Radlager der Tenere

Die Tenere hat ja auf dem Rückweg aus Schweden ein hinteres Radlager zerbröselt und mich in der Nähe von Malmö stranden lassen. Nachdem ich sie gerettet habe, geht es an die Reparatur. Es gibt alle drei Radlager und zwei Dichtringe am Hinterrad und Kettenradträger neu. Auf dem Operationstisch:

Das defekte Lager: Der Kugelkäfig ist zerstört. Dennoch ist es noch in erstaunlich gutem Zustand – nach den Geräuschen die es gemacht hat und wie es gewackelt hat hätte ich eigentlich erwartet keine Kugeln – zumindest keine runden – mehr vorzufinden.

Das Innenlenen ließ sich dann leicht entfernen – aber die eingepresste äußere Lagerschale war widerspenstig – man kommt von der anderen Seite nicht dran um die raus zu schlagen.

Da musste ich dann erst einen Abzieher für besorgen:

Sowas verscherbelt der Chinese von nebenan für billiges Geld – aber die Qualität ist dann auch billig und zeichnet sich durch Wurfpassungen aus. Aber für eine (hoffentlich) einmalige Anwendung reichts.

Die Tenere…

…wurde ja dieses Jahr bisher ziemlich vernachlässigt.  Dabei ist doch bald TÜV-Termin, und dafür braucht es noch ’ne Auffrischung. Also frisch ans Werk:

Die hintere Bremsscheibe hat Ihre Mindestdicke inzwischen unterschritten – eine neue ist schon da.

Das Ritzel ist auch gut genutzt – für 48.000km sieht das für Werksausrüstung aber noch erstaunlich gut aus. Offenbar hat Yamaha für den Kettensatz ordentliche Qualität verbaut.

Eine längere Lebensdauer erwarte ich auch von jetzt montierten Kettensatz in der besten Qualität die man für Geld kaufen kann auch nicht.

Erledigt! Dann kanns ja los gehen!

Bei sonnigen 17°C lass ich mir das nicht zweimal sagen. Der erste schöne Tag hier im norddeutschen Flachland dieses Jahr. Es geht ins Weserbergland – das ist immer ein gern genommenes Ziel.

Die Weserfähre in Polle fehlt! Hat die wer geklaut?

Nee – die war im Trockendock und hätte rechtzeitig vor Ostern wieder an Ort und Stelle sein sollen. Wegen hohem Wasserstand der Weser war das aber nicht möglich.

Halb so schlimm – gibts eben einen Umweg über Bevern – und am dortigen Renaissanceschloss ein Eis.