Was war denn das…

…gestern, fragt die Husky.
Wie, was soll gewesen sein?
Du warst doch mit der Sertao II auf Tour!
Nee – wir waren nur einkaufen.
Da hat die Sertao II aber was anderes erzählt.
Die sollte doch ihren Schnabel halten!
Einkaufen hätteste ja auch beim Istanbul Markt oder Rewe gegenüber machen können.

Hab ich der Sertao II auch gesagt – aber die wollte unbedingt zu Aldi.
Aber übern Nienstedter Paß wart ihr dann auch noch.
Ähhh – ja.
Du weisst schon, daß es ein Diskriminierungsverbot hier in der Garage gibt?
Nur weil du eine verkappte KTM bist wirste doch hier nicht….
Siehste!  Geht schon wieder los! Ich werd hier immer benachteiligt!
Na gut – fahren wir halt einkaufen.
Kommt gar nicht in Frage. Ich bin doch kein Lastesel wie die Sertao II
Hälst Dich wohl für was besseres?
Bin ich ja auch. Schau nur auf meine edlen Alu-Frästeile!
Ähhh – Ja. Also was nun?
Die Sonne scheint – da müssen wir mindestens einmal über den Deister.
Na schön – aber erst muß ich noch was arbeiten
Was diese Kohlenstoff-Lebensformen immer mit Arbeit haben. Die sind schon kompliziert… Beeil Dich!

Husky

So – da sind wir. Aber heute kein guter Ausblick auf die Landschaft. Und wo ist eigentlich die Sonne die du versprochen hast?
Dafür hast du zu lange getrödelt. Die ist weg. Wird ja schon dunkel.
Musste ja noch was arbeiten – irgendwo muß dein Benzin ja herkommen!
Wieso – das kommt doch aus der Zapfpistole.
Wenns so einfach wäre…

Navigationsgeraffel und Kettenöler…

…für die Husky.

Ich habe die Zeit des schlechten Wetters die letzten Tage genutzt um die Husky auszurüsten. Da hatte ich ja erstmal nur den defekten Roadbookhalter abgebaut. Damit war das Cockpit dann doch sehr leer 🙂 .

Cockpit

Im Hohlraum des Navigationstowers befindet sich jetzt ein Kabelgrab – auch wenn es nicht so aussieht – besser geordnet als vorher.

Kabelgrab

Und so sieht es jetzt aus:

Cockpit

Ganz oben trohnt der Tripmaster (RNS Typ XL4 – mit Africa Twin Gravur 🙂 ) den Thomas schon besorgt hatte. Den Eigenbau-Tripmaster den ich am kleinen nervösen Motorrad hatte habe ich nicht umgezogen. Der von RNS baut kleiner – hat dafür aber kein GPS-Backup.

Darunter der Roadbookhalter von f2r den ich schon am kleinen nervösen Motorrad hatte. Der baut flacher als der den Thomas montiert hatte – und da bei dem die Motorhalterung gebrochen war kam der eh nicht in Frage. Da müßte man sich für die Motorhalterumng was anderes ausdenken, denn die ist fehlkonstruiert. Ein  dünnes Alu-Teil, daß zudem an drei Stellen für die Schrauben des Motors weiter geschwächt ist. Das konnte nicht dauerhaft halten.

Darunter links in dem orangen Rahmen der Schalter für die Griffheizung – ja – die ist jetzt auch montiert. Ist schließlich kein reines Schönwetterfahrzeug. Rechts daneben ein Voltmeter. Das wäre in meinem Eigenbau-Tripmaster integriert gewesen – so muß es ein chinesisches Spannungsdisplay tun.

Darunter der originale KTM Tacho und auch die 4 Kontrolleuchten darunter sind original. Fast nicht sichtbar zwischen dem gelben ABS Leuchttaster und der roten Öldruckleuchte ist ein Kippschalter, mit dem das ganze Navigationsgeraffel ein- und ausgeschaltet werden kann.

Im Bild nicht sichtbar auf der linken Seite des Navigationsturms eine Bordspannungssteckdose nach ISO 4165. Links am Lenker wie gehabt das Navigationsgerät – hier gezeigt im Kompassmodus – schließlich zeigt das Roadbook auch grade Kompasskurse 🙂 .

Am linken Lenkerende das Bedienteil für den Roadbookhalter und den Tripmaster. Da habe ich die Eigenbauversion vom kleinen nervösen Motorrad übernommen, die sich dort bereits bewährt hat. Mußte nur etwas entsandet werden.

Dann gabe es noch einen Kettenöler. Diesesmal probiere ich mal was anderes aus – eine völlig manuelle Version. So siehts erstmal aus:

Kettenöler

Der Vorratsbehälter ist ein zweckentfremdeter Modellflug-Kraftstofftank, der noch hinter den Scheinwerfern Platz findet.  Einziges “aktives” Teil ist die Primerpumpe an der linken Seite des Navigationstowers. Das ist eine ganz primitive Pumpe, die eigentlich dazu dient bei Motorsägen und anderem Handmaschinen vor dem Start etwas Benzin in den Vergaser zu pumpen. Dazu drückt man einfach die klare Plastikkuppel rein. Hier fördert man dadurch einige Milliliter Öl, die dann durch eine Messingröhrchen auf das Ritzel getröpfelt werden:

Kettenöler

Damit müßte man dann bei langsamer Fahrt die Kette mit Öl versorgen können, ohne sich die Finger schmutzig zu machden. Die Primerpumpe verhindert, daß Öl unkontrolliert nach dem Saugheberprinzip nachläuft – schließlich endet sie normal im Vergaser und der dort herrschende Unterdruck darf nicht unkontrolliert Benzin ansaugen können. Wie sich das bewährt wird dann die Zukunft zeigen…

Mit der Husky…

…in die Südheide. Als Test wie sie sich auf nicht asphaltiertem Untergrund so macht. Erstmal Schotterautobahn…

Schotterautobahn

…aber etwas Sand haben wir hier auch zu bieten!

etwas Sand

Vorbei an der krüppeligen Eiche auf dem Schlepohler Stern.

Schlepohler Stern

Hmm – die Farbgebung tarnt gar nicht so schlecht im Wald. Jedenfalls unauffälliger als Orange 🙂 .

Tarnfarbe

Da die Sandabfahrt runter – aber um die Kurve – nicht über die Gleise. Sonst wirste noch von einem ICE plattgefahren.

Sandabfahrt

Das ist zwar zugewachen – aber ich denke das zählt nicht als single Trail.

Zugewachsen

Die Husky war unbeeindruckt und macht das alles mit links. War auch nicht anders zu erwarten…aber Strecken wie in Marokko oder Bosnien habe ich hier nicht.

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