Es ist Rückkehr nach hause angesagt. Am Freitag Vormittag nach Los Angeles. Noch ist alles ruhig.

Es wird dichter…

…um dann im Zentrum im unvermeidlichen Stau zu enden.

Die Preise am Flughafen sind völlig irrsinnig. Nein – ich werde keinen Schlammburger für über 20 USD kaufen. Aber auch sonst gibt es nix unter 20 USD. Ich hatte sowas geahnt, und hab mir Verpflegung mitgebracht. Ätsch!

Dennoch: Auch in DE sind die Flughafenpreise Wucher – aber immer noch nicht so übertrieben wie hier. Ich habe den Eindruck, dass zumindest der McDonalds im Terminal 2 in FRA fast normale Preise hat.
Der Flug ist pünktlich, mit Condor in einem neuen Airbus (wesentlich angenehmer als die alte Boeing der Lufthansa letztes mal). Dennoch – über 11h Flugzeit ist nicht spaßig.
Und das hier ist der Grund, warum ich Verpflegung mitgebracht habe:

Ist jetzt nicht wirklich schlecht – aber für 11h dann doch alles andere aus ausreichend!
Condor hat ihre Flugzeuge alle als Streifenhörnchen gestaltet. Schön finde ich das nicht – aber auffällig ist es. Gibt es auch in rosa.

Dann noch 3,5h mit der Bahn nach Hannover. Und – Überraschung – der ICE war pünktlich (nicht nur nach Bahn-Definition, sondern tatsächlich).
Nun erstmal: Gute Nacht!
Schlagwort: USA Süd-West
USA Südwest II, Tag 28: Ridgecrest
Heute ist Hausarbeit angesagt – und alles für die nächste Tour vorbereiten. Die kleine Africa Single hatte ja vor wenigen Tagen schon einen neuen Vorderreifen bekommen, aber auch der Hinterreifen wird jetzt noch ersetzt, auch wenn er noch 1000 Meilen könnte.

Wegen fast 40°C Aussentemperatur hier in der Wüste von Kalifornien habe ich mich zum eigentlichen Reifenwechsel ins Bad verzogen. Viel Wekzeug braucht man nicht: Zange für die Mutter des Ventils, Ventilausdreher, zwei Montiereisen, Luftpumpe, Reifendruckprüfer und Montagepaste. Ist alles hier irgendwo im Bild versteckt.

Und in der Dusche steht dann auch noch die Schüssel mit den Resten vom Ölwechsel 🙂 .
Es geht dann noch ’ne Runde zum Fernsehen. Runde Bildröhren hatten wir ja schon lange nicht mehr!

Sie haben auch Großbildfernseher – aber an der Entspiegelung der Bildröhre müssen sie noch arbeiten.

Dann ist alles erledigt: Schlaf gut – bis nächstes Jahr!

Für die Fahrt zu Flughafen morgen gibts ein Auto. Budget hat einen Kia Soul rausgetan – sehr schön, keine amerikanische Kasparkiste und sicher einigermaßen sparsam. Für eine Person mit Handgepäck mehr als genug.

Abschiedsessen gibts heute Abend nochmal im Tokyo House. Auch wenn das da sicher nicht authentisch japanisch ist – das Essen war gut und die Show ebenfalls.
USA Südwest II, Tag 27: Tonopah – Ridgecrest, CA
Bevor es heute auf die Strecke geht Nachtrag von gestern: Es gibt im Ort eine Pizzeria – die ist dann auch definitionsgemäß die beste. Hat aber tatsächlich überwiegend gute Bewertungen. Dann nehm ich doch die fürs Abendessen. Macht dann den Eindruck einer kommunalen Kantine.

Das ist ihre kleinste Spezialitätenpizza ‚Muckers Spezial‘.

Besteck gibt es wie üblich zu Pizza nicht und das ganze kommt auf einem verbeulten Aluteller. Ist halt amerkanische Pizza – die hat mit italienischer nichts zu tun, hat nur zufällig den gleichen Namen. Ich mag italienische Pizza jedenfalls lieber.
Eindrücke vom abendlichen Stadtrundgang: Big Bill Murphy – der Held des Grubenbrandes von 1911.

Rente aufbessern.

Das Belvada Hotel aus der Boom-Zeit. Meist wurde da in Holz gebaut und das ist inzwischen alles weg.

Jugendstil (?) Stehleuchter vorm Eingang.

Die Kisten sieht man immer mal.

Ich finde, hat sich nicht so gut gehalten. Kann ja nun noch nicht besonders alt sein.


Aber nun zur heutigen Tour. Wer genau auf die Karte geschaut hat sieht schon dass wir uns sehr dem Startpunkt annähern. Und so ist heute auch nur eine Transferetappe nach Ridgecrest angesagt.
Die 95 runter…

…nach Beatty. Das kennt ihr schon vom Hinweg, der Ort mit dem Steampunk-Casiono.

Bruchlandung.

Das Reservebenzin einfüllen. Wir haben es nicht gebraucht, aber zwei mal war es sehr knapp!

Da vorne – noch einmal auf Meereshöhe runter im Death Valley…

…und dann sind wir wieder in Ridgecrest.
Und weil hier im Blog die Frage auf kam wie ich Luft in die Reifen kriege: Mit der biligsten Luftpumpe von Aliexpress, die erstaunlich gut funktioniert: Niceman N5566 Westbiking

USA Südwest II, Tag 26: Eureka – Tonopah
Heute morgen geht es erstmal wieder ein Stück über Amerikas einsamste Straße, die US50.

Aber bald schon geht es wieder auf Schotterautobahnen.

Hier in der Gegend ist viel nichts – da muss man jede ‚Sehenswürdigkeit‘ mitnehmen. Meine kleine Africa Single hat die Spencer Hot Springs gefunden! Obwohl: Eigentlich wars das Navigationsbrikett!

Und diesesmal ist es kein Hochsicherheitsbereich – man könnte in dem tatsächlich angenehm warmen Wasser baden.

Aber bei guten 30°C brauche ich jetzt nicht grad ein Bad in warmem Wasser. Das machen die Isländer geschickter – die sehen zu dass die Temperaturen einstellig sind, das vergrößert die Motivation für ein warmes Bad.
Weiter gehts auf Schotter – und hier ist so wenig, dass man sogar an den Hinweisschildern spart. Die sind sonst deutlich größer!

Es geht über eine bewaldete Bergkette…

…und dann weiter ohne Ende durch Steppe.

Unerwartet steht an einer Kurve im Monitor Valley ein Schrein am Wegesrand:

Das ist schon länger her – aber es wurde offenbar erst kürzlich ein Bieropfer abgelegt.

Wer das wohl war? Google ist inzwischen soweit unbrachbar geworden, dass mit dem Namen ‚Shannon Lusk‘ mit egal welchen Ortsangaben oder sonstigen Erweiterungen immer nur die gleichnamige australische Fernseh-Putzfee gefunden wird. Dabei war das mal die Suchmaschine der Wahl – aber statt Ergebnisse zu liefern die alle Suchbegriffe enthalten lässt Google lieber eine KI fabulieren, dass für Shannon Lusk kein Memorial ansteht oder dass sie keine Verbindung ins Monitor Valley hat.
DuckDuckGo findet dann gleich als zweites Ergebnis was passendes: Opfer eines Autounfalls im Monitor Valley – also wohl genau in dieser Kurve.
Und wie bekomme ich nun wieder die Kurve zum Reisebericht? Mit der kleinen Afrika Single, der das alles egal ist und die sich stattdessen die Sonne aufs Plastik scheinen lässt.

Am Horizont taucht ein hoher gemauerter Schornstein auf. Da will die Afrika Single natürlich hin!

Ein Schild kärt auf: Das sei die ‚Combination Mill East Belmont‘. Aha, wir nähern uns der alten Bergbaustadt Belmont – und die Bergbaufirma hieß Combination Mine – also war das wohl eine Erzaufbereitungsanlage.
Im Gegensatz zu vielen anderen alten Bergbaustädten die komplett zerfallen und wo überall Müll rumsteht, haben sich hier einige neue Bewohner angesiedelt – oft in Tiny-Homes und mit Solarenergieversorgung – und den Ort aufgeräumt. In Ortsmitte ist so ein kleines Museum entstanden.

Statt Boule wie in französischen Dörfern gibts hier Hufeisenwerfen auf dem Dorfplatz.

Schluss ist heute in Tonopah – auch eine alte Bergbau-Boomstadt.

Aber nicht ganz so tot wie Eureka – sie haben irgendwann mal ein Kasino angesiedelt.
USA Südwest II, Tag 25: Elko – Eureka
Ob ich das Motel gestern wohl wieder nach der Leuhtreklame ausgesucht habe?

Elko hat im Zentrum tatsächich sowas wie eine ‚Altstadt‘, mit dem einen oder anderen historischen Gebäuse.

Aber das ist halt nicht durchgängig. Gleich daneben komt dann so ein Laden:

Da kamm man einen Kredit auf seine erwartete Eikommensteuererstattung aufnehmen. Und genauso verzweifelt wie die Leute die das nötig haben ist auch das Büro: Ein unrenovierter Schlauch mit Möbeln vom Sperrmüll.

Aber weiter mit positivem! Es geht jetzt immer weiter in den Süden und wir kreuzen da immer mal wieder den California Trail oder den Pony Express Trail. Bei Elko gibt es eine heisse Quelle:

Idyllisch, oder? Die Isländer hätten einen da baden gelassen. In USA könnte sich da jemand die Finger verbrennen, deshalb ist das Hochsicherheitsbereich.

Es geht heute lange Strecke durchs nichts. Zuerst ist es noch Asphaltiert…

…dann wandelt sich das ganze in eine Schotterautobahn.

Anfangs liegen noch eine Handvol Farmen am Weg, bei einem Drittel liegt das Ruby Wildlife Refugee – ein Feuchtgebiet und wichtiger Rastplatz für Zugvögel.

Was ist denn das da hinten? Doch wohl nicht schon wieder ein Waldbrand auf meiner Strecke?

Stellt sich raus: War kein Feuer, sondern aufgewirbelter Staub aus dem Tagebau.

Es ist die Bald Mountain Mine, und die bauen da auch heute noch Gold ab.
Das war dan auch für lange Strecke das letzte Zeichen von Zivilisation. Es geht endlos durch Steppe.

Der hat sich wohl verfahren – steht sehr weit von der Goldmine weg. Aber wer weiss, vielleicht gibts noch ’ne andere Mine in der Nähe.

Es geht dann noch ein Stück über die einsamste Straße Amerikas – die Route 50.

Und ja – dafür das das eine Hauptverbindungsstarße ist ist da wenig Verkehr – auf ca. 50 Meilen sind mir so 10 Fahrzeige entgegen gekommen.
Schluss ist heute in Eureka. Die einzige ‚Stadt‘ im weiten Umkreis.
Es ist eine ‚alte‘ Bergbaustadt, gegründet um 1860 und um 1880 mit 9000 Einwohnern auf dem Höhepunkt. Heute gibt man sich alle Mühe einige historische Gebäude zu erhalten…

…aber das ist bei nur rund 400 verbliebenen Einwohnern nicht einfach. So gibt es potemkinsche Fassaden…

…und viel Leerstand, auch in den neu renovierten Gebäuden.

Immerhin gibts ’ne Tankstelle für die kleine Africa Single, ein Motel und ein geöffnetes Restaurant für mich.
USA Südwest II, Tag 24: Wendover – Elko, NV
Keine Angst nach dem Rant gestern – Frühstück gabs heute wieder ordentlich beim Mexikaner. Und Abendessen gab es gestern indisch 🙂 . Bei der Suche nach einem Ort zum Abendessen fiel mir ein indisches Restaurant an einem Truck Stop ca. 1 Meile vor der Stadt ins Auge. Die Bewertungen waren geteilt: Die einen loben das Essen als günstige und authentische Punjab-Küche. Die anderen beschweren sich, dass das Personal kein englisch kann, die Mülleimer voll sind, es keine Servietten gibt etc. Das habe ich mir dann mal angeschaut: Es ist – wie der Name ‚Punjabi Dhaba‘ sagt, ein indischer Truck-Stop, der allerdings versehentlich auf amerikanischem Boden besteht.

Am laufenden Band kommen augenscheinlich indische Trucker rein und holen sich ihr vorbestelltes Essen am Tresen ab.

Die Karte listet nur die indischen Namen der Gerichte ohne Erklärung was es ist. Aber so viel indisches Essen kenne ich noch, das ich ein vegetarisches Linsencurry bestellen kann. Die amerikanische Küche ist ‚eh sehr fleischlastig, und die indische Küche hat viele gute vegetarische Gerichte. Da bietet sich diese Wahl an.
Man kann auch vor Ort essen – dann bekommt man halt ’nen Pappteller und einen Plastiklöffel dazu.

Also: gemütlich ist die Atmosphäre nicht, aber das Essen ist gut und authentischer wird man es wohl nur in Indien bekommen.
Aber heute ist je die Erkundung der Umgebung von Wendover angesagt. Es geht erstmal auf dem Silver Island Mountains Back County Byway um die Salzebene.

Da trifft man auf den Hastings Cutoff. Es gab also auch um 1850 schon Schlepper, die die Siedler auf dem Weg nach Kalifornien verleitet haben die kürzere Strecke über den Salzsee zu nehmen – 70 Meilen statt 300. Sie haben nur vergessen zu erwähnen, dass es da kein Wasser, keine Nahrung und kein Futter gibt. Die meisten haben es wohl trotzdem geschafft – aber ohne Tiere und Hab- und Gut.

Aber nun ist es an der Zeit, sich die Bonneville Salt Flats anzusehen. Wenn es in Deutschland eine Salzwüste gäbe – dürfte man darauf fahren, oder wäre die Naturschutzgebiet? Hier wird man jedenfalls freundlich begrüßt.

Es ist eine scheinbar endlose, plane weiße Fläche ohne Anhaltspunkte für das Auge. Die Hölle in weiss.

Man fährt da über konturlose weisse Fläche. Zum Glück hat die kleine Afrika Single einen Tacho – sonst wüsste man gar nicht wie schnell man ist.

In den Randbereichen ist die Salzschicht dünner…

…und brüchig.

Da bracht man dann etwas mehr Power. Dabei hat sich die Africa Single auch komplett mit einer fest haftenden Salzschicht eingesaut.

Das Gebiet hat wohl ca 25km Durchmesser – es gibt ’ne Wetterstation…

…und einen verlassenen Strandsegler.

Irgendwann hat die kleine Afrika Single genug und will runter vom Salz. Sie hat aber keine Orientierung – und das hier ist ganz sicher nicht die Zufahrt.

Sie fragt dann das Navigationsbrikett, das in alter Rallyemanier einen Richtungspfeil zur Zufahrt bereitstellt. Orientierung ist da echt schwierig. Ich kann die Verzweifelung der Siedler auf ihrem Treck über das Salz erahnen.
Gab dann als kleinen Nachmittagssnack noch ein Garlic-Naan vom Punjabi Dhaba…
…und dann die Transferetappe des Tages nach Elko. Die findet in Ermangelung alternativer Strecken leider zum überwiegenden Teil auf der Autobahn statt.
Aber bevor Feierabend ist, muss die kleine Afrika Singke erstmal zum Duschen. Das Salz muss runter!

Na – so sauber war sie schon lange nicht mehr!

Trotz aller Mühe hat sie aber etwas Salzkruste an der Unterseite des Schnabels vor mir versteckt.

Naja – seis drum. Ist alles Plastik, da schadet es nicht.
USA Südwest II, Tag 23: Logan – Wendover
Schwierig, schwierig heute morgen. Irgendwo muss ja Frühstück her kommen. Das Motel behauptet es hat Frühstück – aber das ist das typische amerikanische pro-Forma Motelfrühstück: Toastbrot und eine Sorte Marmeladen in Partionspackungen – aber keine Butter oder Streichfett, Kaffee, Tee, Waffeln mit Arhornsirup, Cornflakes. Immerhin konte ich zwei Becherchen Joghurt abgreifen. Aber damit ist das Frühstücksproblem nicht gelöst. Normalerweise sehe ich zu, zu einem privat geführtem mexikanischen Restaurant oder einem ebensolchem Diner zu gehen. Es gibt nun in Logan eine Unmenge Fast-Food Ketten Essensausgabestellen – und auch einige wenige privat geführte Restaurants. Aber keines das morgens zum Frühstück offen hat. Also wird es ‚Taco-Time‘, eine kleine Kette mit angeblich mexikanischem Essen. Im Laden hängt ein großes Plakat, dass sie nur die besten Zutaten verwenden und alles frisch im Laden herstellen. Bullshit! Das einzige was im Laden frisch gemacht wurde ist die gefrorenen mini-Rösti in die Frittöse zu werfen. Der Rest kommt – Pling – aus der Mikrowelle.

Es ist mir völlig unverständlich, wie sich diese ganzen Fast-Food Ketten halten können. Alles was ich bis jetzt probiert habe war qualitativ unterirdisch.
So, genug gemeckert!
Es geht weiter mit der Tour und es steht dann auch bald ein Schild am Straßenrand.

Das ist der goldene Nagel, mit dem die letzte Schiene der transkontinentalen Eisenbahnstrecke fest gemacht wurde.

Nein, das ist er natürlich nicht, sondern eine Nachbildung. Das Original ist in der Standord University.
Es gibt ein Visitor Center mit aufwändiger Ausstellung…


…aber original ist hier nichts. Es gibt auch keine Eisenbahnstrecke mehr – denn nachdem man die Strecke am 9. Mai 1869 feierlich enigeweiht hat, hat man sie am 8 Sept. 1942 ebenso feierlich abgerissen um die Schienen für den amerikanischen Kriegseintritt einzuschmelzen (es gab seit 1904 eine kürzere Strecke, wodurch die Original-Trasse an Bedeutung verloren hatte).
Aber wenn da schon keine Gleise mehr liegen, dann könne wir ja so tun als seien wir Eisenbahn!

Die Trasse gibts ja noch und die führt durch gefühlt unendliche Steppe.

Nach 160 Meilen ist dann mal Land in Sicht mal eine Ortschaft in Sicht. Montello besteht zwar nur aus einer Handvoll Häusern – aber es gibt eine Tankstelle.

Trotz der altertümlichen Zapfsäulen verkauft sie Benzin – das sich die kleine Africa Single gierig einverleibt.
Es geht dann noch am Pilot Peak vorbei.

Der war in den 1850er Jahren das Ziel der Siedlertrecks durch die heisse und wasserlose ‚Great Salt Lake‘ Wüste. Denn dort gabs dann wieder Wasser.
Bei der Anfahrt auf Wendover wird die Salzwüste am Horizont sichtbar. Aber darum kümmern wir uns morgen!

Schluss ist heute im sittenstrengen Wendover – schließlich liegt es im Mormonenstaat Utah. Und so wie die Grenze zu Wyoming von Sex-Shops gesäumt war, so begrüßt einen der westliche Stadteil, der in Nevada liegt mit dem was Nevada am besten kann:

Kasinos am laufenden Band, eine mini-Ausführung von Las Vegas.

USA Südwest II, Tag 22: Evanston – Logan, UT
Gestern Abend war Farmers Market (Bauernmarkt) in Evabston. Waren zwar eher keine Bauern do sondern überwiegedn fressbuden, aber mal eine schöne Abwechslung.

Die Band spielt beides – Country und Western.

Viel zu sehen gibts erstmal nicht. Das erste viertel ist noch Asphalt – und es wird jede Chance genutzt. Dieses Schild erinnert an Almy, ein Kohlegrubenstadt, die mehrfach explodiert ist.

Und als die Eisenbahn dann von Kohle auf Diesel umgestellt hat war es dann völlig aus, denn die Kohle wurde von der nahen Eisenbahn verfeuert.
Es geht dann noch ein Stück in die Höhe…

…und dann auf die Forest Roads 58, 59 und 60. Da ist offenbar jemand gar nicht glücklich, dass eine offizielle Straße über sein Grundstück führt. Hat an Schildern jedenfalls nicht gespart.

Die Forrest Roads entpuppen sich als meist gut ausgebaute Schotterautobahnen.

Êrwähnte ich schon, dass hier alles groß ist? Außer Wald und der Forrest Road gibts weit und breit nix.

Das hier könnte auch eine Waldlichtung in Schweden sein…

…nur dass da nicht hinter den nächsten Kurve ein Feriencamp der Zeugen Jehovas kommt.

Îrgendwann ist der Wald vorbei und es geht runter an den Bear Lake.

Davon gibt es nur dieses eine schlechte Foto. Denn es ist Wochenende, der Bear Lake liegt ’ne Stunde von Großraum Salt Lake City entfernt – und es ist ein Touristenzentrum. Da hat meine kleine Afrika Singke gescheut und ist gleich wieder umgedreht.
Ich muss feststellen, meine kleine Africa Singke hat schin ganz schön auf dem Vorderreifen rumgekaut. Diesesmal sind es Dunlop D606

Die verschleissen zwar nicht so ungleichmäßig wie die Pirelli MT21 vom letztenmal, aber auch hier sind die Stollen in Doppelreihe schon fast runter während die einzeln stehenden noch höher sind. Und es wird schon das Gummi zwischen den Stollen angegriffen. Das hält die letzen 1000 Meilen dieser Tour nicht mehr. Der Hinterreifen ist noch gut – der hält bis ans Tourende durch.

Bisher war ich immer gewohnt, dass der Hinterreifen schneller verschleisst.
Ich hatte extra großflächig um den Großraum Salt Lake City drum rum geplant – aber hilft ja nix, wir müssen rein, 50 Meilen einfache Strecke.

Hich hab nochmal einen D606 nachgekauft…

…obwohl sie auch Continental TKC80 und Heidenau K60 da gehabt hätten. Aber es kommen nochmal sandige Abschnitte (glaube ich 🙂 ).
An einem Freitag Nachmittag durch den Großraum Salt Lake City war wie erwartet keine gute Idee.

Eigentlich wollte ich den Reifen auf dem Hotelparkplatz montieren – aber anstatt hier im Stau zu stehen, kann ich das auch am Rande der Autobahn machen.

Hier sieht man mal wieder, dass der Hilfsständer (ein Stück Dachlatte) nicht nur zum Kette schmieren gut ist sondern auch für den Reifenwechsel problemlos geht.
Alter Reifen runter…

…neuer Reifen drauf und Luft rein.

Ne halbe Stunde später gehts weiter – der Stau ist zwar noch nicht ganz aufgelöst, aber schonmal ordentlich kürzer geworden.

USA Südwest II, Tag 21: Price – Evaston, WY
Hmmm – die Stollen sind schief anbgefahren. Soll ich den Vorderreifen mal umdrehen?

Da bin ich aber so gar nicht für motiviert.
Nee – das ist nur Freilichtmuseum. Hier kriegste kein Benzin! Und sei mal nicht so gierig – hast doch grad erst getankt!

Heute geht es hoch hinaus. Überwiegend auf Asphalt in die Berge. Bis über 3000m! Lässt sich auch schön fahren!

Mikado? Nee Waldbrand, wohl letztes Jahr.

Es gibt eine kleine Verbindungsetappe auf Schotter durch den Uinta-Wasatch-Cache National Forest.

Es geht dann auf dem Mirror Lake Scenic Byway auf nach Evaston. Und weil der ja Scenic heisst, gits immer mal was zu sehen. Auch wenn Wasserfälle nun nach Island out sind.

Sieht aus wie schwedische Wälder…

…nur dass da nicht auf einmal ein Wyoming Schild auftaucht!

Und in Wyoming gehts dann in anderer Landschaft weiter – sanfte Hügel, und nicht mehr die ‚richtigen‘ Berge die wir noch in Utah hatten.

Was stimmt in Evaston nicht? Wieso gibts hier ’ne Suite im ‚Affordable Inn‘ für 50 USD? Dafür kriegt man normalerweise – wenn überhaupt – nur ein kleines Zimmwer in einem einfachen Motel.

USA Südwest II, Tag 20: Green River – Price
Es kamen gestern Abend noch einige Wolken auf, so dass der ’sehr schöne‘ Pool noch genutzt werden konnte. An Chlor haben sie jedenfalls nicht gespart.

Heute geht es fats den ganzen Tag auf Schotter lang. Zuerst Wüste…

…und dann geht es auf dem Old Spanisch Trail weiter. Dort gibts markante Felsen, wie den Idol Rock…

oder den Head Rock.

Oben am Kliff kann man einen Kopf im Profil sehen, oder?

Aber die alten Spanier waren ja auch nicht doof, und haben ihren Trail zu einem guten Stück einfach parellel zur Hochspannungsleitung gebaut.

Teils ist der Trail etwas rauh, aber nichts was die kleine Africa Single ernsthaft in Verlegenheit bringen würde.

Wir kommen dann an einem Geheimprojekt des US Militärs (von 1948) vorbei. Die Knudsen Tunnel. Gebaut unter höchster Geheimhaltung. Alles gut gesichert.

Oder auch nicht. Ein Teil des Gitters lässt sich einfach herausnehmen. Ob das so gedacht ist?

Habs trotzdem nicht weiter erforscht 🙂 .
Es kommt dann der Little Grand Canyon. Wems am richtigen Grand Canyon zu teuer, zu voll oder zu brenzlig ist kann hier hin fahren. Sieht fast genauso aus.

Fahr doch nicht immer so dicht an die Kante!

dann gehts noch meilenweit durch Steppe…

…einmal unterbrochen von einer Oase.




























