Rumänische Karpaten – Tag 12: Oravita bis Brad

Heute gibts erstmal eine Transferetappe – denn für die zur Verfügung stehende Zeit heute habe ich ca. 200km zu viel. Daher wird etwas abgekürzt.
Die Abkürzung führt durch Resita – und dort gibts das Dampflokmuseum der dortigen Lokomotivfabrik.
Einen Ehrenplatz hat die Rescza – die erste in Südost-Europa gebaute Damplok (Bj. 1872) – die Nummer 2 ist die Seriennummer – die Nummer 1 wurde 1871 durch StEG in Wien gebaut.

Rescza

Aber auch große Dampfloks stehen da jede Menge rum – die CFR 50.378 basiert auf der deutschen G10 und ist von 1930.

CFR 50.378

Dann gehts aber los – durch die Poiana Rusca Berge. Es gibt reichlich Forstwirtschaft – und die sorgt heute immer wieder für astreinen Tiefschlamm.

Tiefschlamm

Manche Wege sind lange nicht befahren und ziemlich zugewachsen.

ziemlich zugewachsen

Im Dorf Alun steht die Marmorkiche – die ganz aus dem hier vorhandenen Marmor gebaut ist.

Marmorkiche Alun

Die Infotafel erklärt, daß die von Rosu Petru mit Hilfe der Dorfbewohner gegründet wurde. Ich halte das eher für ein Beispiel religiöser Verblendung – denn die Dorfbewohner hatten sicher genug anders zu tun als mal eben je Familie 8 m³ Marmor herbeizuschaffen – aber nicht aus dem örtlichen Steinbruch, der einer italienischen Familie gehörte. Erinnert mich irgendwie hier dran.
Aber damit nicht genug – nach Alun führt die einzige Marmorstraße Rumäniens – 10 km lang, ziemlich rumpelig – und im weiteren Bereich schon ziemlich zugewachsen.

Marmorstraße

Wo bin ich denn hier gelandet? In den Bäumen hängen Abschnitte von KTM Trassierband.

KTM Trassierband

Da war wohl eine KTM-Veranstaltung. Die Strecken wurden da stellenweise auch sehr herausfordernd und haben die Sertao II an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gebracht. Da wünschte ich mir dann doch manchmal das kleine nervöse Motorrad her 🙂 .

Bleiben noch Karte, Höhenprofil und Statistik

Karte
Höhenprofil
Statistik