Am Wochenende…

…gings nach Berlin. Da hatte ich was zu tun und da läßt sich ja dann das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Also gehts am Samstag Vormittag los – über kleine Straßen die mir Kurviger.de rausgesucht hat:

Kleine Straßen

Und solche kleinen Straßen können sich keine Brücken leisten – also gehts bei Werben per Fähre über die Elbe:

Elbfähre Werben

Zufällig auf dem Weg liegt Stölln – ein kleines Dorf im Havelland. Da hat sich Otto Lilinethal für seine Flugversuche vom nahegelegenen Gollenberg gestürzt. Dem wird gebührend gedacht – auch wenn Lilienthals Fluggerät wohl anders aussah :-).

Fluggerät

Am Fuß des Gollenberges findet sich noch ein Exemplar sozialistischer Auftragskunst – bestellt und bezahlt von der örtlichen LPG:

Ikarus

Glasmosaik Ikarus 1984-1986 von Erhard Grüttner. Die Bauern hatten Geschmack – da hab ich schon schlimmeres gesehen.

Mit Annäherung an Berlin werden aus den 25°C mit Sonnenschein von Start leider 20°C mit Nieselregen – aber was solls, das Ziel ist bald erreicht.

Am nächsten Morgen ist es zumindest Trocken – und mit Annäherung an Hannover wird es auch dann auch wieder warm und sonnig.

Aber erstmal einige Mohnblumen für Rothy:

Mohn

Die Sertau versucht sich währenddessen im Gras zu verstecken – aber zwecklos, sie ist einfach zu groß.

im Gras

Zum Glück ist sie nicht auf die Idee gekommen, sich hinzulegen 🙂 .

Sagte ich schon, daß wir die Tour auf vielen kleinen Straßen unterwegs waren?

kleine Straße

Und da fuhr dann diesesmal eine Fähre exklusiv nur für uns bei Pritzerbe über die Havel.

Fähre Pritzerbe

Die zieht sich an einer versenkten Kette rüber – braucht dafür aber Motorkraft und fährt nicht wie die anderen Seilfähren dieser Tour nur durch die Strömung.

Kette

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, daß wir diese Tour auf vielen kleinen Straßen unterwegs waren?

Kleine Straßen

Und in Ferchland geht es dann über die Elbe – stilecht wieder mit einer Fähre.

Fähre Ferchland

Diesesmal aber mit großem Aufgebot: Demo gegen die Einstellung des Fährbetriebes.

Aber halt – war da nicht was? Irgendas mit Corinna? Corana? Ach – Corona! Das scheint aber hier noch nicht angekommen zu sein (oder schon wieder vorbei). Von Abstand und Masken war jedenfalls nichts zu merken.

Auf der anderen Seite in Grieben haben sie dann noch eine schön renovierte Windmühle und Backhaus:

Windmühle

Damit haben wir aber auch genug gesehen – den Rest geht es auf heimischer Strecke durch den Elm und an Braunschweig vorbei nach Hause.

Karte
Statistik

Ein Termin in Berlin…

…erlaubt es das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Mittwoch früh los – geplant war ertsmal die B188 lange Meter ‘gen Osten. Nach Wolfsburg verliert die den meisten Verkehr und läßt sich angenehm fahren. Doch was ist das:
Stau
Stau vor der Elbbrücke zwischen Stendal und Tangermünde. Naja – erstmal zurück nach Stendal zum vorgezogenen Mittag – vielleicht hat sich die Lage bis dahin beruhigt. Noch ein kurzer Blick auf die historische Altstadt
Stadttor Stendal
und dann auf zum zweiten Versuch. Die Lage hatte sich aber keineswegs gebessert – ertstmal über Feldwege bis direkt zur Brückenauffahrt vorgearbeitet – aber da bewegte sich über 5 Minuten einfach gar nichts. Also lautet der Entschluß, daß es noch eine andere Elbquerung geben muß. Das Navigationsbrikett zeigt bei Storkau verdächtige Einbauten im Flußlauf – also mal nachsehen:
Ich war eine Fähre
OK – das Navigationsbrikett hatte mal wieder recht – die Fähre gibts nicht mehr – und um durch die Elbe zu fahren reicht die Wattiefe vom Kälbchen sicher nicht aus. Also weiter Elbabwärts zur Gierseilhähre bei Sandau – hier das Seil…
img_1880
Am anderen Ufer zur Wiederaufnahem der geplanten Strecke – diagonal auf die B188 zu.
Aber was ist das? Straßensperre wegen Hochwasser! Wollen die mich ver…? Seit 3 Wochen ist Hochsommer und alles trocken – wo soll da Hochwasser herkommen? Keine Umleitung ausgeschildert – und ein Blick auf’s Navigationsbrikett zeigt, daß es da nicht wirklich viele Straßen gibt. Also – eh’ ich den großen Umweg fahre versuche ich mal den Plattenweg hier links. Der führt an einer Fischzucht vorbei, wandelt sich dann recht bald zu einem unbefestigten Feldweg und führt dann einige km auf einem Deich lang. Jetzt noch 500m durch das ehemals überfutete Gebiet zum Plattenweg am Horizont. Als Herausforderung gibt’s mehrere Waserablaufgräben quer über den Feldweg.
Etwas Schwung – und rüber:
Etwas Schwung - und rüber
Hier sieht man schön, warum die Reifen für Matsch nicht erste Wahl sind: Das Profil ist RuckZuck zugesetzt:
Profil
Ist jetzt nichts mehr von zu Ahnen – aber der Wasserstand war ganz schön hoch:
Hochwasser
So – daß ist das letzte Hindernis – dann sind wir auf der anderen Seite:
Wehr
Da hat sich das Kälbchen aber auch mit gut zureden nicht rüber getraut 🙁 .
Also alles zurück – wieder zur gesperrten Straße. Keine Bauarbeiter zu sehen. Auf 200 m ist der Straße weg, aber schon neuer Unterbau aus Kies angelegt. Da sind nur zwei 15cm hoche Kanten zu überwinden – also nichts, was irgendwie problematisch wäre. Warum denn nicht gleich so!
Unter Beobachtung von oben
Störche
noch durch einen Schwarm Kamikaze-Insekten:
Kamikaze-Insekten
Nun aber genug Abenteuer für heute! Es war duch nur eine erhohlsame Fahrt im Bereich Havel / Schwielowsee geplant!
Bei Ketzin gepflegt über die Havel geschippert. Dieses Schild dort muß mich sicher nicht beunruhigen – schließlich ist Atomkraft sicher!
Atomkraft ist sicher
Weiter gehts durch malerische Landschaft zur traditionsreichen Seilfähre bei Caputh
Seilfähre in Caputh
Dann ist auch bald Berlin erreicht.
Später ist noch Zeit für Berlin bei Nacht:
Berlin bei Nacht
Der Rückweg am nächsten Tag eigentlich nur über die B188 – aber einige km Betonplattenweg sind mir doch wieder reingerutscht 🙂
Betonplattenweg
Bei Temperaturen die sich den 30°C wieder annähern geht es unter Magritte’s Wolken ‘gen Heimat.
Magrittes Wolkeb
Nicht anhalten heißt die Devise – der Fahrtwind kühlt!
Bleibt noch die Karte der beiden Tage:
Karte
Statistik gibt’s diesesmal nicht, da ich vergessen hatte die vorher auf Null zu stellen…