Morgens geht es im Nieselregen los – durch kleine Alleen

und über schön geschwungene Straßen dritter Ordnung

Die Landschaft ist hier offener – die Straßen nicht so verwinkelt wie im Sauerland und Spessart. Läßt sich sehr angenehm fahren!
Der Nieselregen macht dem Kälbchen nichts

aber Hasi ist nicht glücklich

Kälbchen hat es irgendwie geschafft, das Navihgationsbrikett zu beeinflussen – offroad war eigeentlich für heute gar nicht geplant:

Naja – allerbester Schwedenschotter. Da war die durchfahrene Straßenbaustelle gestern im Sauerland eine größere Herausforderung.
Irgendwann nach dem Mittag sind am Horizont erste helle Flecken zu sehen – und Nachmittags klart es auf:

Gegenn Abend sind wir dann in Altötting – schnell Quartier bezogen im Graminger Brauhaus und zu Fuß in die Stadt.

Kälbchen: Warum haste’n mich nicht mitgenommen zu den Kürschen?
Ich: Kirschen? Die Kirschenzeit ist vorbei.
Kälbchen: Nee – zu den Kürschen!
Ich: ????
Kälbchen: Und zum Papst!
Ich: Der Sitzt in Rom
Kälbchen: Nee – der wir sind Papst!
Ich: Kälbchen, Du bist zu spät dran. Der hatte keine Lust mehr auf Papst und hat hingeschmissen.
kälbchen: Aber der hat doch ’ne Kürsche hier!
Ich: Ach – Du meinst Kirchen!
Ich: Ja – haben die jede Nenge von. Und jeden Menge Läden mit Kerzen drumrum. Und mit ausgesucht häßlichen Figuren…
Kälbchen: Wollte ich auch sehen!
Ich: Da sind aber keine Haustierte erlaubt…
Kälbchen: Schade – auch nicht als Blindenkälbchen…
Ich: Komm nicht auf dumme Gedanken!
Und zum Beweis der Track durch die Innenstadt – mit jede Menge Kürschen drauf

Gute Nacht Kälbchen – und mach kein Unsinn!

Bleiben noch Karte und Statistik für Heute:


Kategorie: Touren
Österreichische Alpen Tag 1: Hannover bis hinter Aschaffenburg
Es geht los – morgens in Hannover – es läßt sich sogar die Sonne blicken!

So geht’s erstmal weiter Richtung Sauerland

aber ab dem späten Vormittag habe ich immer drohende Wolken über mir:

Aber ich habe Glück – die Straßen sind zwar oft nass – aber von oben bekomme ich den ganzen Tag keinen Tropfen ab – die Regenkombi kann im Koffer bleiben!
Irgendwo im Sauerland über kleine Straßen

und Pause im Wald

Bei solchen Schildern

weiß man gleich, daß man die richtigen Straßen herausgesucht hat. Das mit den richtigen Straßen funktioniert inzwischen schon ganz gut – schon fast zu gut. Die Strecke ist sehr schön, kleine Straßen, Kurven, kleine Dörfer, alle Ballumgsräume weiträumig umfahren, wenig bis nahezu gar kein Verkehr. Aber so richtig was schaffen tut das nicht. Vielleicht demnächst etwas mehr ’schnell‘ statt nur ’schön‘ mit untermischen…
Naja – nach 10 Stunden im Spessart hinter Aschaffenburg angekommen – damit ist die größere Hälfte der Hinfahrt geschafft.
So – nun machen sich die zwei Radler und die Kösespätzle bemerkbar – mal sehen, ob’s hier ’nen Internetzugabg gibt…
Österreichische Alpen – Vorplanung
Am Donnerstag gehts los – ertmal zur Gesellschafterversammlung nach Altötting – und wenn alles planmäßig läuft werde ich mich auf der Rückfahrt verfahren und dabei mit dem Kälbchen eine Runde durch die österreichischen Alpen drehen.
So sieht die Planung ertstmal aus:
2 Tage Hinfahrt – durch’s Sauerland runter in den Süden – vorwiegend auf kleinen Straßen – ca. 950 km. Hier gehts zur Interaktiven Karte!
Dann geht’s durch Österreich – voraussichtlich 5 Tage und 1650km über die schönsten Straßen. Auf der Route liegen
Nockalmstr.
Maltatal Hochalmstrasse
Großglockner Hochalpenstraße
’ne Stückchen durch Italien und zurück übers Timmelsjoch
Silvrettastraße
…dann noch ’nen Schlenker durch Bregenzerland, rechts am Bodensee vorbei bis zum Schwarzwald.
Hier die interaktive Karte.
Dir Rückfahrt wieder 2 Tage für 920 km.
Durch den Schwarzwald, links an Karlsruhe vorbei durch Frankreich, Pfälzerwald, bei Rüdesheim über den Rhein, links an Frankfurt und Kassel vorbei durchs Hessische Hinterland zurück nach Hannover.
Hier die Karte dazu.
Nun kann mir eigentlich nur noch das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen – ich hoffe es bleibt nicht so regnerisch wie die letzten Tage…
Enduro Day auf dem Uhlenköperring
Ich: Guten Morgen Kälbchen! Aufwachen!
Kälbchen: Schnarch, grummel, gähn…

Ich: Es ist Samstag, 06:00h!
Kälbchen: Was soll’n das! Es ist dunkel und es ist Samstag!
Ich: Na – wir fahrn doch heute zum Enduro Day nach Uelzen … ähhhh nach klein Pelztier ….ähhh nach Klein Pretzier zum Uhlenköperring und spielen im Dreck!
Kälbchen: Prima – wann geht’s los?
Ich: Na, Du hälst doch hier den Verkehr auf!
Los geht’s – der Sonne entgegen – durch die Savanne bei Wathlingen…

…ist das Ziel auch Bald erreicht und Kälbchen reiht sich bei den großen ein:

Am Vormittag soll es offroad durch’s Umland gehen – angeblich gibts dort legale Offroad Strecken – da sind wir mal gespannt…
Nach einigem Vorgeplänkel geht’s auch los – zumindest für 100m – dann steht das Mopped vom Tourguide. Naja – Benzinhanh nicht aufgemacht…war offen…rührt sich nicht.
Einmal nackig gemacht

lautet die Diagnose: Offenbar Zündgerät defekt – das fährt dieses Wochenende keinen Meter mehr!
Naja – nehmen wir ‚halt die Nachmittagstour mit dem anderen Tourguide und spielen solange auf der MotoCross Strecke:

Man sieht schon – hier ist alles eben und es gibt keine langen steilen Auffahrten wie in Schrecksbach. Läßt sich dadurch bedeutend einfacher fahren. Meine Rundenzeiten von 2:45 Minuten sind zwar sicher nicht Rekordverdächtig

aber es ist ein schönes Übungsgelände um an der Fahrtechnik zu arbeiten.
Apropos Übung: In einer Ecke findet das Basistraining für die Offroad-Anfänger statt – da bin ich letztes Jahr auch mit rumgeeiert!

So – mit eben aufgefrischter Offroad-Fahrtechnik geht’s dann nach dem Mittag auf Tour. War gar nicht schlecht daß die Vormittags-Tour ausgefallen ist – so war das die bessere Reihenfolge!
Über diese schmale Brücke müssen ’se rüber

Tiefer Sand ist staubig

und tückisch – der Sand hat manchmal ganz Eigene Vorstellungen von der einzuschlagenden Fahrtrichtung

Aber zum Glück sind die Tiefsandstrecken nur einige100 m lang. Dafür ist das das richtige Fahrzeug:

In der Furt

gab es dieses Jahr keine Verluste zu beklagen – alle haben rübergemacht, und das auch mit weitgehend trockenen Stiefeln. Die lange Trockenheit sorgte für niedrigen Wasserstand – dafür für außerordentliche Staubentwicklung auf dem Rest der Strecke.
Nach 100km zügiger Offroad Strecke wieder da!

Kälbchen: Hey – du Clown!
Ich: Hä – wieso Clown?
Kälbchen: Na – Du siehst aus wie die da
Kälbchen: Und die haste die Woche selbst Clowns genannt!
Ich: Schluck…
Kälbchen: Brauchst nicht zu glauben, daß ich nicht wüßte, daß Du mit der Neuen im Harz warst!
Ich: … die Sertao wollte doch auch mal fahren.
Kälbchen: Schon gut – die soll ja in der Garage auch nicht völlig stumpfsinnig werden.
Ich: Puhhh…
Ich: Kälbchen, was haste Dich eigentlich so eingesaut

Kälbchen: Selber!

Ich: Und – wie wars?
Kälbchen: Schön – aber anstrengend. Hat mich ganz schön durchgeschüttelt!
Ist schon erstaunlich, daß man in Deutschland noch 100km Strecke finden kann mit einem erheblichen Offroad Anteil. Ganz vermeiden läßt sich Asphalt nicht – und ist nach ’ner Sandetappe auch mal ganz erholhsam. Die Strecke läßt sich jedenfalls durch Kartenstudium alleine nicht finden – ohne ortskundige Führung wird das nichts. Und tatsächlich fast ganz legal – ich glaub wir haben auf den 100km nur 2 Schilder übersehen…
Da ging’s lang:

Wobei die Karte nur eine groben Überblick gibt. Im Zweifalsfall muß man sich das detailliert im Track ansehen…

Die Sonne lacht…
…da ist es an der Zeit, der Neuen mal den Harz zu zeigen – sonst steht ’se sich in der Garage noch die Reifen platt. Schnell noch die heutigen Pakete zu Post – und dann geht’s los…
…über kleine Alleen…

…in den Tannenwand bei Sophienhof

Sieh! Hier sind wir schon an der Rappbodetalsperre:

Sei bloß vorsichtig – hier sind am Wochenende ganz viele große böse Motorräder unterwegs die da hinten im Tunnel ordentlich Radau machen!

Rechts neben Dir geht tief runter:

und da vorn ist der Stausee

Schau mal da – Zwei Clowns!

Das ist übrigens eine schöne Schotterstrecke und eine Umfahrung der fehlenden Brücke in Rübeland – wenn man nicht die Fußgängerunterführung nutzen will.
Und schon sind wir wieder im Westen – das ist die Okertalsperre:

Die Uferstraße ist immer noch eine einzige Baustelle und die Brücke weiterhin gesperrt – immernoch ein riesen Umweg nötig:

So – gut aufgepaßt: Hier immer anhalten

denn hier gibt’s Betriebsstoffe für deinen Reiter!

Das war der Tag heute:

Na – solche Berge kennste aus Berlin und Brandenburg nicht, gelle? Aber mehr gibts erstmal nicht – die ‚richtigen‘ Berge teste ich demnächst erstmal mit dem Kälbchen.
Bleibt noch die Karte – sieht ähnlich aus wie die große Harzrunde – ist aber die Heidornsche Saisoneröffnungstour. Die ist etwas kürzer und hat mehr größere Straßen -ist also schneller.

Die Wolkenfabrik in
Mehrum

arbeitet auf vollen Touren und hat es tatsächlich geschafft, die Sonne bis Braunschweig zu verdecken. Bei Abfahrt war’s noch sonnig…
Heute nur ’ne kleine Runde nach Braunschweig zum Mittag (ist genau so gesund wie es aussieht)

und auf ein kurzes ‚Hallo‘ bei den Ex-Kollegen.
Da die Sonne…
…heute morgen so schön gelacht hat kurzentschlossen noch einen kurzen Ausflug ins Leinebergland eingeschoben.
Ein angenehmer Frühherbsttag:

Die Felder abgeerntet, der Wind schiebt interessante Wolkenformationen über den Himmel, ab und zu kommt die Sonne duch und das Kälbchen hat das Winterfell angelegt 🙂 .
Es wird fleißig gebaut – mal wieder ’ne Straße wegen Baustelle gesperrt. Aber da sehen wir doch erstmal nach ‚eh es über die Umleitung geht:

OK – das stellt nicht wirklich eine Herausfordeung dar – also durch!
Zum Mittag zieht es dann immer mehr zu und es kommt kräftiger Wind auf. Macht aber nichts – es war ‚eh eine kurze Strecke ausgewählt – so 220km:

Und da ich mal wieder vergessen hatte die Tagesstatistik vor Abfahrt auf Null zu stellen gibts zur Abwechslung mal ein Höhenprofil:

Heute früh beim Brötchenholen…
Kälbchen: Muh!
Ich: Guten Morgen Kälbchen – was gibts?
Kälbchen: Ich habe lange Weile!
Ich: Wieso denn das?
Kälbchen: Wir waren die Woche gar nicht unterwegs 🙁 .
Ich: Stimmt gar nicht. Wir waren zweimal einkaufen, einmal die kleine Hausrunde – und bei IKEA zum Küche gucken…
Kälbchen: Das zählt nicht!
Ich: Bist doch selber Schuld daß Du bei IKEA nicht mit reingekommen bist.
Kälbchen: Da durfte ich gar nicht mit rein!
Ich: Unsinn – bei IKEA dürfen nur Hunde nicht mit rein!
Kälbchen: …
Ich: Und außerdem – mit deinem krummen Lenker war das kein Vergnügen!
Kälbchen: Den haste ja heilegemacht. Danke!
Ich: Nimm Dir mal ’nen Beispiel an der Neuen! Die steht in der Garage im dunkeln, macht nichts kaputt und klagt nicht!
Kälbchen: Die ist ja auch nichts anderes gewohnt!
Ich: …
Kälbchen: Ich will heute ’nen Ausflug!
Ich: Und wohin?
Kälbchen: Heute in den Harz!
Ich: Und wieso?
Kälbchen: Nachsehen ob da am Wochenende wirklich soviele Verrückte sind wie man immer sagt!
Ich: Naja – laß mich wenigstens noch Frühstücken!
Kälbchen: Nimm die ‚Große Harzrunde‘ – die war schön…
Und so kommt’s daß ich heute nicht auf der Baustelle war…
Ums vorwegzunehmen: Das Kälbchen hatte mal weider Recht: Genau das richtige Wetter – 20°C bei Sonnenschein – ein schöner Sonntagsausflug.
Auf der Anfahrt erstmal durch eine Feuerwehrkolonne durchgekämpft…

…und mich für’s Foto wieder überholen lassen. Die sind dann auch ausgerechnet über den kleinen Weg nach Hildesheim gefahren den ich auch nehmen wollte – statt einfach auf der Bundesstraße zu bleiben.
Auf der Anfahrt nach Wildemann dann Straßensperre – ist heute eingerichtet als Radfahrerstraße und gut gefüllt mit Drahteseln. So’n Mist – jetzt doch nicht wieder zurück! Das Navigationsbrikett zeigt da so gestrichelte Wege – die gehen schonmal in die richtige Richtung.
Das Schild habe ich dann wohl übersehen

und das Kälbchen war in seinem Element:

Aber irgendwann ging’s nicht mehr weiter – keine andere Wahl als auf die gesperrte Straße voller Fahrradfahrer zu fahren. Da ist so ein leises und freundlich guckendes Kälbchen im Vorteil – und die Warnweste gibt noch ’nen offiziellen Anstrich. Nichtmal vom ADFC Pulk gab’s irgendwelche Kommentare. Ich bin da wohl als Streckenkontrolle durchgegangen. Es gab dann glücklicherweise auch keine hilfsbedürftigen Fahrradfahrer. Und nun stelle man sich das mal in Papageienleder auf ’nem röhrenden Fighter vor! Ein gefundenes Fressen für militante Fahrradfahrer.
Weiter gehts – durch Clausthal-Zellerfeld. Ich dachte, die 20km/h Zone in Burgdorf sei nicht mehr zu toppen – aber es geht doch noch weniger:

Hinter Hohegeiß geht’s über die ehemalige Grenze, das Kälbchen hat da ’nen Kolonnenweg zu spielen gefunden

und der Fahrer ’ne Feldküche für ’ne Erbsensuppe:

Vorbei an der Rappbodetalsperre – da im Tunnel die einzig zwei verrückten, die den Tunnel auf Ihren Supermotos röhrend auf dem Hinterrad durchfahren. Aber andererseits – mehr Publikum gibt’s nirgends – der Parkplatz dort war rappelvoll.
Weiter geht’s nach Rübeland – die Brücke dort ist immer noch weg

aber ich kenne ja eine Alternative:

Die haben inzwischen auch andere gefunden. Aber nur Klapphelmfahrer schieben da durch!
So – und wie wars: Gut – 450km bei Sonnenschein. Fast keine Verrückten auf der Straße – die drei Fighter die mich röhrend überholt haben nur um mir dann in der nächsten Kurve im Wege rumzustehen zähle ich mal nicht mit. Aber mehr Verkehr als Werktags – und viele viele Motorräder – sicher genau so viele wie Dosen. Auffallend waren die stark vertretenen dösigen Dosentreiber. Wohl die sprichwörtlichen Sonntagsfahrer.
Und es gibt mehr zu sehen – ein Spezialist hat seinen Sportler mit Lenker und Sitzbank voran unter der Leitplanke geparkt – Räder zur Straße. Wie man das da schafft ist mir völlig schleierhaft – mit ’nem gepflegten Lowsider parkt man doch andersrum ein. Naja – er hat’s wild gestikulierend versucht der Polizei zu erklären.
Und den zweiten will ich eigetlich gar nicht glauben – aber eine große Ölpfütze mit einigen Metallstücken drin mitten auf der Straße, etwas weiter lehnt das Mopped an der Leitplanke – aber sonst keine Spuren. Das läßt eigentlich nur den Schluß zu, daß da der Motor während der Fahrt geplatzt ist.
3. Enduro Cross Camp Schrecksbach
Dieses Wochenende ging’s mal wieder nach Schrecksbach – südlich von Kassel – zum Enduro Cross Camp. Nachdem das letztes Jahr zeimlich Crosser und Quad – lastig war, so konnte man dem diesjährigen Programm entnehmen, daß sich der Veranstalter MCS Schrecksbach bemüht Reiseenduristen anzulocken. Die Quads wurden ausgeladen (haben eine eigene Vernstaltung zu einem anderen Termin bekommen), es gibt ’nen extra Kurs Fahrtraining für Dickschiffe auf der Strecke, getrennte Fahrzeiten für Crosser und Dickschiffe, ’nen Diavortrag über ’ne Motorradreise nach Asien, ’nen Touratech-Stand darf natürlich auch nicht fehlen. Dazu die bewährte Party in der MotoCross Scheune und riesen Lagerfeuer.
Los gehts am Freitag Mittag bei blauem Himmel über kleine Sträßchen gen Süden:

vorbei an Straßenkunst:

Ein Abstecher zur Edertalsperre steht noch auf dem Programm:

Die haben da ’ne sehr schön kurvige Uferstraße – aber wenn ich geahnt hätte daß da am Freitag Nachmittag dichter Ausflugsverkehr herrscht hätte ich mir das geschenkt.
Zeitige Ankunft in Schrecksbach bedeutet freie Auswahl auf der Zeltwiese

es füllt sich aber zusehens:

Crosser sind auch dieses Jahr wieder klar in der Überzahl – aber die Maßnahmen wirken – ich bin nicht mehr das gefühlt einzige Dickschiff unter 1000 Crossern.
Es hat sich da eine kleine aber feine Gruppe zusammengefunden, die versuchen will mit den Dickschiffen die Cross Strecke zu bezwingen:

Im Hintergrund die Berg-Auffahrten, die aus dieser Perspektive irgendwie gar nicht so steil aussehen – uns vor Ort aber schon Respekt eingeflößt haben. Es ist schwiertig, die zu Fuß zu eklimmen.
Aber erstmal sind die Crosser dran – und wirbeln reichlich Staub auf:

und zwar so:

Früh übt sich: Hinfallen – aufheben – weiterfahren. Aber Papa auf der großen orangen paßt ja auf…

Wer will kann auch mal Trial probieren:

Der Samstag beginnt mit Auffrischung der Grundfahrtechniken Offroad auf der alten Fahrerlagerwiese – dann geht’s auch schon auf die Strecke und es geht weiter mit Kurventechnik – mit Übungskurve mit viel losem Sand auf dem Lehm – die sich aber mit MotoCross-Fahrtechnik auch auf einem Dickschiff bewältigen läßt. Weiter Bergauf – Bergab – Anfahren am Berg – Rückwärts wieder runter falls man’s nicht bis oben geschafft hat – und natürlich auch Mopped bergen am Hang – immer auf ausgesuchten einfachen Streckenabschnitten.
Dann sind wir auch soweit – am Nachmittag geht’s unter sachkundiger Führung über die Strecke – in kleinen Etappen jeweils mit Tips zur besten Fahrweise. Und siehe da – das was morgens noch nahezu unmöglich aussah ist gar nicht so schwer. Danach geht’s gleich einige Runden alleine über die Strecke.
Und auch die Berg-Auffahrten sind gar nicht schlimm – man muß sich nur zwei mal überwinden: Beim Auffahren schön am Gas bleiben – auch wenn es aussieht als würde es vor einem senkrecht hoch gehen. Und beim Bergab-Fahren einfach ersten Gang rein und in den Abgrund rollen lassen – nicht bremsen – dann kommt man auch gut unten an. Ist besser als Achterbahn – zumindest die rechte Auffahrt. Die linke ist oben im Kurvenbereich sehr zerfahren und so’n Dickschiff dort kaum zu kontrollieren.
Das ist mal ’nen grober Track der Strecke – ohne die beiden Berg-Auffagrten die sich untern rechts befinden:

Hier das Höhenprofil (grün) und Geschwindigkeitsprofil (blau) dazu:

Den Crossern machen wir da mit Geschwindigkeiten die mal höchstens 25 km/h erreichen keine Konkurrenz – aber wir kommen kontrolliert rüber…
Der Tag klingt aus mit dem Motorrad-Reisevortag, Riesen Lagerfeuer, Feuershow und Party in der Moto-Cross Scheune.

Dies ist übrigens die Maschine die bei der abendlichen Wahl den Publikumspreis für die ‚dollste Reiseenduro‘ erhalten hat – ’ne klassische BMW wie aus dem Ei gepellt:

Das Kälbchen hat sich ja schon dran gewöhnt daß es kein Hingucker ist und bei solchen Wettbewerben keinen Preis gewinnt – war aber wohl doch etwas angefressen und hat dann am Sonntag am Sprunghügel der Kuh nachgeeifert: Mit zu viel Schwung rauf – mit beiden Rädern abheben – den Flug genießen – und dann feststellen daß es gar nicht weiß wie man landet. Es läßt sich eindeutig eine Verwandschaft zur Kuh festestellen – die hat’s genauso gemacht und beide sind mit dem Vorderrad eingeschlagen. Das Kälbchen hat davon jetzt ’nen krummen Lanker – die Kuh nen krummen Scheibenhalter – Aua!
Naja – zumindest am Samstag war den ganzen Tag über immer die gummierte Seite unten – das hätte ich nach den Erfahrungen vom letzten Jahr nicht erwartet. Und fliegen landen üben wir dann nächstes Jahr 😉 .
Und – was nehme ich mit:
Feinen roten Lehmstaub

und die Erinnerung an ein gelunges Wochenende – gutes Wetter – Sonnenschein bei 25°C oder mehr – lauter nette Leute – und ein kleiner Motorsport Verein der das hervorragend organisiert hat. Und 35,00 EUR (bei Voranmeldung) für Camping, 2x Frühstück, Fahrkurs, Streckenbenutzung, Vortag und Party ist das allemal wert!
Mein Dank geht an den MCS Schrecksbach und alle Helfer die das möglich gemacht haben!
Ich denke, ich werde nächstes Jahr auf dieser Veranstaltung einige Leute wiedersehen.
Was bleibt zum Schluß: Nur noch schnell die Karte:

Nachtrag:
Abschlußfoto – kurz vor der Rückfahrt. Kälbchen und Kälbchentreiber:

Nachtrag 2:
Hier noch ein Streckenvideo von jemandem der es kann – 2 Runden mit der Helmkamera:
Heute ist nochmal…
…warmes und trockenes Wetter vorhergesagt – die nächsten Tage soll es etwas abkühlen – da kann man dann auch mal wieder an die Baustelle denken.
Aber heute der Tag soll nochmal genutzt werden – da kann man ja mal der neuen das Weserbergland zeigen – ist mal was anderes als immer nur brandenburgische Sandwüste 🙂 .
Da kuck ’se doof – so viele Bäume…

und im alten Steinbruch bei Helmarshausen – wenn ’se nicht artig ist kommt ’se in die Steinsäge 😉

Da zeigte sich, daß sie noch Tourenreifen drauf hat – da auf dem Gras gab’s bei der Abfahrt schon Traktiosnprobleme…
Und die Krukenburg – auch bei Helmarshausen…nicht mehr bewohnbar.

Noch einmal Aussicht vom Köterberg genießen

und dann ab in die Garage – sonst wird das Kälbchen noch eifersüchtig!

Noch die Karte uns Statistik


Und wie fährt ’se so? Das alles leichter geht hatte ich ja schon festgestellt. Zudem geht sie deutlich leichter um die Kurve als das Kälbchen – das wird wohl an den zur Zeit aufgezogenen Tourenreifen Metzler Tourance EXP liegen. Dafür ist sie bei kleinen Steinchen auf der Straße und Seitenwind nervöser – von sowas läßt sich das Kälbchen nicht beeindrucken und galoppiert stur geradeaus weiter. Naja – man kann halt nicht beides haben. Nächstes Jahr mal sehen, wie sich die Sertao dann mit den K60 Scout anfühlt.
Ansonsten hat BMW am Motor / Motorsteuergerät gefeilt. Der Motor läuft vibrationsärmer und runder – was sich insbesondere bei niedrigen Drehzahlen bemerkbar macht, wo das Kälbchen dann gerne rupping in die Kette hackt. Der rundere und leisere Motorlauf in Verbindung mit der anderen Tachoeinteilung führt dazu, daß man dann doch mal schneller ist als gedacht. Naja – werde ich mich nächstes Jahr dran gewöhnen. Der Tacho ist als großes Rundinstrument ausgeführt und gut ablesbar – der Drehzahlmesser allerdings ist ein echter Rückschritt. Die LCD Balkenanzeige ist während der Fahrt kaum ablesbar. Da war das Rundinmstrument beim Kälbchen besser…
…und ’nen harten Rücken hat ’se! Die von irgendeinem Vorbesitzer dem Kälbchen mal spendierte Gel-Sitzbank werde ich auf jeden Fall auf die Sertao übernehmen.



