Herbsttour ins…

…Lipperland.

Am sonnigen Samstag hält es die Sertao II nicht drinnen und sie tut sich mit der dicken GS Adventure von Rolf zusammen, die sie schon aus Island kennt.

Ab gehts ins Grüne, soweit es noch grün ist.

ins Grüne

Der Herbst läßt frische Blätter segeln 🙂 …

frische Blätter

…und das Gerippe gibt den Blick auf blauen Himmel frei.

Gerippe

Still liegt der See…

See

…aber die Landbevölkerung hats eilig und drängt noch mit auf die Fähre.

Landbevölkerung

Die Zeit vergeht wie im Fluge – es ist doch inzwischen Winter und der Sonnenuntergang kommt zeitig.

Sonnenuntergang

Schreiben muß ich heute nicht viel – das halt dankenswerterweise Rolf für mich übernommen – in Lippa Mundart :-). Vielen Dank dafür!

Ich komme ja hier aus Lippe wech.
Wir ziehen uns auf unserer Herbsttour warme Klotten an, so lange Pölter und ne Winterbuchse an – so bleibt der Pöter mukkelig warn; wer uns damit sehen könnte, der würde sich beömmeln.
Wir bekommen so aber eben keinen Schnotten, auch wenn die Plünnen etwas friemelig anzuziehen  sind – dabei bloss nicht fickerich werden.

Die Mauken schützen wir mit unseren derben Motorradschluffen – auch wenn die Mauken nachher müffkern.
Alles keine Kinkerlizken, sondern echter Schutz …rawetta. Hauptsache es fängt nich an zu Pladdern.
In unseren Tankrucksäcken nehmen wir jede Menge Gedöns mit und juckeln nach Omma oder nachen Köterberch hin – wer hinten fährt, darf nicht klünglen oder nur rumjuckeln. Er muss halt mal n Zahn zulegen, damit der vorn nich rammdösig wird. Rawetta!
Wir fahren vorsichtig, damit wir unsere Dreambikes nicht inne Dutten haun.
Sofern wir auf Köcker stoßen, wird uns das Grobprofil helfen – und wir drehen wie der Deubel am Gas und legen so nochn Tucken zu – aber ohne fickerich zu werden, noch gar über Kopps zu gehen.
Beim Bäcker holen wir uns was Süßes zum Schlickern und an der Tanke ein paar Bolchen. Vielleicht ja auch einen leckeren lippschen Pickert – besser als ein trockner Knust.
Wenn wir ein schönes Plätzchen in der Sonne am Pöppenteich finden, machen wir dort mal n büschen Pause, beömmeln uns und machen auf der Wiese därbe Killerkoppse.
Wenn es früh dunkel wird, putzen wir unsere Latüchten. Apropos Latüchte: Sünnemärten ist ja erst in 5 Tagen – also wird es heute am Samstag noch keinen Kinderumzug geben.
Zum Tourende, wenn wir nicht geklüngelt haben, gibt es dann einen Schlürschluck – ohne Alkohol und nicht außem lütten Pinneken – damit wir nich dune wern – also gibt´s nur Plürre und wir machen uns dann auf‘n Patt nach Hause.
Was die abends dann in den Nachrichten im TV bekakeln und vor den Kameras rumramentern, därbe rumnölen und sich kabbeln – diese Bratzen. Soll die doch der Deubel holen. Flötepiepen, wir machen das Dings sobutz aus, bevor wir usselig werden und die Pimpernellen kriegen.

Die Dinge rösseln sich doch eh von selbst. Zum Deuker noch einmal.

Geniessen wir unseren Lippischen Ananas aussem Holzkump und stippen einen Knust ein und sind gut zugange.

Karte
Statistik

Herbsttour ins Weserbergland…

…mit der treuen Sertao II.  Es ist jetzt wirklich Herbst – ich habe es ja die letzten Tage oft genug beschworen 🙂 .

Herbst

Bis runter auf den Köterberg war es auch richtig herbstlich – obwohl der Wetterbericht von Sonne und Trockenheit sprach, war es wolkig und nieselig.  Dort treffen sich dann einige frierende Motorräder bei Nieselregen.

Nieselregen

Das Auge hat was zu sehen – hier hat der Herbst voll zugeschlagen und alle Bäume sind bunt.

Bunt

Da wo es nass ist liegen dann auch ordentliche Schichten Blätter auf der Straße. Da ist Vorsicht angesagt – aber nicht nur da. Weit verbreitet findet sich zur Zeit Bauernglätte auf den Straßen.

Auf dem Rückweg kam dann die versprochene Sonne raus – und die Straßen trockneten schnell ab. Ist doch schöner 🙂 .

Karte

Der Schlenker an der Weser lang war nötig, weil ich die Weserfähre in Grohnde genau zur Mittagspause erreicht hatte.

Statistik

Das kann die Sertao II…

…ja gar nicht ab daß die neue in der Garage bevorzugt wird!

Sie besteht also heute auf einer Fahrt durchs Weserbergland. Das ist dann gleich die Möglichkeit zu testen ob der Austausch von Ansaugbrücke und Kraftstofffilter mit Druckregler das bei hohen Temperaturen gelegentlich auftretende Leerlaufproblem gelöst hat. Daher geht es als erstes bei M+M vorbei um den Fehlerspeicher zu löschen und die Anlernwerte zurückzusetzen.

Und dann heist es hier keine Ungleichbehandlung aufkommen zu lassen – also die gleiche Strecke wie vorgestern mit der Husky.

Also wieder bei blauem Himmel durchs Weserbergland…

Weserbergland

…und eine Stelle für ein Posingfoto im Sonnenschein findet sich dann auch:

Posingfoto

Sie kann genauso Äpfel klauen…

Äpfel

…trifft aber auf dem Köterberg keine kleine Schwester, denn sie hat keine Supermoto – Schwester. Und auch sonst ist werktags da viel weniger los.

Köterberg

Das sie nicht Wasserscheu ist wissen wir schon – das hätte sie nun nicht nochmal beweisen müssen.

Fähre Polle

Bei dem geringen Wasserstand der Weser…

gringer Wasserstand

…hätte sie das eigentlich auch wie in Island machen können 🙂 .

Furt

Das muß die Husky erst noch beweisen das sie DAS kann!

Siehste – kann ich auch alles was die Husky kann! Hätteste nicht kaufen brauchen! – meint die Sertao II.

Naja – so pauschal gilt das nur vordergründig.

Das war also heute die Chance, die beiden Motorräder mal unter gleichen Bedingungen zu vergleichen – was aber eigentlich gar nicht möglich ist, denn sie haben völlig unterschiedlichen Charakter.

Die Sertao II ist ein ganz braves und unauffälliges Motorrad. Das fängt schon mit dem stark gedämpften Auspuff an dem nur ein dumpfes Brummen entweicht, das auch bei starker Beschleunigung nicht wesentlich lauter wird. Die Husky ist da ganz anders – schon im Leerlauf ein stark moduliertes Geräusch mit Anteilen von Scheppern – und sobald man mehr Gas gibt brüllt sie los wie ein Löwe beim Angriff. Das wird sich bei Rückbau des Zusatztankes und dabei erfolgtem Einbau der original Airbox sicher noch vermindern – aber so unaufällig wie die Sertao II wird sie nie werden. Sie hat halt die Gene aus dem ‘Ready to Race‘ Stall, wenn auch unter falscher Flagge 🙂 . Und entsprechend krawallig gibt sie sich.

Der Sertao II ist immer mit meinen Fahrkünsten einverstanden, der ist es nie zu langsam oder zu schnell – und falls doch gibt sie subtil Rückmeldung daß ihre Lieblingsgeschwindigkeit doch eher unter 120km/h ist. Aber wenn es mal schneller sein muß, dann macht sie das auch klaglos mit – säuft dann aber wie ein Loch. Dabei bleibt sie in jeder Fahrsituation gutmütig. Dadurch läßt sie sich auch über lange Strecken sehr einfach und ohne Anstrengung fahren. Dazu kommt der bequeme Sattel, der Tagesetappen auf Asphalt von 500km problemlos möglich macht.

Die Husky ist da anders – die gibt mir das Gefühl, daß sie mehr will. Und ohne Zweifel kann sie mehr. Da wo die Sertao II sich mit einer unterdimensionierten Gabel und einem einfachen Sachs Federbein der Marke ‘one Size fits all’ über die Straße schaukelt kann die Husky aus dem vollen schöpfen. Das Fehrwerkssetup der Sertao II ist bis auf die Federvorspannung hinten nicht einstellbar und komfortabel (um nicht zu sagen weich) abgestimmt. Das ergibt ein etwas schwammiges Fahrverhalten was man bei der Fahrt einkalkulieren muß. Dennoch kommt man damit gut voran, wenn man sich dran gewöhnt hat daß es halt mal schaukelt.

Bei der Husky hat Husqvarna ins Regal der Konzerntochter WP gegriffen und massive, voll einstellbare Upside-Down Gabeln angebaut sowie ein ebenfalls voll einstellbares Federbein hinten. Und bei dem hat Thomas noch die Feder auf sein Gewicht anpassen lassen. Da wir ziemlich das selbe wiegen paßt das auch für mich – mit der Folge daß sich statischer- und Fahrtdurchhang exakt lehrbuchmäßig einstellen lassen. Die Abstimmung ist straff – da schaukelt nichts und Schwämme sind auch nirgends verbaut.  Da werde ich aber noch eine Weile mit Experimenten zur Einstellung der verschiedenen Dämpferoptionen beschäftigt sein – und mich dann langsam dran gewöhnen.

Dazu kommt, daß die Husky bei 50kg weniger Gewicht 50% mehr Leitung hat – und dazu keinen gemütlichen Treckermotor, der etwas phlegmatisch reagiert sondern eine Ready to Race Motor der gierig unmittelbar auf jede kleine Bewegung der rechten Hand anspringt. Das alles gibt ein völlig anderes, jederzeit Aufmerksamkeit forderndes Fahrverhalten.

Ich würd mal sagen, die Sertao II ist für lange Strecken gemütliches Reisen und Endurowandern auf einfachen Offroadstrecken so wie ich es in Skandinavien mache prädestiniert. Die Husky wäre da unterfordert – die ist z.B. auf ex-Rallyestreken in Marokko zu Hause!

Und was ist mit dem Leerlaufproblem bei der Sertao II rausgekommen? Erstmal vorsichtig positiv – trotz heute über 25°C ist es nicht wieder aufgetreten. Aber das will nichts heißen – es gab schon öfter mal längere Phasen ohne Symptome.

Zum Vergleich hier noch die Tourstatistik mit der Sertao II:

Statistik

Nun ist es an der Zeit…

…der neuen Garagen-Mitbewohnerin mal die Umgebung zu zeigen. Erstmal langsam anfangen – heute geht es nur auf Asphalt auf meiner bewährten Tour ins Weserbegland. Offroad probieren wir dann später, wenn wir uns aneinander gewöhnt haben.

Bei blauem Himmel durchs Weserbergland…

Weserbergland

…und eine Stelle für ein Posingfoto im Sonnenschein findet sich dann auch:

Posingfoto

Sie hilft beim Äpfel klauen…

Äpfel

…und trifft auf dem Köterberg ihre kleine Schwester, die Husqvarna 701 Supermoto. Die kleinen Sumos neigen dazu, zu viel buntes Makeup aufzutragen 🙂

Husqvarna 701 Supermoto

Wasserscheu ist sie auch nicht – war also ein erfolgreicheer Tag.

Wasserscheu?

Und wie isses so?

Wir gewöhnen uns aneinander. Halt – nein. Die Husky ist da stur und von meinen Fahrkünsten überhaupt nicht beeindruckt. Also gewöhne ich mich an sie. Und es geht immer besser.

Ich kenne es ja gar nicht, daß bei egal welcher Geschwindigkeit und egal welchem Gang das Motorrad so vehement nach vorne zieht wenn man nur ans Gasgeben denkt. Die ist da ganz anders als die Sertao II mit ihrem gemütlichen Treckermotor und fordert ständig mehr, Mehr, MEHR! Da heist es sich nicht zu sehr verlocken zu lassen.

Zum Schluß noch Karte und Statistik:

Karte
Statistik

Mal wieder am …

…Naturerlebnis Turm Heidbrink vorbei. Der steht im Weserbergland und den habe ich vor einigen Jahren eher zufällig entdeckt. Heute kann er gut als Vorwand her halten, ins Weserbergland aufzubrechen. Da fährts sich interessanter als im Elm.

Das Grünzeug hat ganz schön zugelegt!

Naturerlebnis Turm Heidbrink

Aber Aussicht auf die Wasserflächen gibts noch. Auch wenn die Wasservögel Coronabedingt Home-Office machen 😉 .

Aussicht auf die Wasserfläche

Disteln gibts hier auch – nur kleiner. Die haben scheints grad Saison.

Distel

Die Sertao II steht da und langweilt sich – sie ist nunmal nicht besonders naturinteressiert.

Sertao II

Zur Entschädigung gehts weiter auf den Köterberg – da ist es, wie für Samstag Nachmittag zu erwarten, gut besucht.

Köterberg

Ein Schiff wird kommen – die Sertao II mag Fähren – und freut sich schon auf die Große in 2 Wochen!

Weserfähre Grohnde

Zum Abschluß noch ein Eis in Coppenbrügge und ein Blick auf die dortige Burgruine – alles schick gemacht.

Coppenbrügge
Statistik
Karte

Die Schleife über Lügde, Schieder und Schieder-Schalenberg kann man beim nächstenmal getrost wegkürzen – aber sonst ist die Strecke schön.

Heute habe ich mir…

…von Kurviger.de eine fast perfekt runde Runde südwestlich basteln lassen:

Runde südwestlich

Die ersten 200km waren auch gut gelungen – Leinebergland und Weserbergland ist eben eine sichere Bank!

Buchenwald

Aber so die Gegend ab Rinteln, Minden, Stadthagen hat echt nichts. Ich dachte, ich könnts ja nochmal versuchen, vielleicht bin ich da immer nur falsch gefahren. Aber war wieder nix. Also demnächst den Rückweg nicht ganz so weit nördlich nehmen.

Statistik

Am Mittwoch hat sich…

…nochmal die Chance ergeben das Weserbergland zu besuchen. Durch die Rühler Schweiz…

Rühler Schweiz

…geht es in Pole Position auf eine exklusive Weserquerung…

Weserfähre Polle

…und weiter zum Köterberg, der fast völlig verlassen da liegt.

Köterberg

Nein  – das ist ein Lügder Feuerrad – das kannst du nicht als Ersatzrad gebrauchen!

Lügder Feuerrad
Karte
Statistik

Ist denn das Weserbergland…

…und der Köterberg noch da?

Der plötzliche Frühling im Winter erlaubt es dieses Jahr da mal deutlich eher nachzusehen als üblich!

Schau – da hinten kochen ‘se die letzten Atome aus! In drei Jahren hat´s sich da ausgedampft.

AKW Grohnde
AKW Grohnde

Und welch eine Überraschung – der Köterberg ist doch tatsächlich noch da! Und irgendwie war ich nicht der einzige, da sich davon mal überzeugen mußte 🙂

Köterberg
Köterberg

Auf dem Rückweg Weserquerung bei Polle:

Fähre Polle
Fähre Polle

Bleiben noch Karte und Statistik für heute

Karte
Karte
Statistik
Statistik

Bei der anhaltenden Sommerhitze…

…muß für ausreichend Fahrtwind gesorgt werden. Daher gings am Mittwoch mit der Sertao II mal wieder durchs Weserbergland.

Kennste den? Johann Georg von Langen…Förster hier und in Norwegen und Dänemark von 17hundertirgendwas. Nee – brauchste nicht kennen :-). Steht aber hier im Hils rum.

Johann Georg von Langen
Johann Georg von Langen

Der Löwe von Grünenplan: Ganz aus Schrauben, Muttern, Ketten und anderen Normteilen geschweißt! Laß Dich nicht beißen!

Der Löwe von Grünenplan
Der Löwe von Grünenplan
Der Löwe von Grünenplan
Der Löwe von Grünenplan

Weiter gehts ins Grüne: Natur Erlebis Turm Heidbring

Natur Erlebis Turm Heidbring
Natur Erlebis Turm Heidbring

mit Blick auf den Auwald

Auwald
Auwald

Wär ja schön, wenn die sich einig wären – aus dem Schilderwald – alles am selben Mast montiert:

Wegkennzeichnung
Wegkennzeichnung
Betreten verboten. WTF!?
Betreten verboten. WTF!?

Ja – was denn nun. Gekennzeichneter Weg betreten verboten?

Wie auch immer – zumindest ham ‘se Snacks am Wegesrand…

Snack
Snack

Weiter gehts – bei Polle mit der Fähre über die Weser:

Polle
Polle

Bis heute Abend wird ein schiffbarer Wasserstand der Weser noch durch Talsperren aufrecht erhalten. Heute letzte Chance für ein Ausflug mit der Weser-Dampschiffahrtsgesellschaft:

Ausflugsboot Karlshafen
Ausflugsboot Karlshafen

Denn heute Abend sind die Talsperren leer. Dann wird der Pegel der Weser über Nacht auf 75cm fallen. Und wenns dann noch ‘ne Weile trocken bleibt, kann man mal versuchen, die Weser zur durchfurten 🙂 .

Blick auf Steppenlandschaft vom Köterberg aus:

Köterberg
Köterberg

Zurück gehts wieder über die Weser – der Anleger bei Grohnde, erreichbar durch ein idyllisches Tor

Anleger bei Grohnde
Anleger bei Grohnde

und anschließend eine exklusive Flußkreuzfahrt 🙂 .

Flußkreuzfahrt
Flußkreuzfahrt

Bleiben noch Karte und Statistik für die Tour:

Karte
Karte
Statistik
Statistik