemie oder die nächste Welle wertvolle Erkenntnisse bringen. Ich fürchte aber, das will man doch lieber gar nicht so genau wissen.

Es geht weiter durch grüne Landschaft…

grüne Landschaft.

…an ‘nem Wasserrad vorbei…

Wasserrad

…und weil ich für die Rückfahrt keine Sehenswürdigkeiten herausgesucht habe müssen halt Landmarken herhalten, die zufällig am Wegesrand liegen: AKW Grundremmingen:

AKW Grundremmingen

Der verlinkte Wikipedia-Artikel enthält einen interessanten Absatz zur Wirtschaftlichkeit: “Das Kraftwerk erhielt den Status als „gemeinsames Werk“ iSd. Art. 45ff. des Euratomvertrags und erhielt daher die Befreiung von direkten Steuern und Zöllen. Zusätzlich wurden aus dem US-Euratomprogramm ca. 30 Mio. DM zur Verfügung gestellt. Ohne diese Euratom-Unterstützungen wären die Baubeschlüsse schwerlich zustande gekommen”.

Es geht heute bis nach Ellwangen im Allgäu, wo der Tag mit einem Spaziergang am See…

See

…und schwäbischen Maultaschen endet.

Bleiben noch Karte und Statistik für heute:

Karte
Statistik
Höhenprofil

Kurs Süd, Tag 25: Gardasee – Mals im Vinschgau, Südtirol

Heute geht es über den Alpenhauptkamm – also hoch hinaus. Aber erstmal durchs Ledrotal:

Ledrotal

Weiter sollte es über den Crocedomini-Pass Richtung Stilfser Joch gehen. Unerwartet ist der aber geschlossen. Das ahnt man als Flachlandindianer ja nicht, daß Pässe geschlossen sein könnten – oder doch – denn fürs Stilfser Joch, die höchste Stelle heute, habe ich das vorab gecheckt.

Sowas bringt in den Bergen mal schnell 100km Umweg, und wenn man sich dann noch ver-navigiert wirds noch mehr 🙂 . Auf der Karte unten hätte es eigentlich das kurze rote Stück lang gehen sollen – statt des großen blauen Bogens.
Aber wie dem auch sei – schöne Ausblicke auf die Dolomiten gibts!

Dolomiten

Die Sertao II will auch mit drauf!

Dolomiten

Es liegen dann heute einige andere Pässe auf der Strecke als geplant:

Passo Campo Carlo Magno
Passo del Tonale
Passo Mortirolo

Und der Spitzenreiter:

Passo dello Stelvio

Da hats noch ordentlich Schnee, aber die Straße ist frei.

Schnee

Schluß ist heute in Mals – kurz vor Österreich. Auch da hat man Internet mit Glasfasern neu verlegt durch Asphaltfräsung. Wäre ja alles kein Problem, wenn man das hinterher wieder anständig zumachen würde.

Asphaltfräsung

Bei so einer zentimetertiefen Rille muß man beim Fahren schon aufpassen – das Vorderrad paßt genau hinein.

Da ist jedenfalls Alpenidylle aus dem Bilderbuch:

Alpenidylle

Und das Hotel heißt natürlich Edelweiß (aber innen allen neu und schick renoviert).

Edelweiß

Der Bauer stellt stolz die Auszeichnungen seines Braunviehs aus…

Braunvieh

…und im Schaukasten daneben hängt neben der Gottesdienstordnung der nächsten Wochen einträchtig der Terminplan zum Kälber-Sameltransport (jeden 2. Montag um 0700h vorm Feuerwehrhaus) und vom örtlichen Pizza-Bringdienst (jetzt neu: Auch Hamburger mit Pommes).

Bleiben noch Karte und Statistik für heute:

Karte
Statistik
Höhenprofil

Kurs Süd, Tag 24: Gardasee Runde Nord

Es geht heute – na wohin?
In die Berge nördlich vom Gardasee.

Berge

Ist alles grün hier!

Berge

Am Nachmittatg ist ‘ne Strecke Regen dabei…

Regen

…aber bei guten 20°C ist das halb so schlimm. Und die Sonne kommt dann auch bald wieder raus.

Sonne

Bevor es weitergeht – Zum Abschied Abendstimmung vom Gardasee.

Abendstimmung

Bleiben noch Karte und Statistik für heute:

Karte
Statistik
Höhenprofil

Kurs Süd, Tag 23: Monte Baldo Runde

Heute eine kurze Runde um den Monte Baldo. Erstmal die Uferstraße lang.

Uferstraße

Da ist grad frisch asphaltiert. Ob das so die ideale Methode ist die Bäume einzuasphaltieren?

frisch asphaltiert

Dann gehts in die Berge

Berge
Berge

Was guckst Du?

Was guckst Du?

Da müssen wir wieder rauf!

wieder rauf

Die Sertao II ist schon ganz glücklich, daß hier nicht überall Steinhaufen rumliegen, die man sich anschauen kann. Und es ist wiklich weniger – aber etwas gibt doch!
Schau – die haben extra einen Parkplatz für dich eingerichtet, damit du auch was lernst!

Parkplatz

Denn das ist die Sito Archeologico San Zen de l’Oselet. In dieser Kirche…

Kirche

…haben’se die Mauern einer römischen Villa ausgegraben, die einst mit unverbaubarer Aussicht zum Gardasee stand.

römische Villa

Bis’se da irgendwann ‘ne Kirche drüber gebaut haben.

Bleiben noch Karte und Statistik für heute:

Karte
Statistik
Höhenprofil

Kurs Süd, Tag 22: Drei Seen Runde

Der morgendliche Blick aus dem Fenster zeigt anständiges Wetter – und die Natur auf der Alm ist laut und die Kühe bimmeln mit Ihren Glocken.

Blick aus dem Fenster

Es geht heute auf eine Runde an drei Seen vorbei: Gardase, Lago Di Ladro und Lago D’Idro.
Aber erstmal runter von der Alm.

runter von der Alm

Auf der anderen Seite gehts dann wieder in die Berge…

in die Berge

…bis auf den Passo Maniva auf 1650m.

Passo Maniva

Heute alles sehr schön fahrbare Strecke und abgesehen von einem Schauer auch ordentlcihes Wetter zwischen heiter und wolkig.
Es ging dann noch an einem Lost Place vorbei: Die Miniera Torgola

Miniera Torgola
Miniera Torgola

Ist schon ziemlich baufällig, weit reingetraut habe ich mich da nicht.

Miniera Torgola
Miniera Torgola

Schluß ist dann heute direkt am Gardasee:

Gardasee

Bleiben noch Karte und Statistik für heute:

Karte
Statistik
Höhenprofil

Kurs Süd, Tag 21: Auf See – Genua – Gardasee

Morgns um 0800h legt die Fähre in Genua an. Dann heisst es einmal durch Genua – Verpflegung für den Tag besorgen. Und zum Hinterausgang raus. Ich habe mir eine kleine gelbe Straße über die Berge im Hinterland von Genua rausgesucht statt die Autobahn zu nehmen. Es geht gleich in die Berge.

in die Berge

Die Straße wird schmaler…

schmaler

…und irgendwann endet der Asphalt.

endet der Asphalt

Dafür wächst dann Gras in der Mitte 🙂 .

Gras

Mit einer sooooo kleinen Straße hatte ich bei der Planung nicht gerechnet – sie fürhrt durch den Parco Naturale Regionale dell’ Antola. Und Natur haben sie da.

Natur

Irgendwann wurde die Straße dann wieder breiter, dafür setzt Regen ein, der mich in Form wiederkehrender Gewitterschauer heute den ganzen Tag begleiten wird.

Regen

Na sowas schon wieder!

Straße gesperrt

Aber da passen wir durch! Und wir sind ja leicht, uns wird die baufällige Brücke schon noch aushalten!

Straße gesperrt

Die kleinen Straßen zu Beginn haben ziemlich aufgehalten – damit ich heute das Ziel noch erreiche habe ich dann ein Stück Autobahn eingeschoben. Davon gibts keine Fotos – aber eines vom Zielgebiet: Beim Monte Baldo am Gardasee.

Monte Baldo am Gardasee

Das werd ich mir morgen mal genauer ansehen.

Bleiben noch Karte und Statistik für heute:

Karte
Statistik
Höhenprofil

Kurs Süd: Fazit Sardinien

Nun habe ich eine gute Woche Sardinien kreuz und quer durstreift. Zeit für ein kurzes Fazit:

Es ist ähnlich wie Korsika ein Felsen im Meer – aber größer, dafür nicht so hoch. Es ist weniger dicht besiedelt – auch in den Küstenregionen meist erträglicher Verkehr. Sardinien hat eher Mittelgebirgscharakter, nicht wie Korska Hochgebirgscharakter. Daher sind auch die kleinen Straßen oft gut fahrbar und nicht so stokelig.

Das ganze lebt auch sichtbar vom Tourismus, geballt natürlich an der Küste, auch wenn es keine Touristensilos gibt. Es sind viele Motorradfahrer unterwegs – nicht nur Touristen, auch Eiheimische, die auch gerne auf groß motorisieten Rollern. Autofahrer sind jedenfalls an Zweiradfahrer gewohnt und erwarten von denen überholt zu werden – was sie auch ermöglichen.

Was sich nicht verstanden habe ist die Geschwindigkeitsbeschilderung. Die ist völlig irrsinnig. Immer wieder stehen an der Landstraße 50er Schilder, bei Baustellen auch gerne mal 20er oder gar 10er- auch wenn da nur eine kleine Straßenverengung ist weil der Rand der Straße etwas abgesackt ist. Und tatsächlich hält sich auch keiner dran – nicht mal ansatzweise. Die Schilder könnte man genauso gut weglassen.

Die großen Hauptstraßen sind in der Regel in gutem Zustand, und viele der kleinen Straßen auch. Aber garde in den Bergen muß man mit Dreck auf der Straße Rechnen, manchmal auch Kühe. Aber Viehzeugs wesentlich seltener als in Korsika.
Tankstellen gibts es reichlich, oft auch mehrere beieinander. Oft Automatentankstellen – meine Mastercard Debitkarte haben die alle genommen, sofern überhaupt Karten angenommen werden. Bei den meisten nimmt der Tankautomat auch Geldscheine an.

Und Crona so? Man braucht halt ‘nen PCR Test fürs Übersetzen und eine Online-Anmeldug. Ansonsten tragen alle ordentlich Maskem im Supermarkt, im Freien rutscht die allerdings gerne mal ans Kinn. Ansonsten ist Sardinien weiße Zone – Restaurants und Hotels und Läden haben normal geöffnet. Außer Masken ist alles wieder weitgehend normal.

War jedenfalls sehr angenehm ganz  mal wieder ganz normal im Restaurant zu essen!

Kurs Süd, Tag 20: Bari Sardo – Olbia – auf See

Heute geht es die SS125 hoch – unter bedecktem Himmel.

SS125

Es gibt in der Ferne Gewitter – dem fahre ich aber erstmal hinterher. Teils ist die Straße naß.
Später erwischen mich zwei Regenschauer – bei dem ersten war grad eine überachte Bushaltestelle bei der Hand – und der zweite kam beim tanken. Glück gehabt.
Nochmal ein Blick an den Strand…

Blick an den Strand

…aber ohne Sonne sieht das alles grau in grau aus.

Blick an den Strand

In Olbia liegt die GNV Majestic.

GNV Majestic

Zuerst war ich mir nicht ganz sicher – aber doch – mit dem Kahn bin ich schon nach Marokko geschippert. Nach dahin fährt Coronabedingt grade nichts – da setzen die die wohl innerhalb Italiens ein. Ausgebucht war die aber bei weitem nicht – im Gegenteil, es war so gut wie nix los.
Für die Sertao II gibts Sammelunterkunft im unteren Deck,

Sammelunterkunft

und bei mir hat es für eine Kabine mit Seeblick gereicht – es gibt da grad gute Sonderangebote.

Kabine

Der Lotse veläßt das Schiff

Lotse

und dann heißt es tschüß Sardinien!

tschüß Sardinien

Bleiben noch Karte und Statistik für heute:

Karte
Statistik

Kurs Süd, Tag 19: Osini Vecchio

Es geht heute nur eine kurze Runde nach Osini Vecchio. Das ist ein seit ca. 60 Jahren nach einer Überflutung verlassenes Bergdorf.

Osini Vecchio

Wie man sieht, ist es nicht mehr völlig verlassen – einzelne Häuser die nicht zu stark beschädigt wurden sind inzwischen wieder Instandgesetzt. Aber das ist die Ausnahme.

Osini Vecchio

Die Natur holt es sich zurück.

Osini Vecchio

Zwischzendurch kommt noch eine Oldtimerrallye des Weges.

Oldtimerrallye
Oldtimerrallye

Und wie war das doch gleich – die Sertao II mag Funkanlagen 🙂 .

Funkanlage

Am Wegesrand: Distelblüte

Distelblüte

Den Schmetterling habe ich leider nicht im Flug erwischt – die innenseite der Flügel sind leuchtend gelb.

Distelblüte

Und den Rest des Tages steht die Sertao auf dem Parkplatz – und ich am Strand 🙂 . Aber das Wasser ist noch deutlich kalt!

Strand

Bleiben noch Karte und Statistik für heute:

Karte
Statistik

Kurs Süd, Tag 18: Ostküste

Es gibt heute eine Runde an der Ostküste. Zuerst an den Strand von Arbatrax zum Rocce Rosse – der rote Felsen steht da am Strand.

Rocce Rosse

Ob das Loch natürlich ist?

Rocce Rosse

Nicht weit von der Küste gehen die Berge los und da wartet das nächste Stück SS125 auf die Sertao II.

SS125

Ich glaub, die will sie übermorgen auf dem Weg zur Fähre nochmal fahren.
Weiter gehts zum Fische gucken:

Fisch

In der Surgenti Su Gologne – der größten Karstquelle aus Sardinien. Da aus dem bläulich / grünlich schimernden Loch tritt das Wasser aus…

Surgenti Su Gologne

…und fließt fort.

Surgenti Su Gologne

Ja – ich weiß! Aber Sardinien ist nicht Island!
Weiter durch die Berge gehts nach Orgosolo. Ein ‘Banditennest’, heute bekannt für seine Murales (Wandmalereien).

Orgosolo
Orgosolo
Orgosolo

Dazu hat Silencer 137 alles wissenswerte geschrieben und fotografiert, besser als ich es jemals könnte. Lest einfach dort (runterscrollen).
Zum Schluß noch über Sardiniens höchsten Paß: Correboi.

Correboi

Da müssen wir wieder runter 🙂 .

Correboi

Über den Tag hat sich der Hotelparkplatz überraschend gefüllt!

Hotelparkplatz

Bleiben noch Karte und Statistik für heute:

Karte
Statistik
Höhenprofil