Wir basteln uns einen Schutz…

…für den Laptop – damit auf der nächsten Tour sowas nicht wieder passiert. Bisher hatte ich da was aus Sperrholz gebastelt – das hat sich aber auf der Sub Sahara Afrika Tour aufgelöst…

Los gehts: 2 mm Aluminiumplatten gibts für kleines Geld im Zuschnitt in Internet, dazu noch Kantenschutzprofil und ein Rest mittelfester Schaumstoff aus der Verpackungsmaterialkiste.

Material
Material

Maß nehmen -wo kommen die Abstandsbolzen hin?

Maß nehmen
Maß nehmen

Bohren…

Bohren
Bohren

und ‘nen schönen…

Feilen
Feilen

…Radius feilen. Um 15mm kommt der Kantenschutz später ohne weiteres rum.

Radius
Radius

Schonmal testen: Verträgt sich der vorgesehene Kleber mit dem Schaumstoff? Ja – tut er!

Testen
Testen

Entgraten…

Entgraten
Entgraten

…und senken.

Senken
Senken

Entfetten…

Entfetten
Entfetten

…und vormontiert. Mal sehen ob’s paßt!

Vormontiert
Vormontiert

Kantenschutz rum…

Kantenchutz
Kantenchutz

…Schaumstoff zuschneiden…

zuschneiden
zuschneiden

…und einkleben.

einkleben
einkleben

Fertig. Der Rechner kann von einer Seite reingeschoben werden

Fertig
Fertig

und steckt dann ein seinem gepolsterten Panzer.

Fertig
Fertig

Na – da hatte ich doch den richtigen Riecher…

…und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.  Bei einem hier auf der Reparatur-Werbank wartenden Gerät fiel alle paar Tage mal die Versorgungsspannung aus – woran auch ein neues Netzteil nichts geändert hat. Heute dann mal Glück gehabt – das Display geht aus und es riecht leicht nach Tantalkondensator. Das könnte der Grund sein! Aber wo ist einer? Nix zu sehen! Also die Schaltpläne durchgeschaut – es gibt tatsächlich insgesamt 4 Stück. Und zwar eingebaut in der allersletzten Ecke, so daß man das Gerät erstmal vollständig zerlegen muß. Und siehe da:

Tantalperle
Tantalperle

Da ist der Übeltäter. In der anfälligen Perlenbauform, die obere Hälfte verfärbt und aufgeplatzt. Wenn man ein leistungsfähiges Netzteil hat verwandeln sich die gerne mal in Brandsätze und man hat hinterher ein schwarzes Loch in der Platine. Zum Glück hat hier das Netzteil abgeschaltet, bevor größerer Schaden entstanden ist…

Oh – ein Gerät mit Innenbeleuchtung

Da nimmt man nichts ahnend das Gehäuse ab – und was schaut einen an: Zwei Osram Glühlampen 15W mit E27 Sockel, schlagfeste Ausführung:

Innenbeleuchtuung
Innenbeleuchtung

Und was ist das? Ein Rohde und Schwarz Mikrofaradanzeiger Typ KZT aus den 1960er Jahren. Also ein Kapazitätsmeßgerät:

KZT
KZT

Aber das ist natürlich keneswegs eine Innenbeleuchtung – Rohde und Schwarz ist eine seriöse Firma und würde einen solchen Unsinn nie bauen. Die Glühlampen dienen – durch Ihre Kaltleiterverhalten – in einer Brückenschaltung der Stabilisierung der Meßspannung gegen Netzspannungsschwankungen.

Garmin Oregon – Reparatur Einschalter

Man wird ja von der Technik immer abhängiger – eine Papierkarte hab ich unterwegs nur noch in großem Maßstab für den generellen Überblick dabei. Die nutzt aber nichts für die Detail-Navigation.

Was nun, wenn das Navigationsgerät ausfällt? Vor der Tuareg Rallye hatte ich das Garmin Montana im Sand versenkt – was zu zeitweisem Ausfall des Touch-Screen gefüht hat.  Das liess sich glücklicherweise vor Ort beheben – aber ohne Navi hätte ich die Rallye nicht mitfahren dürfen.

Also mal die Augen auf machen nach einem Reservegerät: Da gibt es die Garmin Oregon Serie – und die älteren Geräte kommen jetzt in eine Preisregion, die ich mir leisten kann 🙂 . Das ist im Pronzip das Garmin Montana in klein, s0 daß ich mich auch in der Bedienung nicht groß umstellen muß.

Die haben aber das Problem, daß der Gummikppe des Einschalters wegbröselt – wird im Laufe der Jahre spröde und rissig. Und dann ist das Gerät nicht mehr wasserdicht.

Es gibt einen Anbieter aus Russland, der Gummiknöpfe nachfertigt – die sind mit 25 USD aber deutlich überteuert (aber alternativlos, wenn man nicht basteln will).

Ansonsten gibt es den Vorschlag die Reparatur mit Sugru zu bewerkstelligen – und das vortige Vorgehen schint mir ganz gut.

Also den Stößel aus einem Stückchen Radiergummi geschnitzt.  Sugru hatte ich grad nicht da (kannte ich bisher auch nicht – scheint aber ein interessantes Zeug zu sein). Stattdessen ein Stückchen LKW-Plane zurechtgeschnitten und mit Planenkleber (Tarpo-S) aufgeklebt.

Einschalter repariert
Einschalter repariert

Ist nicht schön – aber hält und ist wasserdicht!

 

Electronic Artwork

Da hat einer Anfang der 80er fleißig Leiterbahnen geklebt:

Electronic Artwork
Electronic Artwork

Heute macht sowas Kollege Computer vollautomatisch. Sieht dann aber nicht so gut aus…

Und noch eine Platine aus dem Gerät:

Platine
Platine

Die weißen Keramikgehäuse mit Golddeckel sind schnelle Optokoppler – 10MBit war in den 80er Jahren Hightech. Diesen Typ gibt es übrigens immernoch zu kaufem – kosten weiterhin ein kleines Vermögen, da nach militärischen Normen hergestellt und für dauerhaften Betrieb bei 125°C geeignet. Die Blechdöschen rechts sind übrigens Relais…

Da hat Dornier was für die Bundeswehr zusammengebaut – und da spielt Geld keine Rolle. Ich habe selten ein so aufwändig konstruiertes und gebautes Gerät gesehen. Dafür sieht es auch nach fast 40 Jahren innen noch aus wie neu (von außen konnte man das nicht gerade behaupten…)

Hallo Hornbach, gehts noch?

Meine Leuchtlupe im Labor leuchtet durch eine ringförmige 22W Leuchtstofflampe. Nach vielen Jahren ist die nun hin und muß getauscht werden.

Nimmste von Hornbach eine mit. Hmmm… 12,65 EUR scheint mir nun doch deutlich teuer – und dann auch nur in warmweißer Lichtfarbe vorrätig, wo ich doch im Labor alles auf tageslichtweiß umgestellt habe.

Tja – nun gibts eine aus dem Versand – in gewünschter tageslichtfarbe und für 3,80 EUR. Dazu kommen zwar noch 4,95 EUR Versand, ist aber immer noch deutlich günstiger.

Ich sehs ja ein daß ein Ladengeschäft teurer ist als ein Versandlager – aber das rechtfertigt doch nicht einen mehr als dreifachen Preis!

Mit etwas zurückhaltender Kalkulation hättet ihr Umsatz mit mir machen können – so bis 8,00 EUR hätte ich die wohl mitgenommen – und da wäre immernoch genug dran verdient.

Soviel zur überlegenen…

…Lebensdauer von LED-Leuchtmitteln:

LED-Lampe
LED-Lampe

Mal abgesehen von der Tatsache, daß sich die Kappe leicht und ohne Verwendung von Werkzeug abziehen läßt und dann Netzspannung führende Teile frei liegen (der ganze Aufbau ist dank Kondensatornetzteil nicht netzgetrennt) hat diese Lampe (nach ca. 3 Jahren / 300h Leuchtdauer im Kellergang) jetzt zwei schwarz verbrannte LED auf der Stirnseite und glimmt nur noch ganz schwach.

Das läßt sich reparieren indem man die defekten LED überbrückt – aber da werd ich wohl nicht lange Freude mit haben – es sind bereits viele weitere LED defekt und leuchten nicht mehr:

LED-Lampe
LED-Lampe

Und nein – das ist kein Einzelfall. Dies war nur das erste von fünf Exemplaren, bei den anderen sind ebenfalls bereits ca. 20% der LED defekt.

Da ist der magische Rauch entwichen…

…mit dem Elektronik arbeitet:

magischer Rauch ist entwichen
magischer Rauch ist entwichen

Der Tantal Kondensator ganz rechts hat sich zu einem Kurzschluß entschlossen – und der Entkoppelwiderstand links hat dann sich selbst – und die Freilaufdiode für das Relais – verbrannt.

Zum Glück ist das kein empfindlicher Schaltungsteil, so daß die verkohlte Leiterplatte dort nicht stört. Alles neu – die Freilaufdiode wohnt jetzt auf der Unterseite der Platine.

alles neu
alles neu

Da reichten Nase und Auge zur Fehlersuche – ging ganz ohne Meßgeräte 🙂 .

Nachdem sich das Acer Netbook…

…auf der letzten Tour auf Grund übermäßiger Wabbeligkeit zerlegt hat muß Ersatz her, um bei der nächsten Tour was für die Routenplanung, Fotoverwaltung und natürlich zum Blog-Update zu haben.

Es soll stabiler sein und nicht zu groß und schwer – und nicht übermäßig teuer. Modern sind 15″ Notebooks – die sind aber viel zu groß. Die Auswahl an 12″ – was das größte ist was ich grade so noch akzeptieren kann – ist da schon deutlich eingeschränkter. Und zu teuer ist das alles auch noch – schließlich ist einkalkuliert, das solch empfindliche Geräte die Strapazen einer Offroad Motorradtour nicht allzulange mitmachen. Aber es muß ja gar nicht besonders leistungsfähig sein – für ‘nen bisschen Fotos kopieren, Routenplanung und bloggen muß es nicht die neueste Wundermaschine sein.

Also mal nach was gebrauchtem geschaut: Da gibt es gebrauchte Business-Notebooks in großer Auswahl. Entschieden für ein IBM / Lenovo ThinkPad X201 für 179,00 EUR – das ist zwar 6 Jahre alt, reicht aber für den geplanten Einsatz aus.

ThinkPad X201
ThinkPad X201

Und es ist in erstaunlich gutem Zustand – man muß schon genau hinsehen, um Gebrauchsspuren zu finden. Stand sicher bei einem Bank- oder Versicherungsmenschen die meiste Zeit in einer Docking-Station auf dem Schreibtisch. Dabei war ein Akku von 2015 mit erst 40 Entladezyklen.

Und man kann ganz klar feststellen – das ist schon eine andere Klasse als Acer – wo das nur Wabbeligkeit hatte, hat man hier was stabiles in der Hand – mit einer richtigen Tastatur – und einem Touchpad mit richtigen Tasten das sogar funktioniert. Die Maus muß also denmächst nicht mehr mit 🙂 . Und es ist ein Win 7 Professional dabei – so daß ich jetzt wieder alle Rechner auf einem Stand habe. Mit dem Win10 auf dem Acer bin ich nie so richtig warm geworden. Und ein System, daß ohne Eingriffsmöglichkeit Gigabyte-Große Updates herunterlädt ist für die Verwendung in abgelegenen Gebieten ungeeignet – denn dort ist ein W-Lan Anschluß in der Regel nichts anderes als ein Mobilfunkrouter…

Auf die Schnelle mal eine Neo Pixel LED-Uhr…

…zusammengebastelt.

Ich hatte vor einiger Zeit mal dieverse Arduino Prozesorboards und alles mögliche Zubehör beschafft, um mich in die Microcontroller-Programmierung wieder einzuabeiten. Die ersten Ergebnisse waren die Tripmeter – das gab schon erstaunlich schnell gute Ergebnisse.

Aus der Bestellung lag noch ein LED-Ring mit 60 Neo Pixel RGB LEDs (WS2812) rum, der auf Verarbeitung wartete. Diese 60 LEDs lassen sich alle über nur eine Leitung ansteuern und haben eingebaute ‘Intelligenz’, die es ermöglicht, jede der drei Farben in 255 Helligkeitsstufen einzustellen.

Und bei 60 LED liegt es nahe, daraus eine Uhr zu bauen…

Neo Pixel LED-Uhr
Neo Pixel LED-Uhr

Leicht erkennbar ist der LED Ring, in der Mitte das kleine Prozessor-Board (Arduino nano Clone), darüber Anschlußklemmen für Stromversorgung mit Verpolungsschutz und Eingang für den Minutenpuls, damit sich die Uhr – wie alle meine anderen – auf die Zentraluhr synchronisiert. Unten rechts noch ein Drehimpulsgeber zum Einstellen der Anzeige.

Dank der verfügbaren Software-Bibliotheken für die LED Ansteuerung und Drehimpulsgeberabfrage läßt sich die Software dafür innerhalb weniger Stunden zusammenstricken und dann gleich per USB auf das Prozessorboard laden.

Das ganze wird dann noch mit einer Milchglasscheibe abgedeckt – läßt sich allerdings nicht vernünftig Fotografieren, da die Kamera mit den Leuchtpunkten nicht zurecht kommt:

Neo Pixel LED-Uhr
Neo Pixel LED-Uhr

Es zeigt ein Ziffernblatt (grüne Leuchtpunkte), einen animierten Sekundenzeiger (weißes Kreissegment und hellweiße LED), Minutenzeiger (rot) und Stundenzeiger (blau).

Es ist also grad 10h 47min und 44sek. Abmessungen: 20cm x 20cm x 2cm