Petter PAZI Stationär-Dieselmotor – erster Start nach 20 Jahren

Ich habe seit über 10 Jahren einen alten Stationärmotor im Lager stehen – und vorher stand er auch schon mindestens 10 Jahre in einem vergessenen Überseecontainer rum:

Motor
Motor

Das ganze war mal ein Stromgenerator für ein Radargerät von Decca – ziemlich sicher gedacht für das britische Militär. Der elektrische Generator war ursprünglich auf den Schienen rechts neben dem Tank montiert.

Decca

Der wurde irgendwann mal abgebaut – es sind jetzt nur noch der Dieselmotor mit Gebläse (luftgekühlt), Schwungrad und Riemenscheibe im Rahmen und der Tank oben drauf vorhanden.

Petter PAZI

Der Motor ist ein 2,5 PS Dieselmotor von Petter, England.

Nun wollt ich aber doch mal sehen, ob der vielleicht sogar noch läuft. Gestartet wird der per Kurbel – erst auf Touren bringen und dann den Dekompressionshebel schließen. Damit mit dem alten Sprit überhaupt was zündet, bekommt er zur Starterleichterung etwas Bremsenreiniger (das Startpilot Spray für Arme) in den Luftfilter.

Beim ersten  Versuch gabs immerhin schon einigw Rauchwölkchen, beim zweiten Versuch hat’s dann geklappt.  Die Kurbel hätte ich gleich abziehen sollen – und geschickt wäre es gewesen, den Auspuff in Richtung Tor auszurichten. Denn ein Nichtraucher ist das nicht grade – auch wenn der dickste Qualm nur in den ersten Sekunden raus kam.

Abgestellt wird der über einen Hebel an der Einspritzpumpe – das hat glücklicherweise auch geklappt, denn allzu lange wollte ich den nicht laufen lassen. Bevor man den länger in Betrieb nimmt ist sicher ein Ölwechsel sinnvoll – und vielleicht auch frischer Diesel.

Der Fiat Doblo…

…pinkelt hier auf den Hof.  Und zwar süßlich – also ist es Kühlwasser. Ich mußte schon länger immer mal geringe Mengen nachfüllen – aber es war nie was zu sehen. Aber diesesmal gabs auf der rechten Motorseite auf halber Höhe Flüssigkeitsspuren.

Also mal an den Schläuchen gewackelt – und schwupps – hatte ich einen in der Hand!

Kühlerschlauch

Da ist ein Kunstoff-Schlauchstutzen am Thermostatgehäuse abgebrochen. Noch dachte ich, das sei keine große Sache – fahren kannste damit jetzt ‘eh nicht mehr, also tauschte mal schnell den Thermostat.

Damit man überhaupt drankommt, muß man erstmal die Batterie samt Halter und den Luftfilter mit den ganzen Ansaugrohren ausbauen. Dann lassen sich die Schläuche am Thermostat und die obere Schraube lösen. Vor der unteren ist aber der Kühler für die Abgasrückführung angebracht – der muß also auch noch weg. Und eh man da dran kommt, darf man die halbe Ansaugbrücke abschrauben. Wenn ich das geahnt hätte!

Alles ab

Da isser, der Übeltäter. Rechts das neue Teil, noch mehr aus Plastik als der alte.

Thermostat

Da glänzt das neue Teil am Motor. Nun ‘nur’ noch alles rückwärts wieder einbauen!

Thermostat

Und wo ich schonmal dabei war, gleich noch den Luftfilter gewechselt. Das wurde wohl die letzten Inspektionen ausgelassen:

Luftfilter

Was man dem Monteur nicht verübeln kann. Denn um den Filtereinsatz zu wechseln muß man die Batterie samt Halter, die ganzen Ansaugschläuche und dann den Luftfilterkasten selbst ausbauen. Im montierten Zustand kann man den Filtereinsatz nicht wechseln, weil der Luftfilterkasten statt mit Verschlußklammern zugeschraubt ist. Und eine der drei Schrauben ist von der Karosserie verdeckt.

Um Wartungsfreundlichkeit hat sich da keiner Gedanken gemacht. Da gings bei der Entwicklung wohl nur darum, wie bekommt man das ganze Zeugs in den Motorraum!

Und es kommen harte Zeiten für den lokalen Handel:
Ich hätte den Luftfilter eigentlich am Donnerstag Nachmittag – nachdem ich den Bedarf entdeckt hatte – im lokalen Autozubehörladen bestellt – da hätte ich ihn dann Freitag Mittag abholen können. Da der aber coronabedingt geschlossen ist, habe ich den Luftfilter beim erstbesten Online Versand bestellt – 5,50 EUR + 5,95 EUR Versand mit GLS. Bestellt Donnerstag gegen 1600h, geliefert Freitag 0945h. Das hätte der lokale Händler nicht schneller gekonnt – und preislich dürfte es aufs selbe rauskommen.
Ich bin nur froh, kein Ladengeschäft zu betreiben!

Eine schnelle Runde…

…durch den Elm.

Aber erstmal tanken. Und dabei die Dosenschlange bewundern, die im Stau zweispurig um die Waschanlage steht (das ist das große Glasgebäude im Hintergrund). Es scheint nichts wichtigeres zu geben als dass die Dose beim ersten Sonnenstrahl gewaschen wird.

Waschanlage

Die Sertao II weiß da allerdings sehr wohl was wichtigeres. Die Sonne ist schließlich frühlingshaft, auch wenn die Natur davon noch nichts mitbekommen hat.

Frühlingshaft

Im Elm ist davon nichts mehr zu sehn. Es liegt noch Schnee, aber die Straßen sind frei und die Sonne scheint.

Elm

Hey! Nicht abbeißen!  Das ist mein Schokobrötchen. Du kriegst doch gleich Benzin!

Schokobrötchen

Bleiben noch Karte und Statistik:

Karte
Statistik

Ridin’ in the Rain

Nach gefühlt wochenlang anhaltendem Schmuddelwetter mit Schneematsch, Schneeregen und Glatteingefahr gab es einen Wärmeeinbruch. Das läßt die Sertao nicht ruhen – Regen macht ihr nichts. Und das mir der was macht, spielt da keine Rolle 🙂 .

Ridin’ in the Rain

Komm schnell…

…einkaufen fahren, denn die Sonne scheint! Ich kenn da einen Aldi weit weg, damit es sich auch lohnt!

Aldi

Erstaunlich: Eine Woche nur Regen oder Schneeregen bei ca. 0°C – und heute 10°C bei Sonnenschein. Aber keine Angst, das war eine Ausnahme. Für die nächsten 10 Tage ist wieder kaltes Schmuddelwetter vorhergesagt.

Sag Tschüß zu 2020

Noch einmal Sonne dieses Jahr. Komm – sag Tschüß zu 2020!

Tschüß 2020

Gar kein Schnee dieses Jahr?
Schnee hatteste doch dieses Jahr schon auf Island!

Schnee
Schnee

Der war ja alt – der zählt nicht!
Na – dann gibts dieses Jahr kein Schnee.
Und auch sonst nix!
Wie sonst nix?
Immer nur hier in der Gegend rum. Das kenn ich doch schon alles.
Kein IZI-Meeting auf der Burg.
Kein Gurkentreffen.
Kein Touratech.
Kein XT-Treffen.
Kein HU Meeting.
Kein…
Hör  bloß auf! Hast ja recht. Aber dafür waren wir in Island.
Ja – das war schön!
Das wär sonst nicht möglich gewesen!
Aber nächstes Jahr wir es wieder besser?
Das glaub ich noch nicht. Aber mal sehen…

Auf’m Nienstedter Paß…

…war heute in Corona-Zeiten nicht viel los:

Nienstedter Paß 24.12.2020

Vor zwei Jahren sah es da zum traditionellen Heiligabendtreffen ganz anders aus:

Nienstedter Paß 24.12.2018

Sehr schön wie die Leute zu Hause bleiben – und die wenigen die da waren konnten gut Abstand halten. Das war sicher kein Superstreader – Ereignis.