Kurven räubern im Harz

So – die auf der Saisoneröffnungstour basierende Harzrundfahrt ist jetzt fertig – es sind schönere Hin- und Rückfahrtstrecken drangebastelt (teilweise durchs Leinebergland).Karte
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Heute bei perfektem Wetter – nicht zu warm und nicht zu kalt – und trocken – nochmal abgefahren (Foto zwischen Pattensen und Gestorf)
zwischen Pattensen und Gestorf
Die schöneren (kleineren. kurvigeren) Straßen finden sich im Ostharz (bei Sophienhof)
bei Sophienhof
zumindest solange kein Gegenverkehr kommt!
bei Sophienhof
Straße ‘K1’ bei Eisfelder Talmühle:
Straße ''K1'' bei Eisfelder Talmühle
Straße ‘L93’ zwischen Allrode und Treseburg:
Straße ''L93'' zwischen Allrode und Treseburg
Insgesamt ca. 460 km Streckenlänge, 9h Fahrzeit. Also schon ein volles Tagesprogramm – da heist es zeitig aufstehen!

Da werde ich mich zukünftig wohl weiter im Ostharz umsehen – auch wenn die Anfahrt länger ist. Weitere Vorschläge gibts beim Harzpoint.

Stollenreifen – Zwischenergebnis

Morgen kommen die Stollenreifen wieder runter – Zeit für ein Zwischenfazit (vorne Heidenau K69, hinten K74):

Auf der Straße machen die keinen Spaß – man kann damit zwar fahren – und die Seitenführung ist sogar besser als erwartet – aber sie sind auf Dauer anstrengend. Die starke Kippeligkeit hat mit zunehmendem Verschleiß abgenommen (oder ich habe mich dran gewöhnt), aber sie fahren immer noch jeder kleinen Längsrille hinterher. Sie fallen Anfangs leicht in die Kurve, benötigen dann aber bei kleineren Kurvenradien richtig Kraft.
Es gibt erwartungsgemäß ein ‘singendes’ Laufgeräusch. Der Verschleiß ist recht hoch – der Hinterreifen wird wohl nach 3000km Straße runter sein.

Im Gelände gibt es – egal auf welchen Untergrund – nichts zu meckern. Sie reißen Gras büschelweise aus und pflügen sich durch Sand:
Reifenspur im Sand
Solange man es mit der Geschwindigkeit nicht übertreibt fährt man wie auf Schienen – Spurführung und Traktion sind auf allen losen Untergründen einwandfrei. Gar kein Vergleich mit den Universalreifen (Heidenau K60 Scout), die doch recht schnell ins schwimmen kommen sobald es sandig oder schlammig wird.
Daß die Selbstreinigung funktioniert, habe ich auf dem Lehm-Schlamm in Schrecksbach testen können.
Die Reifen werfen ordentlich mit Dreck – zum Glück muß ich nicht hinter mir fahren – aber das was bis nach vorne kommt reicht eigentlich auch schon…
Dreck

HOA und UW

Was rauscht denn da vorbei?
Was rauscht denn da vorbei
Und was steht da rum?
was steht da rum
Mal nachsehen!
HAO
Aha – eine Heißläufer-Ortungsanlage! Leider gibts keine Bilder von der Innenanlage – hatte den roten Schlüssel nicht dabei 😉 !

Etwas weiter steht dann noch das:
Unterwerk
Unterwerk
Alles an der Bahnstrecke zwischen Celle und Eschede

Nochmal auf die Waldwege – solange die Krallen noch dran sind!

Am Wochenende soll es richtig warm werden – dazu kommen die Universalreifen beim Kälbchen wieder drauf, damit ich wieder vernünftig auf Straßen fahren kann.
Heute ist also der letzte Tag die Stollenreifen nochmal in ihrer natürlichen Umgebung zu nutzen.
Los geht’s am späten Vormittag, nachdem der Regen aufgehört hatte. Das Zielgebiet ist der Bereich Celle – Eschede – Weyhausen – Unterlüß – Katensen:
Karte
Bis auf die Verbindungsetappen auf der B191 sind das praktisch alles unbefestigte Wege – insgesamt heute wohl so 100km Strecke.

See mitten im Wald bei Eschede:
See mitten im Wald bei Eschede
Im Wald bei Eschede:
Im Wald bei Eschede
In der Nähe der Bahnstrecke Eschede-Unterlüß:
In der Nähe der Bahnstrecke Eschede-Unterlüß
Heideflächen finden sich auch manchmel – hier bei Starkshorn:
bei Starkshorn
Künstlich angelegter See im Wald bei Atensalzkoth:
Künstlich angelegter See im Wald bei Atensalzkoth
War Papa da? (Bauschutt als Wegebaumaterial – auch bei Altensalzkoth).
War Papa da
Bei Celle-Scheuen:
Bei Celle-Scheuen
Auch bei Celle-Scheuen:
Bei Celle-Scheuen
An der Bahnstrecke zwischen Celle und Eschede:
An der Bahnstrecke zwischen Celle und Eschede

Altes Wegenetz bei Bad Bodenteich (bei Uelzen)

Wo das Kälbchen jetzt Krallen hat müssen die auch genutzt werden. Also auf zur Erkundung des letzten Monats bei Uelzen entdeckten alten Wegenetztes – alles unbefestigte Sandwege und legal befahrbar.
Altes Wegenetz(Alle Fotos durch Anklicken vergrößerbar!).
Es gibt wie erwartet Sandwege
Sandwege
und wenn man Glück hat findet man auch mal eine der Namensgebenden Heideflächen – aber der allergrößte Teil ist mit Nadelbäumen aufgeforstet.
Heide
Etwa die Hälfte des Gebietes habe ich heute geschafft:
Wegenetz

Mit den Stollenreifen fährt es sich auf den Sandwegen fast wie auf Schienen – dennoch sollte man es nicht übertreiben. Das wird von der Physik sofort bestraft:
Down

In der Gegend von
Klein London
gibt es gefährliche Spinner
Eichen-Prozessionsspinner
und nicht minder gefährliche Waldschrate
Waldschrat

Zu Gast beim MCS-Schrecksbach

Dieses Wochenende hatte der MCS-Schrecksbach zum 2. Int. Enduro Cross Camp eingeladen – für alles was auf Stollen steht – und das trifft auf’s Kälbchen ja jetzt zu. Das ergibt die Möglichkeit da mal auf der Motorcross-Strecke zu fahren und das Sommerwetter zu genießen.
Schrecksbach liegt etwas südlich von Kassel, was eine schöne Tour durch Mittelgebirgslandschaft verspricht. Also kurz entschlossen das Kälbchen gesattelt
Kälbchen
und eine schöne Strecke abseits größerer Straßen fürs Navi zusammengeklickt:
Strecke
Es waren dann tatsächlich auch sehr schöne Wege dabei – das ist aus der Karte und den Luftbildern nicht immer so ganz leicht erkennbar. Waldweg im Solling zwischen Neuhaus und Lauenförde:
Walsweg
In der Abendsonne das Camp aufgeschlagen:
Camp aufgeschlagen
Am nächsten Morgen hatte es sich weiter gefüllt:
Camp

Eine Teilansicht der Strecke – die Auffahrten sind dann aber doch steiler und länger als es auf dem Foto scheint.Strecke
Google hat freundlicherweise ein Luftbild der Strecke – in dem Wäldchen gibt es weitere nicht sichtbare Streckenanteile:

Größere Kartenansicht
Trotz längerer Trockenheit gab es noch vereinzelte Wasserlöcher – was auf dem lehmigen Boden eine Schlammschlacht erwarten läßt:
Wasserloch
Nach der Vorbesichtigung der Strecke kamen dann doch Zweifel an der eigenen Courage auf – denn das Kälbchen ist dafür sicher 100 kg zu schwer (da fahren sonst nur Crosser und Quads) und der Fahrer hat viel zu wenig Übung in solchem Gelände – sowas gibts hier ja nicht. Dagegen ist jedenfalls die Motocross-Strecke Uhlenköperring vom letzten Wochenende mit ihrem festen Boden und den vielleicht 5m hohen aufgeschütteten Hügelchen Kindergarten!

Aber probieren mußte ich das trotzdem: Nach zwei Runden mit eher schlechem als rechtem Durchkommen völlig geschafft
völlig geschafft
und mit feinstem Lehm verziert
Mit feinstem Lehm verziert
haben sich die Befürchtungen bestätigt. Selbst wenn man die ringsrum einschlagenden Crosser ignoriert, so ist doch noch viel Übung nötig, bis solche Strecken sicher und kontrolliert gemeistert werden können – und von Geschwindigkeit sprechen wir da nicht, die ist mit dem Setup ‘eh nicht ereichbar – ist aber auch kein Ziel.

Weitere Impressionen der zwei Tage:
Lagerfeuer
Nein – kein Nebel – Staub:
Staub
Die Crosser in ihrem Element:
Die Crosser in ihrem Element
Die Crosser in ihrem Element
Die Crosser in ihrem Element
Die Crosser in ihrem Element
Früh übt sich:
Früh übt sich

Krallen für das Kälbchen…

Heidenau K69
Vorne: Heidenau K69

Heidenau K74
Hinten: Heidenau K74

Erster Eindruck: Auf der Straße kippelig, folgt Längsrillen, bei höherer Geschwindigkeit unruhig, deutliches Laufgeräusch. Seitenführung in Kurven besser als erwartet. Ganz klar keine Straßenreifen – sollen es ja auch nicht sein.
Auf Feldwegen (Gras / Schotter) sehr gute Spurführung und Traktion. Sand und Schlamm standen noch nicht zur Verfügung.
Insgesamt: Verhält sich wie erwartet.