Windmühleneinweihung

Samstag geht es zur Windmühleneinweihung. Vormittag zuerst die jährliche Gesellschafterversammlung, dann bringt mich die Tenere in die Nähe von Höxter.

Es ist schon gut was los, und die Aussichtsgondel am Autokran ist in Betrieb. Ich habs nicht ausprobiert – ist bestimmt ordentlich heiss da drin. Und die Tür für Frischluft auf zu machen kommt bestimmt nicht gut an.

In diesem Gebiet hat die Windwärts Schliekum GmbH & Co. zweite Betreiber KG – an der ich Anteile halte – ihre ca. 25 Jahre alten Windmühlen durch zwei große neue ersetzt. Im ersten Bild die links im Hintergrund und die im Vordergrund neben dem Kran von der man nur den Mast sieht.

Da sind sie:

Es werden da grade noch weitere Mühlen gebaut – die gehören aber anderen Betreibern. Aber da schließt man sich sinnvollerweise zusammen und macht alles gleichzeitig.

Das ist der Blick die WEA1 hoch:

Und so sieht es innen aus:

Im Mastfuß ist nicht viel zu sehen. Das Gestell was hoch geht ist die Schiene der Befahranlage, mit der man in die Gondel kommt. Und das schwarze sind Drahtseile. Es ist ein Beton-Hybridturm. Die ersten 100m des Turmes sind aus Betonelementen zusammengesetzt, darauf steht dann nochmal ein 60m Stahlturm. Und die schwarzen Stahlseile machen da Spannbeton draus – über kleine Muttern werden die Drahtseile gespannt…

…was dem ganzen die nötige Stabilität verleiht. Und damit es einem nicht irgendwann wie mit der Carolabrücke in Dresden geht liegen die Spannseile hier frei und können problemlos geprüft werden. Aber die sollten wettergeschützt im inneren des Turmes sowieso nicht rosten.

Ansonsten steht im Mastfuß nur die Mittelspannungs-Schaltanlage. Alles andere ist in der Gondel untergebracht. Und das ist alles schwerer als von mir erwartet:

Maschinenhaus mit Trafo: 80t
Nabe: 54t
Rotor: 60t
Stator: 65t
Rotorblatt: 25t

Es ist eine Enercon E160 mit 5,6MW Nennleistung. Wie ich finde ein schickes schlankes Design:

Nabenhöhe: 160m
Rotordurchmesser: 160m
Gesamthöhe: 240m

Es ist Volksfeststimmung und es gibt die obligatorischen Bier und Fressbuden…

…die durchaus gute Qualität abliefern. Und sie haben Joppie – Sauce zu den Pommes, die findet man sonst nur in den Niederlanden.

Da noch weitere Anlagen in Bau sind kann man sich Einzelteile aus der Nähe ansehen.

Die Rotorblätter haben auf der Rückseite aerodynamische Zacken, die sie leiser laufen lassen.

Vom Köterberg aus kann man diverse Windmühlen sehen, und ich habe mich immer gefragt, ob meine dabei ist. Also zum Abschluss mal nachgeschaut:

Meine stehen 9,73km in Pfeilrichtung entfernt. Sind leider nicht sichtbar, verstecken sich hinter dem nächsten Hügel. Das hatte ich aber schon erwartet – der Köterberg ist vom Anlagenstandort auch nicht sichtbar. Aber die, die sichtbar sind sind der gleiche Typ.

Dann noch ’ne kleine Runde an der Weser lang bevor es wieder nach Hause geht.

Um Hameln und Höxter durch den Solling

Es ist glücklicherweise immernoch Sommer

Sommer
Sommer

und drum gehts auf eine Runde um Hameln und Höxter durch den Solling.

Schloßplatz in Bevern mit einem schattigen Plätzchen

Schloßplatz in Bevern
Schloßplatz in Bevern

und dem zugehörigen Schloß:

Schloß Bevern
Schloß Bevern

Kommts mir nur so vor – oder ist die Landwirtschaft (auf Grund der Trockenheit) schon weiter als in normalen Jahren? Soweit das Auge reicht, ist jedenfalls alles abgeerntet.

 alles abgeerntet
alles abgeerntet

Und da gings lang:

Karte
Karte
Statistik
Statistik