Wer hätte denn gedacht…

…daß der Oktober noch einen Sonnentag mit über 20°C bringt.
Da war nochmal Westharz angesagt – gestern Abend schnell noch die Route ins Navi geladen und heute morgen dann los.
Aber irgendwie habe ich wohl die falsche Route erwischt – Westharz war es – aber nicht die optimierte Rouite die ich eigentlich wollte. Naja – mußte ich etwas improvisieren, was auch kein Problem war…

Los gehts die B65 nach Sehnde raus Richtung Salzgitter.
Bei Söhlde gibts den Ausblick auf den Windmühlenwald
Windmühlenwald
weiter durch
Burgdorf
– nein nicht dieses, auch nicht dieses , sondern dieses Burgdorf war es. Mit idyllischer Kirche im Ortskern, hinter hohen Bäumen versteckt:
Kirche Burgdorf
Es folgt ein Stück A395 auf dem das Kälbchen zu fliegen versucht hat – hat aber nicht geklappt, es ist einfach zu schwer um abzuheben.
Weiter durch Bad Harzburg auf’s Torfhaus – hier der Brockenblick:
Brockenblick
Weiter durch den Nationalpark Harz nach St. Andreasberg, Silberhütte, Herzberg am Harz und Osterode, vobrei an der Sösetalsperre
Sösetalsperre
Über Riefensbeek, Clausthal Zellerfeld, Schulenberg im Oberharz zur Okertalsperre – heute ziemlich leer:
Okertalsperre - heute ziemloch leer
In Goslar etwas Kultur mitgenommen: Das Breite Tor:
Das Breite Tor
und die Kaiserpfalz
Kaiserpfalz
mit den Löwen
Löwen
Dann wieder Richtung Hannover: Einen Schlenker über Bad Salzdethfurth, Diekholzen mit der schönen Kurvenstrecke, durch Hildesheim (und nein – den dortigen Dom habe ich mir heute nicht mehr gegeben) über die B6 nach 127.0.0.1
Karte
Statistik

Hermann im Minirock…

…steht bei Detmold auf’m Berg und schaut dumm in der Gegend rum:
Das Hermannsdenkmal
Das Hermannsdenkmal ist ein weiteres Monumentaldenkmal das schon von weitem sichtbar ist
Hermannsdenkmal
und von nahem eigentlich viel zu groß:
Hermannsdenkmal
Es erinnert an die Varusschlacht – dafür steht es zwar an der falschen Stelle – richtig wäre Bramsche-Kalkriese so 100km entfernt – und Arminius der Cherusker heist auch nicht Hermann – aber wer wird sich von solchen Details schon den Spaß verderben lassen – immerhin steht es landschaftlich schön und bietet bei dem heutigen Sonnenschein eine gute Aussicht.

So wurde es 1926 zum 50-jährigen Jubiläum gesehen – ganz im Stile der Zeit:
Hermannsdenkmal

Hin- und Rückweg über unterschiedliche Strecken, wobei ich auf der Rückfahrt die Durchquerung von Hameln hätte vermeiden sollen…
KarteStatistik
Eine kurze Runde zum Aufwärmen. Da für morgen noch besseres Wetter angesagt ist, gibts da nochmal Westharz 🙂 .

Kreuz und quer durchs Weserbergland

Wer weiß, wie lange das Wetter noch hält – es war für heute trocken, wechselnd bewölkt mit Temperaturen bis 10°C vorhergesagt (ist dann auch so eingetroffen).
Ich habe die Weserbergland-Tour mit Input von hier nochmal optimiert.
So siehts jetzt aus – kreuz und quer über die schönsten Strecken:
Karte
Als Weserbergland-Runde GPX-Routen laden.

Teil 1: Hannover- Eschershausen – 72 km – 1,5h
Teil 2: Eschershausen – Weserfähre Polle – 31 km – 0.5h
Teil 3: Weserfähre Polle – Köterberg – 27 km – 0,5h
Teil 4: Köterberg – Weserfähre Grohnde – 75 km – 1,5h
Teil 5: Weserfähre Grohnde – Lenne – 95 km – 2h
Teil 6: Lenne – Hannover – 95 km – 2h

Verlauf der Strecke:
Ab Hannover über den Nienstedter Paß (wenn es nicht Sonntag gewesen wäre – da ist der nämlich NoGo NoDrive Area – also über Springe umfahren) nach Eschershausen-Wickensen (Motorrad-Museum) * Escherhausen * Negenborn * Golmbach * Rühle mit ‚Rühler Schweiz‘ * Dölme * Reileifzen * Polle
Übersetzen mit Weserfähre Polle
Brevörde * Ottenstein * Vahlbruch * Falkenhagen
Köterberg
Niese * Rischenau * Falkenhagen * Goseberg * Lügde * Bad Pyrmont * Kleinenberg * Lichtenhagen * Deitlevsen * Welsede * Lüntorf * Grohnde
Übersetzen mit Weserfähre Grohnde
Börry * Bessinghausen * Haus Harderode * Lauenstein * Salzhemmendorf * Ockensen * Weenzen * Grünenplan * „Roter Fuchs“ * Holzen * Scharfoldendorf * Ölkassen * Buchagen * Bodenweder * Rühle * Golmbach * Negenborn * Deensen * Heinade * Denkiehausen * Linnenkamp * Wangelnstedt * Lenne *
Ab Lenne noch etwas Leinebergland mitnehemn und wieder nach Hannover.

Los gehts morgens bei diesigem Wetter, 5°C – sieht gar nicht so gut aus – aber mal als Training für nächstes Jahr Skandinavien angesehen. Also trotzdem los:
Los gehts morgens bei diesigem Wetter
Aber schon bald bricht die Sonne das erste mal durch die Wolkendecke:
Aber schon bald bricht die Sonne das erste mal durch die Wolkendecke
Und auf der Weser bei Polle ist der Himmel schon halb klar:
Himmel schon halb klar
Die Atomwolken Fabrik Grohnde arbeitet nur auf Sparflamme:
Sparflamme
Das war auch besser so – sonst wäre die Sonne den Tag wohl gar nicht mehr durchgekommen!
Die Wälder haben Ihr Herbstkleid angelegt
Herbstkleid
aber dei Blätter noch fast alle an sich. Zusammen mit den überwiegend trockenen Straßen ließ es sich noch angenehm fahren. Das Doppelvisier beschlägt tatsächlich nicht – und die Handschuhe sind warm, benötigen aber dennoch etwas Nachhilfe von der Griffheizung.

Zum Abschluß noch die Statistik:
Statistik

Benther Berg

Nächstes Jahr soll ja Finnland mit Teil der Tour werden. Erste Recherchen zeigen, daß man da nicht viel anderes machen kann, als durch Nationalparks zu wandern. Wenn man dann im Oulanka Nationalpark mal den Pieni Karhunkierros machen will, sollte man erstens schomal getestet haben wie sich 12km zu Fuß anfühlen – und das Navigationsbrikett im Luftlinien-Modus getestet haben. Denn ich glaube nicht, daß ich für dort oben zu vertretbaren Konditionen routingfähige Wanderkarten bekomme…
Also nach einem Vorschlag von hier mal eine Route zusammegeklickt (hellblau)
Route
die dann auf dem Navigationsbrikett eine schöne Liste von Zwischenzielen ergibt:
Liste von Zwischenzielen
Und so sieht es dann unterwegs aus (was man da sieht habe ich hier schonmal erklärt):
so sieht es dann unterwegs aus
Der Benther Berg liegt dicht neben Hannover unmotiviert in der Landschaft rum und versperrt den Blick auf den Deister.

Größere Kartenansicht
Los geht es an den Sieben Trappen Steinen
Sieben Trappen Steine
Transcript der Erklärungstafel:
Die SIEBEN-TRAPPEN-STEINE sind die letzten Zeugen des Gogerichts zu Benthe, das sich nicht unweit von hier zwischen der Mühle und der Bundesstraße 65 befand. Ihren Namen erhielten diese acht Steine nach einer in Niedersachsen weit bekannten Sage. Danach soll ein Bauer unter Eid vor diesem Gericht ausgesagt haben, er habe seinem Knecht den vollen Lohn ausbezahlt. Wenn dies nicht stimmen sollte – so der Bauer – würde ihn der Teufel nach sieben Schritten in den Boden reißen.
Als darauf der Bauer die Gerichtsstätte verlassen wollte, sank er, da er die Unwahrheit beschworen hatte, mit jedem Schritt tiefer in den Boden, bis er beim siebten ‚Tappen‘ mit lautem Donnergetöse für immer verschwand.
Diese Sage ist eine Mahnung zu mehr Ehrlichkeit.
April 1978 Ortsrat von Benthe

Genug der Bildung – los gehts! Und da hat es mich gleich erstmal irritiert: Da ist die magentafarbene Linie auf dem Navigationsbrikett – da muß ich lang! Aber da ist ja gar kein Weg – das führt mitten über den Acker! Aber sonst sind doch Straßen und Wege eingezeichnet! Der Bauer wird doch wohl nicht den Weg untergepflügt haben?
Aber kurzes Nachdenken hilft: Es ist ja Luftliniennavigation eingeschaltet – den tatsächlich zu gehenden Weg muß ich nun schon selber suchen!
Wir nähern uns dem Benther Berg unter Wattewolken
Benther Berg unter Wattewolken
Vorbei am Hochbehälter der Harzwasserwerke auf den Gipfel des Benther Berges
Gipfel des Benther Berges
Weiter zu den Hügelgräbern, an drohenden Baumskeletten vorbei
Baumskelett
zur Siedlung der Eingeborenen, die dort seit Jahrtausenden unberührt von der Zivilisation in Ihren Zweighütten wohnen:
Zweighütte
und hier ihren Riten nachgehen
Festplatz der Eingeborenen
Man kann als gesichert annehmen, daß die Eingeborenen des Benther Berges Kontakt mit Außerirdischen hatten – anders läßt sich die Ähnlichkeit mit den Statuen auf der Osterinsel nicht erklären.
Außerirdischer
Weiter gehts an der ehemaligen Empelder Kali-Abraumhalde vorbei – die nun seit 30 Jahren mit Bauschutt und Erde aufgefüllt wird um sie zu begrünen. Bis das soweit ferig ist, wird sie künstlerisch verschönert. Soll dann mal ‚Empelder Waldberg‘ heißen:
Empelder Kali-Abraumhalde
Vorbei an gefährlichen Tieren,
gefährliche Tiere
den Angriff der Kampf-Walkerinnen abgwehrt,
Angriff der Kampf-Walkerinnen
den Zwergenaufstand überstanden,
Zwergenaufstand
die von Tornados (oder waren es Erntemaschinen) verwüstete Empelder Feldmark durchquert,
Feldmark Empelde
unter drohenden Wolken
unter drohenden Wolken
schließlich wieder beim Kälbchen angekommen, das brav an den Sieben Trappen Steinen gewartet hat.
Die Statistik zeigt 120m Höhendifferenz
Höhenprofil
und 13,5km Strecke
Statistik
Was für eine Tour! Eingeborene, Wilde Tiere, Kampf-Walkerinnen, Zwerge, Tornadoverwüstungen und Wetterunbilden alles an einem Tag! Da kann es auf dem Pieni Karhunkierros auch nicht schlimmer kommen!

Herbstanfang im Weserbergland

Herbstanfang – und nochmal schönes Wetter, wenn auch etwas Frisch – es ist jedenfalls an der Zeit, das Futter in Jacke und Hose wieder einzuziehen.
Die Chance nochmal genutzt für eine kleine Tour durchs Weserbergland:
Kleine Tour durchs Weserbergland:
Grob geht es von Hannover zur Weserfähre Polle, über den Köterberg und die Villa Löwenherz in Lauenförde zurück nach Hannover.

Wer die Strecke im Detail sehen will, öffnet sie im Online Tourenplaner und kann da beliebig reinzoomen und die Wegpunkte in verschiedenen Formaten für’s eigene Navi exportieren.

Eigentlich liegt auf der Strecke noch das Motorradmuseum Eschershausen-Wickensen, aber obwohl ich da einen Wegpunkt drauf gesetzt habe ist es mir nicht aufgefallen. Scheint recht unscheinbar zu sein…
GeklautInspiriert von dieser Tour.
Herbststimmung bei Hildesheim:
Herbststimmung bei Hildesheim
bei nur geringen Schleierwolken am Himmel. Die Sonne hatte noch etwas Kraft – aber auf längeren schattingen Strecken durch den Wald wurde es doch schon kühl.
Schleierwolken
Die Weserfähre bei Polle diesmal nicht nur aus der Luft, sondern tatsächlich benutzt (1,50 EUR)
Weserfähre bei Polle
gibt den Blick frei auf die Burgruine Polle:
Burgruine Polle
Die Serpentinenstrecke bei Lüntorf erlaubt einen Blick aufs AKW Grohnde:
AKW Grohnde
Bei Bodenwerder gehts einen steilen Aufstieg zum Bismarckturm hoch:
steilen Aufstieg zum Bismarckturm
der sich im Höhenprofil als spitzer Peak abzeichnet – ca. 120m Höhendifferenz (zu Fuß):
Höhenprofil
Das ist der Turm
Bismarckturm
der einen guten Ausblick über die Weser bietet. Davon gibts aber keine Fotos – denn da waren die Akkus leer…
Insgesamt eine schöne Tagestour, fast nur schwach befahrene Straßen und wenig Städte, einige anspruchsvollere Streckenabschnitte sind zur Auflockerung aber auch dabei:
anspruchsvollere Streckenabschnitte
anspruchsvollere Streckenabschnitte
Zum Schluß noch etwas Statistik:
Statistik
@’Die Burgdorfer‘: Wenn Stefans Tank voll genug ist – und sonst keine Idee besteht – könnte man diese Tour – verkürzt um den Schlenker durch Lauenförde – nehmen.

Pyramiden in Norddeutschland?

Pyramiden in Norddeutschland
Nein – soweit sind wir noch nicht. Aber einen Tetraeder gibt es:
Tetraeder
Stellt das Fürstendenkmal dar
Fürstendenkmal
und steht in Langenrehm (Stadt Rosengarten, Kreis Harburg).

Da gibt es gleich nebenan auch den Sender Rosengarten
Fernmeldeturm_Rosengarten
Der funktioniert aber irgendwie nicht richtig – es sammeln sich nicht wie am Torfhaus und Köterberg Motorräder drunter 😉

Beim Aufbruch gegen 10:00h in Hannover ließ sich gelegentlich mal die Sonne sehen – während der Fahrt war es aber bedeckt. Bei Buchholz i.d.N. haben sich dann drohende Wolken zusammengeschoben
drohende Wolken
die Ihre Fracht aber glücklicherweise für sich behalten haben. Dennoch – schnell zurück! Eine kleine Autobahnetappe eingeschoben, wo das Kälbchen dann mal etwas fliegen konnte:
Statistik
und weiter ‚gen Hannover kam dann auch die Sonne wieder raus, so daß ich auf dem Rückweg noch
Klein Amerika
mitnehmen konnte.

Ansonsten war Tag der Windmühlen:
Bei Schneverdingen
Bei Schneverdingen
In Dibbersen
Dibbersen
und Wettmar
Wettmar

Eigentlich…

…wollte ich heute einen Funkstörmeßempfänger prüfen und verkaufsfertig machen.
Aber die Sonne hat mich dann doch wieder rausgezerrt:
Sonnenschein
Ich hatte vom ‚Kirschblütenfest Golmbach‘ noch eine geplante Tour liegen, die ich dann wegen Defekt des alten Navis so nicht fahren konnte. Also die Daten mal schnell ins Garmin importiert.
Durch Golmbach – natürlich heute ohne Kirschblütenfest und entsprechend tot – vorbei an der Burgruine Polle
Burgruine Polle
mit Blick auf die Weserfähre
Weserfähre
gehts weiter zum Köterberg. Dort steht auf dem Gipfel ein großer Sender
Sender Köterberg
Und irgendwie scheinen Quellen elektromagnetischer Strahlung Motorräder magisch anzuziehen – in Torfhaus unter dem dortigen Sender sieht es ganz ähnlich aus…
Parkplatz Köterberg
Eine kürzere Runde.
Statistik
Das Weserbergland läßt sich angenehm fahren, ist nicht so herausfordernd wie der Harz. Es waren heute sehr viele Motorräder unterwegs – aber keine Verrückten dabei.

Kyffhäuser hinterm Ostharz

Heute (25.9.) soll der einzige einigermaßen warme und trockene Tag der Woche werden. Und da man die Anfahrt zum Kyffhäuserdenkmal wohl unbedingt mal gefahren sein muß, ist das das Ziel für heute – auch wenn die Streckenlänge grenzwertig ist.
Also morges früh los, quer durch den Harz in Richtung Osten. Im Oberharz war es noch ganz schön frisch – da war ich dem Vorbesitzer mal wieder dankbar, da er in die Griffheizung investiert hat – einfach erwas höher drehen und die Kälte ist weg.
Im Harz kündigt sich schon der Herbst an:
Herbst
Auf dem Weg nach Alexisbad konnte ich die Selketalbahn überholen und so die Einfahrt und Rangiererei für die Rückfahrt miterleben:
Selketalbahn
Einen Rußfilter hat die jedenfalls nicht – nebelt die Umgebung ziemlich zu:
Selketalbahn
Da geht es hin – ein weithin sichtbares Monumentaldenkmal:
Monumentaldenkmal
Es ist aber zur Zeit komplett eingerüstet:
komplett eingerüstet
6,00 EUR Eintritt für ein Denkmal finde ich ‚eh schon teuer – und dann noch voll verkleidet? Da viel die Entscheidung leicht, mir lieber die Burgruine unterhalb des Denkmales anzusehen:
Burgruine
Aber der eigentliche Grund da hin zu fahren ist ja nicht das Denkmal, sondern die längliche Asphaltstruktur mit 36 Kuven auf 4,5km auf dem Weg dahin:
36 Kuven auf 4,5km
36 Kuven auf 4,5km
Zum Schluß etwas Statistik – der Rückweg fürhrte über ein Stückchen Autobahn nach Braunschweig zum Essenfassen in der Abendmensa:
Statistik

Steinhuder Meer und Totes Moor

Ein Blick aus dem Fenster zeigt so gar nichts von dem vorhergesagten Regen – stattdessen scheint die Sonne. Ein Blick ins Internet bestätigt, daß der Regen auf morgen verschoben wurde. Nun kann die Arbeit, die ich mir mitgebracht hatte (eine Großbestellung Multimeter ist zu testen) auch noch bis morgen warten.

Einmal um’s Steinhuder Meer
Einmal um''s Steinhuder Meer
bei einem Himmel wie von René Magritte gemalt.
Wolken

Erster Stop in Mardorf am Yachthafen – da war es mir aber zu überlaufen, nur kurz die psychedelischen Algenmuster im Wasser bewundert und weiter zum Toten Moor am anderen Ende von Mardorf.
Psychedelisches Algenmuster
Da gibts einen Wanderweg durchs Moor, da kann man was lernen 😉 – man muß nur aufpassen, daß man nicht von Radfahrern umgefahren wird!
Es sind diverse Aussichtspunkte und Stege ins Moor angelegt, auf Info-Tafeln werden die Bemühungen, dieses abgetorfte Moor und jetzige Naturschutzgebiet wieder in ein Moor zu verwandeln geschildert.
Steg
Die Wanderkarte auf dem GPS Gerät enthält tatsächlich auch die Stege und Aussichtspunkte:
Wanderkarte
Ein renaturierter Bereich:
renaturierter Bereich
Insgesamt sind die Renaturierungsarbeiten der Freiwilligen aber wohl zum Scheitern verurteilt – die Fläche ist einfach zu groß als daß man vollflächig die Birken abholzen, Dämme bauen und das wieder vermooren könnte…

Selbst dieser schmale Pfad ist in der Karte enthalten:
schmale Pfad
und führt aus dem Naturschutzgebiet heraus.
Direkt hinter dem Ende des Naturschutzgebietes steht man in einer Mondlandschaft:
Mondlandschaft
und nur wenig weiter wird weiter fleißig entwässert und ist der Torfabbau in vollem Gange:
Torfabbau
Abgefräst soweit das Auge reicht:
Abgefräst soweit das Auge reicht
Insgesamt wird eine Riesenfläche abgebaut – das Luftbild von Google kann vielleicht einen Eindruck verschaffen:

Größere Kartenansicht
Ober- und unterhalb der Moorstraße wird Torf abgebaut, das Naturschutzgebiet ist ein bereits ausgebeuteter Streifen direkt am Steinhuder Meer, ca. 500 breit.

Wenn Moor nun so eine wertvolle Landschaft ist, sollte man eher was von dem Abbaugebiet aufkaufen als zu hoffen, daß mit etwas Birken fällen und Wasser stauen sich in den nächsten 1000 Jahren neues Moor im Naturschutzgebiet bildet…

Der Abbau wird übrigens betrieben von der Fa. ASB die sich ganz harmlos gibt. Die machen Erde für Blumenfreunde…

Aber immerhin – im Abbaugebiet gibt es eine eigene Schmalspurbahn
Schmalspurbahn
sogar mit zwei eigenen, technisch gesicherten Bahnübergängen über die Moorstraße.
Die Gleislage erreicht aber mal gerade 3. Welt niveau:
Gleislage

Und wie macht sich das GPS Gerät nun zu Fuß?
Dazu hatte ich vorher schonmal ein Profil ‚Wandern‘ angepaßt, so daß man mit einem Knopfdruck vom Motorradbetrieb auf Wanderbetrieb umschalten kann – es wird dann die Straßenkarte deaktiviert, die Wanderkarte mit der unterliegenden OSM Deutschlandkarte aktiviert, auf Luftliniennavigation geschaltet und das Display angepaßt (Kompaßanzeige mit Kurszeiger etc).
Nun schien es mir sinnlos, auf dem nicht zu übersehenden Wanderweg lang zu navigieren – aber wir müssen ja auch wieder zum Parkplatz zurück. Dafür gibts eine Funktion ‚Mann über Bord‘ – eigentlich müßte die ja ‚Kälbchen allein auf dem Pakrplatz‘ heißen – die die aktuelle Position speichert und einen dorthin zurück führt.
So sieht das dann aus:
Luftliniennavigation
Damit kann man eigentlich nirgendwo mehr verloren gehen…

Kiefer

Der Rangierbahnhof in Seelze…

…besteht aus Eisenbahn so weit das Auge reicht:
Rangierbahnhof in Seelze
Darüber führt eine Brücke. Aber: Die Verwendung des Aufzuges mit dem Motorrad ist verboten:
Verwendung des Aufzuges mit dem Motorrad
Soll ich etwa die Treppe nehmen – oder wie denken die sich das?
Treppe
Im Nachhinein nochmal genau betrachtet gilt das Verbot wohl nur für vollverkleidete Sportmotorräder mit Scheibenrädern, oder? Hätte ich den Aufzug doch nutzen dürfen? Fragen über Fragen…