Zum 33. Enduro-Treffen…

…lädt auch dieses Jahr wieder der XT-Club Emmingen ins Schützenhaus von Alvern (bei Munster) ein. Leider konnte ich letztes Jahr nicht dabei sein – aber dieses Jahr klappt es wieder. So geht es am Freitag Nachmittag mit Thomas und Sanne los Richtung Norden, auch wenn die Wetteraussichten für den Samstag alles andere als rosig sind:

Wettervorhersage

Und mit dem Autoverkehr stimmt heute auch was nicht – nach Großburgwedel ist kein reinkommen – daher kurzentschlossen über die Autobahn nach Celle ausgewichen – wo wir dann vor Celle im Stau stecken!

Thomas` Husky mag das gar nicht und kommentiert den Stop- and Go Verkehr mit Dampfblasenbildung im Benzin, das es ihrem Fahrer vor die Füße kotzt 🙂

Husky 701

Da hilft erstmal nur abkühlen lassen und im folgenden alle größeren Orte weiträumig umfahren und Schleichwege nutzen!

Eisenbahnlängsweg

Thomas` 701 hat übrigens letztens einen Rallyevorbau von Rade Garage bekommen – sieht echt schick aus. Dazu wird er sicher bei Gelegenheit noch was schreiben.

So kommen wir später als erwartet – aber über schönere Strecken als geplant – an. Ich hol meinen neuen Campingstuhl raus, der mich auf der kommenden Skandinavienreise begleiten soll. Und siehe da, Thomas hat das Original von Helinox dabei (links):

Helinox

Mein NoName Stuhl hält sich erstaunlich eng ans Original – allerdings paßt das dunklere Blau des Gestells besser zum Yamaha Blau meines kleinen nervösen Motorrades. Ich hoffe dann mal, dass er für 1/4 des Preises nicht auch nur 1/4 so lange hält – aber auf den ersten Blick sind im direkren Vergleich keine Schwachstellen ausmachbar.

Für morgen wird das Tripmeter wieder benötigt – und auf der Hinfahrt ist der Wackelkontakt im Zusatzdisplay wiederaufgetreten. Das noch schnell mit etwas untergeklemmten Papier verarztet:

Zusatzdsiplay

Die Tour am Samtag hats überlebt, aber am Sonntag hats wieder Aussetzer gehabt. Hab daher jetzt eine neue Displayplatine bestellt…

Zum Abend ist die Zeltwise schon gut gefüllt:

Zeltwiese

Unsere Zelte stehen rechts am Rand beim Weg – so ist beim Sonntag erwarteten Regen fester Grund schnell erreicht, außerdem ist es leicht nach links abschüssig.  Es wird dann Zeit fürs Abendprogramm:

Abendprogramm

Das Wetter hält sich nicht an seine Vorhersage. Am frühen Sonntagmorgen geht ein schweres Gewitter nieder. Ich sach doch: Augen auf bei der Zeltplatzauswahl:

Augen auf bei der Zeltplatzauswahl

Aber wir haben ja die Feuerwehr mit auf dem Gelände – dauert nicht lang, da kommen die zum Abpumpen…

Feuerwehr

…aber nicht hier, sondern im Nachbarort wo es eine Straße überflutet hat.

Pünktlich zum Start der Roadbooktour hat sich das Wetter beruhigt – und es bleibt auch den ganzen Tag trocken und gelegentlich kommt sogar mal die Sonne raus.

Da die Tour ja nicht auf Zeit gefahren wird, man aber am Ende trotzdem eine Wertung haben will sind diverse Aufgaben zu erledigen. Am Start ist aus den in der Küche bereitgestellten Zutaten…

Zutaten

…durch den Motorradkellner ein Frühstück nach vorgegebener Menukarte zu servieren. Wohl bekommts!

Frühstück

Dann gehts aber ab ins Grüne!

ins Grüne

Der Club hat in altbewährter Tradition wieder schöne Strecken rasugesucht. Es hat eben auch Vorteile, wenn man in einer dünn besiedelten Gegend wohnt, die zudem zum großen Teil von militärischem Übungsgelände bedeckt ist 🙂

ins Grüne

Dann gibts wieder was für die Wertung zu tun: Blindverkostung…

Blindverkostung

…dumm nur daß zwischenzeitlich der Gast verdurstet ist :-). Was bestellt er auch so komplizierte Sachen.

verdurstet

Weiter gehts – die Wege sind gut nass und matschig – und manche Pfütze tiefer als gedacht. Oder läuft das hier schon unter ‘Wasserstraßen’?

tiefer als gedacht

Wir müssen dann schon wieder was für die Wertung tun: Einen engen Parkours möglichst langsam fahren…

langsam fahren

…bevor es nach dem Mittagessen weitergeht…

und wir Spuren hinterlassen.

Spuren

Immer den Pfeilen hinterher – hier sind wir richtig!

den Pfeilen hinterher

Am Ziel dann noch eine letzte Aufgabe: Die Flaschen mit dem Wagen umwerfen und dabei so wenig Wasser wie möglich verplempern:

Flaschen umwerfen

So können wir dann noch die Nachmittagssonne genießen – und dabei kann das eine oder andere Stück trocknen…

Nachmittagssonne

…während wir und um den Kuchen kümmern.

Kuchen

Zu fortgeschrittener Stunde kommts zur Siegerehrung

Siegerehrung

wo es dem kleinen nervösen Motorrad zu einem mittleren Platz (31) gereicht hat. Bei den Sonderprüfungen haben wir ganz gut angeschnitten – haben aber doch die Mehrzahl der stummen Durchfahrtskontrollen übersehen, die den Schnitt senken.

Macht aber nix – am Lagerfeuer ist es auch schön 🙂

am Lagerfeuer

Am Sonntag ist dann nach dem wie üblich umfangreichen Frühstück die Rückfahrt angesagt, die diesesmal wie geplant statt finden kann – zumindest weitgehend. Beim Tanken schaut mich an Thomas` Hinterrad ein Punkt an:

Nagel

Der Reifen scheingt noch dicht, aber besser raus damit, bevor er sich bis zum Schlauch vorgearbeitet hat.  War dann doch länger als gedacht und es zischt:

Nagel

Also am Sonnatg nochmal schnell eine Reifenreparatur hingelegt – hat gut geklappt!

Reifenreparatur

Und nun heist es warten bis zum nächsten Jahr!

Der Vollständigkeit halber noch die Karte (drei Tage)  und Statistik (für Samstag)

Karte
Statistik

Ich hatte dieses Jahr…

…die große Harzrunde noch gar nicht. Da bot sich doch der gestrige Tag an: Warm und Sonnig und kein Wochenende.

Dass im Nationalpark Harz der Borkenkäfer fleißig die Fichten dezimiert ist ja ein alter Hut, in anderen Gebieten macht das dafür der Harvester: Holz soweit das Auge reicht!

Fichten

Noch eine Pause auf dem Torfhaus…

Torfhaus

…und auf dem Rückweg spontan nochmal die Strecke geändert um die Stadtdurchfahrung zum Feierabendverkehr zu vermeiden – hätte mir aber ruhig auch eher einfallen können 🙂 :

Karte
Statistik

Übers Pfingstwochenende gings…

…mit den Burgdorfern hoch in den Norden…

nordwärts

…an die Küste:

Küste

Da haben ‘se kein Wasser nich…

kein Wasser

…warnen aber trotzdem vor gefräßigen Wellen

Welle

In Otterndorf gibts ‘ne steife Brise…

steife Brise

und Elbabwärts aufwärts fahrende Schiffchen.

Elbabwärts

Und in Cuxhaven gibts toten Fisch…

Fisch

…aber (dieses Jahr) kein Fischerfest.

Wie immer noch Karte und Statistik dazu – für Hin-und Rückweg zusammengefaßt:

Karte
Statistik

Hallo Telefonica, E-Plus, Aldi-Talk…

…für die Schwarzwald-Tour hatte ich mir Datenvolumken gegönnt -das hatte ich bisher nur auf meinen Afrika-Touren mit jeweils loakeln SIM-Karten gemacht.

Mir war klar, daß das Telefonica, E-Plus, Aldi-Talk Netz in Deutschland schlecht ist – aber daß es im Schwarzwald so schlecht ist, hatte ich nicht geahnt. Nun liegen Campingplätze nicht in den großen Städten, dennoch hatte ich für eine touristisch gut erschlossene Gegend ausreichend schnelle Mobilfunkabdeckung (mindestens HSPA) erwartet. Aber was es gibt ist allenfalls EDGE mit völlig unzureichender Daterate, so daß intraktive Anwendungen ständig in Timeouts laufen. Praktisch ist das unbenutzbar!

Wenn ihr das lesen würdet (was ihr nicht tut) und seriöse Firmen wärt (was ihr nicht seid) würdet Ihr mir den Preis erstatten…aber darauf brauche ich nicht zu hoffen.

Ich bin auf meinen Touren durch Afrika durch wesentlich dünner besiedelte Landstriche als den Schwarzwald gefahren – hatte dort aber eine wesentlich bessere Netzabdeckung. So hat man z.B. in der Auberge Dinosaur, die ziemlich mittig an der Piste von Zagora nach Merzouga in der Sahara an der algerischen Grenze liegt und wo tatsächlich im Umkreis von 50km nichts weiter ist noch Empfang mit ausreichender Datenrate.

Und an die Bundsregierung: Man kann nicht auf der einen Seite die desolate Mobilfunktinfrastruktur tränenreich bedauern und auf der anderen Seite über Milliardenbeträge aus der Mobilfunkfrequenzauktion frohlocken. Die Stand heute 6,2 Milliarden EUR aus der aktuellen Auktion fehlen für den Netzausbau und werden im Endeffekt von den Kunden bezahlt. So zementiert man nur Deutschlands Spitzenplatz mit dem schlechtesten und teuersten Mobilfunknetz Europas.

Schwarzwald Tag 9: Knüllwald – Hannover

Das letzte Stück ist heute bis Mittag geschafft. Und es geht durch bekannte Gefilde – Kurviger.de hat fast dieselbe Strecke rausgesucht wie beim letztenmal 🙂 . Schaut halt dort.

Dennoch ein Bild:

Das Leben ist kein Ponyhof – aber es schadet auch nicht, wenn man auf einem lebt, oder?

Schwarzwald Tag 8: Wolfsbachtal – Knüllwald

Heute geht es auf den Rückweg. Zuerst den Rest Schwarzwald, dann sanft hügelige Landschaft bei Sonnenschein und 30°C. Da ist die Devise: Besser nicht anhalten 🙂 .

hügelige Landschaft
hügelige Landschaft

Im Odenwald hat Kurviger.de wieder einige ausgewiesene Motorradstraßen herausgesucht

Motorradstraße

Vorbei gehts an der Rekonstruktion eines Limesturmes…

Limesturm

…und bei Seligenstadt über den Main:

Mainfähre Seligenstadt

Bleiben noch Karte und Statistik für heute:

Karte
Statistik

Schwarzwald Tag 7: Niedereschach – Wolfsbachtal

Heute geht es noch eine Runde durch den Schwarzwald. Die Landschaftsfotos kennt Ihr alle schon – daher hier heute nur einige Butterblumen

Butterblumen

und Eis vor Schwarzwaldhintergrund 🙂

Eis vor Schwarzwaldhintergrund

Es ist heute erstmal wieder sommerlich sonnig, am Nachmittag rotten sich dann dunkle Wolken zusammen:

dunkle Wolken

Da muss ich durch!

Da muss ich durch!

Das gab dann auch die erwartete Dusche, daher gabs im Wolfsbachtal dann wieder ein Zimmer, da können die Klamotten bis morgen trocknen. Diesesmal ein Riesenzimmer mit eigenem Balkon:

Riesenzimmer

Das ist das Black Forrest Family Appartment, vormals Gasthaus zum Letzten G’Stehr. Ein Schwarzwaldhotel aus den 1970er Jahren mit erheblichem Modernisierungsstau. Braune Badfliesen sind halt nicht mehr modern. Und die Möbel haben auch ordentliche Gebauchsspuren – aber alles sauber. Das ist jetzt wiedereröffnet unter ungarischer (?) Leitung und bietet günstig Übernachtungen an (30 EUR für ein EZ mit Frühstück, Abendessen 10 EUR extra). Adresse: Wolftalstraße 17, 77776 Bad Rppoldsau-Schapbach.

Bleiben noch Karte und Statistik für heute:

Karte
Statistik

Schwarzwald Tag 6: Niedereschach – Schwarzwaldrunde

Heute gibt es noch eine Runde durch den Schwarzwald. Bei strahlendem Sonnenschein und fast 30°C geht es über große und kleine Straßen

Straße

Zuerst sehen die touristischen Pfichtziele an: Titisee

Titisee

und Schluchsee

Schluchsee

Es ist Sonntag, es ist gutes Wetter, es sind viele Ausflügler unterwegs – und es sind noch mehr Motorräder auf den Rädern. Entsprechend überlaufen ist es an diesen Zielen. Aber auch sonst sag ich mal, muß man das nicht haben. Kan man genauso gut weglassen.
Da ist doch der Blick ins Tal irgendwo im Hinterland schöner:

Blick ins Tal

Oder der Blick auf die Wasserräder der Hexenlochmühle

Hexenlochmühle

bei der Verkostung der namensgebenden Torte

Schwarzwälder Kirschtorte

Wir nutzen Touratechs Campingwiese einfach einen Tag länger – und erwartungsgemäß wurde die mobile Infrastruktur nicht am Sonntag abgebaut. Fühlt sich so anders an – alles so leeeeer hier!

alles so leeeeer hier

Bleiben noch Karte und Statistik für heute:

Karte
Statistik

Schwarzwald Tag 5: Niedereschach Touratech Travel Event

Heute ist ein fast nicht Fahrtag.
Der Metzler Elefant wacht schon früh morgens über das Veranstaltungsgelände

Metzler Elefant

während es für mich nach dem Frühstück erstmal zum Vortag Westafrika von Maximilian Heller geht. Das war leider Etikettenschwindel, denn es ging um Marokko, Mauretanien und Senegal. Und währen man Senegal mit gutem Willen zu Westafrika zählen kann, ist der Rest klar Nordafrika. Dennoch wars interessant und er hatte schöne Bilder, Inforationen für ene Westafrikaquerung im Rahmen von ‘In 90 Tagen von Hanover nach Kapstadt’ gabs aber nicht.
Zum Mittag hatte ich mir dann eine Probefahrt auf der brandneuen Yamaha Tenere 700 gesichert (erhältlich ab Herbst):

Yamaha Tenere 700

Aber erstmal mußte in Anbetracht des knalligen Sommerwetters das Futter aus den Motorradklamoten. Ich hoffe es bleibt so, daß ich das die Tage nicht wieder einbauen muß.

Sommerwetter

Aber zurück zur Tenere 700:

Tenere 700

Das ist ein Motorrad das nicht dem Trend zu Schwerer, Stärker, Schneller folgt, sondern stattdessen sich aufs notwendige beschränkt:
70PS, 204kg vollgetankt für <10kEUR sind schonmal interessante Daten, die es als einen der wenigen möglichen Nachfolger für die Sertao II qualifizieren.
Fahren tut es erwartungsgemäß sehr gut, der zusätzliche Zylinder und die zusätzlichen 20PS bei gleichem Gewicht machen sich deutlich bemerkbar. Es liegen ca. 20 Jahre Entwicklugszeit zwischen den Modelle – und das ist deutlich spürbar. Das Fahrwerk ist (im Vergleich zur Sertao II) straff abgestimmt und die Zweischeibenbremse packt (gefährlich) kräftg zu. Die Probefahrt hat aber auch einen Nachteil gezeigt: Der Zweizylindrmotor baut breit und der Kupplungsdekckel steht raus, so daß ich da mit der Wade gegenkomme:

Kupplungsdekckel steht raus

Der Tacho ist – sicher dem Zielpreis geschuldet – häßlich und nicht zeitgemäß. Ich hätte da lieber 1 oder 2 analoge Anzeigen gesehen – auch wenn die aktuelle Mode da ein Farb-TFT fordert.

Tacho

Warum er aber völlig sinfrei platzverschwenderisch hochkant angebaut ist erschließt sich mir nicht. Im Querformat hätte man darüber Platz für ein Navi im Hohkantformat. Aber vermutlich bin ich da nur komisch – die meisten Navis sind ja konsequent im Querformat gebaut. Vermutlich bin ich eine Ausnahme, wenn ich wisse will was vor mir ist statt links und rechts neben mir.
Naja – wie dem auch sei, als Nachfolger für die Sertao II in einigen Jahre gibt es hoffetlich einige Gebrachtangebote davon und dann kommt die in die engere Wahl.

Zum Nachmitag konnte ich mir noch die Fertigung anschauen – ausgestattet mit nagelneuen Rohrbiegemaschienen und Laser-Blechbearbeitungszentren. Schon beeindruckend! Die Motage ist ziemlich eng und vol ausgelastet – allein für BMW bauen die 400 Koffer pro Tag. Man muß sich wundern, wer die alle kauft…

Abends gibts wie üblich einen Reisevortrag (Joe Pichler) und Livemusik, vorher läßt sicher der Tourtech Vorstand aber die Chance auf eine Ansprache nicht entgehen 🙂

Bleiben noch Karte und Statistik für heute:

Karte
Statistik