Victoriasee Scoutingtour, Fazit und Inhalt

Es ging für einen guten Monat und 6330 km durch vier ostafrikanische Länder – im Gegenuhrzeigersinn durch Kenia, Uganda, Ruanda und Tansania.

Das ganze war geplant mit meinem kleinen nervösen Motorad II, das ich zu diesem Zweck in Moshi (Tansania) eingelagert hatte. Das hat mich aber nur 371 km weit gebracht bis ca. 90km vor Nairobi die Lichtmaschine durchgebrannt ist. Ich habe dann wie vor 3 Jahren bei AMT Motorcycles wieder eine Kibo 250 gemietet – auch wenn die mit nun über 50.000km am Ende ihrer Lebensdauer angekommen ist. War etwas unzuverlässig, hat uns aber immerhin bis ins Ziel gebracht.

Das ganze ist eine Vorbereitung für die offizielle Viktoriasee Tour von Zebrafari am Jahresende. Da sollte man schließlich wissen, ob die vorgesehenen Camps noch existieren und geeignet sind.

Und was kostet der ganze Spaß nun so? Wir haben praktisch alle Ausgaben in der App ‚Cashinator‚ erfasst (an dieser Stelle eine Empfehlung dafür, geht auch über die verschiedensten Währungen). Für mich kamen am Ende 4490,52 EUR für die gesamte Reiser heraus. Das ist incl. Flug, Visa, Motorradmiete, Verpflegung, Übernachtungen, Benzin, Reparaturen. Hermann ist mit 1000 EUR weniger davon gekommen – das ist der Unterschied im Flugpreis. Er hatte ein extrem günstiges Angebot erwischt. Alle Ausgaben sind für den, den es im Detail interessiert hier aufgelistet.

Alle Details gibt es in den Blogeinträgen der einzelnen Tage:

Victoriasee Scoutingtour, Tag -1 und 00: Anreise Hannover – Moshi, Tansania:
Victoriasee Scoutingtour, Tag 01: Moshi – Voi, Kenia
Victoriasee Scoutingtour, Tag 02: Voi – Nairobi
Victoriasee Scoutingtour, Tag 03: Nairobi – Naro Moru
Victoriasee Scoutingtour, Tag 04: Um den Mount Kenia
Victoriasee Scoutingtour, Tag 05: Naro Moru – Kembu Campsite bei Elburgon
Victoriasee Scoutingtour, Tag 06: Lake Bogoria
Victoriasee Scoutingtour, Tag 07: Elburgon – Eldoret
Victoriasee Scoutingtour, Tag 08: Eldoret – Sipi, Uganda
Victoriasee Scoutingtour, Tag 09: Sipi – Jinja
Victoriasee Scoutingtour, Tag 10: Jinja
Victoriasee Scoutingtour, Tag 11: Jinja – Ziwa Rhino Sanctuary
Victoriasee Scoutingtour, Tag 12: Ziwa Rhino Sanctuary – Lake Albert
Victoriasee Scoutingtour, Tag 13: Lake Albert – Fort Portal
Victoriasee Scoutingtour, Tag 14: Fort Portal
Es blüht auf Kluges Guest Farm
Victoriasee Scoutingtour, Tag 15: Fort Portal – Rubirizi
Victoriasee Scoutingtour, Tag 16: Rubirizi – Kabale
Victoriasee Scoutingtour, Tag 17: Kabale
Victoriasee Scoutingtour, Tag 18: Kabale – Gahini, Rwanda
Victoriasee Scoutingtour, Tag 19: Gahini – Nyakanazi, Tansania
Victoriasee Scoutingtour, Tag 20: Nyakanazi – Singida
Victoriasee Scoutingtour, Tag 21: Singida – Krakatu
Victoriasee Scoutingtour, Tag 22: Karatu
Victoriasee Scoutingtour, Tag 23: Ngorongoro
Victoriasee Scoutingtour, Tag 24: Karatu – Meserani Snake Part
Victoriasee Scoutingtour, Tag 25: Meserani Snake Farm – Marangu
Victoriasee Scoutingtour, Tag 26: Marangu – Tanga
Victoriasee Scoutingtour, Tag 27: Tanga
Victoriasee Scoutingtour, Tag 28: Tanga – Mombasa (Diani Beach)
Victoriasee Scoutingtour, Tag 29: Mombasa – Voi
Victoriasee Scoutingtour, Tag 30: Voi – Nairobi
Victoriasee Scoutingtour, Tag 31: Nairobi
Victoriasee Scoutingtour, Tag 32 und 33: Nairobi – Addis Abbeba – Frankfurt – Hannover

 

 

Victoriasee Scoutingtour, Tag 32 und 33: Nairobi – Addis Abbeba – Frankfurt – Hannover

Heute heisst es abschied nehmen. Mien kleines nervöses Motorrad II sind nun nicht wie geplant zusammen gefahren – was muss auch die Lichtmaschine kaputt gehen. Etwas wehmütig wird mir schon, wo ich sie so ins Lager schiebe.

Schlaf gut – Ende November kommen ich dann mit den Ersatzteilen wieder!

Klappe zu – Affe tot!

Nachmittags gehts dann in Nairobi los, erstmal nach Addis Abbeba.

Dort 4h Aufenthalt bis es am Sonntag 0005 nach Frankfurt weiter geht.

Die Bahn bringt mich dann weiter nach Hannover. Schon vor dem Abflug gab es ein Fahrplanupdate – mein Zug kommt jetzt eine Stunde später in Hannover an. Aber das hat einen Vorteil – die Zugbindung ist aufgehoben und ich kann mit meinem Billigticket jetzt jeden Zug nehmen – auch einen früher 🙂 . Ich hatte nämlich mit sicherheitshalber mit Flugverstätung geplant und ordentlich Puffer eingebaut, den ich sons in Frankfurt hätte absitzen müssen. Wurde dann ein Zugpaar eher – und die waren sogar beide pünktlich. So dann noch etwas eher zu Hause gewesen als eigentlich geplant.

Victoriasee Scoutingtour, Tag 31: Nairobi

Heute ist Aufenthalt in Nairobi. Auf dem Weg zum Frühstück. Was ist denn das? Eine Paketstation?

Nein – eine Tauschstation für den Wechselakku Deines Elektro Motorrades!

Die sind zwar noch eine Minderheit unter den millionen ICE-Motorrädern, aber es sind doch so viele dass sie nicht übersehbar (aber überhörbar 🙂 sind. Und mit den gestiegenen Kraftstoffpreisen sage ich denen einen baldigen Marktdurchbruch voraus. Elektro-Motorräder sind sin USA und Europa offensichtlich kein Markt und die Firmen die sich daran versucht haben sind reihenweise Pleite gegangen. Aber das liegt nicht daran dass es dafür keinen Markt gibt – nur nicht vor der Haustüre. Das haben die Chinesen erkannt und bauen für den tatsächlichen Markt.
Umfangreiches English Breakfast im Artcafe im nahegelegenen Einkaufszentrum.

Dann geht es die Kibo abgeben. Sie hat die letzten 500m auch noch geschafft – die 6000km aber grade nicht voll gemacht (sondern nur 5959 km). Da hätte es auch eine Voge Rally 300 gegeben – wäre vermutlich die bessere Wahl gewesen.

Obwohl – am besten wäre gewesen wenn mein kleines nervöses Motorrad II nicht schlapp gemacht hätte!
Dann heisst es Umzug zur Jungle Junction, dem Overlander Treffpunkt in Nairobi. Gepäck sortieren und das wa da bleibt waschen. Bei dem Zeug hilft nur Handwäsche.

Ein Blick auf die Fahrzeugausstellung.
Schweizer mit zu viel Geld.

Aus Brasilien.

Eine schwedische Tourcompany lagert dort ihre Busse zwischen, einige wohl schon länger.

Ein Pinzgauer – habe ich nur erkannt, weils auf der Plakette an der Tür steht. Aber nicht Glücklich, der Motor ist zerschraubt und der Zylinderkopf fehlt. Da hat noch einer was zu tun.

Und was ist das? Es steht keine Herteller oder Typ dran, einziger Hinweis ist das ins Seitenfenster ‚Volvo‘ eingeätzt ist.

Weiter gehts mit einigen Funden im Supermarkt.
Es gibt Faber-Castell Bleistifte. Aber nicht in dunkelgrün.

Dafür die 12er Packung für ca. 1,50 EUR. Vertrieben von der indischen Tochzerfirma und hergestellt in China.

WD-40 heisst hier PE-80. Istdann doppelt so gut, oder?

Huch – Klebefallen kenne ich ja, für Motten, Fliegen und sowas. Aber für Mäuse und Ratten?

Und Stahlwolle im Maxipack – es gibt in Afrika viel zu schrubben.

Zum Schluss noch ein Blick auf die kenianische Elektroinstallation.

Alle die überlebt haben wissem, dass man da nicht anfassen soll. Aber ist die Sekundärseite – also wohl nur 400V.

Alles im Handbereich – aber ist ja Isolierband drum.

Und Erdung mit Aludraht umwickelt ist auch gut. Was will man auch machen, wenn der Kabelschuh angebrochen ist.

Victoriasee Scoutingtour, Tag 30: Voi – Nairobi

Heute ist Transferetappe angesagt. Unter dichten Wolken (aber trotzdem trocken – ist ja Trockenzeit) geht es auf nach Nairobi.

Es ist auf der A109 dichter LKW-Verkehr. Normal überholen nur die Motorräder links auf dem Seitenstreifen – aber wer ein Kei-Car hat, für den reicht der Platz auch.

Die Kibo möchte auch am letzten Tag nochmal Zuneigung – 150km vor Nairobi sind schon wieder 4 Speichen vom Hinterrad gebrochen. Das lass ich sicherheitshalber nochmal machen.

Motorradwerkstätten erkennt man übrigens an den aufgehängten bunten Ringen – das sind in bunter Folie verpackte Reifen.
Zwei arbeiten und 8 sehen zu…

dann gehts nach Nairobi rein. Für solchen Stadtverkehr bin ich nicht geschaffen. Immerhin gibts genug andere Motorräder und die quetschen sich durch alle Ritzen und über jeden Untergrund – im Zweifel wird die Straße halt nach links erweitert.

Dann ist ertsmal Schluss für heute – zur Belohnung gibts syrisches Essen -lecker Humus…

…und Chicken Scharwarna Platte im Restauranr Damaskus.

Wie üblich noch Karte und Statistik, das Höhenprofil nur wenn’s was interessantes zu sehen gibt: Ging heute den ganzen Tag bergauf. Nairobi liegt schon ziemlich hoch.

 

Victoriasee Scoutingtour, Tag 29: Mombasa – Voi

Blick auf Diani Beach auf dem Weg zum Frühstück.

Es geht dann erstmal durch die Berge südwestlich vom Mombasa. Ende der Ausbaustrecke.

Und mal wieder kilometerlange Straßenbaustelle.

Es sieht den ganzen Tag so aus, als wenn es regnen will. EWs kommt aber nix runter, nur gelegentlich sind die Straßen etwas feucht.

Und mal wieder ein müder LKW. Mir ist immer noch nicht klat, wie man es schafft einen LKW auf die Seite zu legen.

Schluss ist heute in Voi – wieder in einem Zimmer der Afrika Lodges. Das Zelt ist so schön trocken – da wollte ich jetzt nix reiskieren bevor es eingelagert wird.

Wie üblich noch Karte und Statistik.

 

Victoriasee Scoutingtour, Tag 28: Tanga – Mombasa (Diani Beach)

Heute gibt es nur eine kleine Ortsveränderung. Aber erstmal ein Blick von der Terasse meiner Cottage wenn nicht grade Ebbe ist.

Da lädt der Strand vom Fish Eagle Point nochmal zum schwimmen ein. Sandstrand zwischen vulkanischem Tuffgestein.

Gegen Mittag heisst es dann aufbrechen – zurück zur Hauptstraße…

…die mich über die Grenze nach Kenia bringt.

Schluss its in einem günstigen Hotel (35 USD) in Diani Beach in zweiter Reihe.

Wie üblich noch Karte und Statistik.

Victoriasee Scoutingtour, Tag 27: Tanga

Sonnenuntergang von gestern Abend über dem indischen Ozean.

Heute gibt es nur einen kurzen Umzug in ein anderes Camp. Das Peponi Beach Resort ist schon deutlich renovierungsstauig. Versuchen wir es mal im Fish Eagle Point.
Aber vorher: Bonpflicht auf einer tansanischen Tankstelle. Da sollen sich die deutschen Bäcker man nicht so anstellen.

Beim Fish Eagle Point ist der Campingplatz von einer Jugendgruppe ausgebucht, daher gibts für mich die Fishermans Cottage. Blick von der Terasse in den Mangrovenwald, es ist grad Ebbe.

Und von der Bar auf den indischen Ozean.

Irgendwo hier geht es lang…

…zum secret beach.

Durch den Tunnel – und da sind wir. Ist jetzt den Fußspuren nach zu urteilen nicht so secret, ich bin dennoch allein.

Aber kein Tag ohne Arbeit.

Die Kibo hat mal wieder Speichen im Hinterrad kaputt gemacht.

Diesesmal wechsle ich 6 Stück – eigentlich hätte ich eine mehr gebraucht, aber das ist alles was ich habe. Sollte jetzt für die letzten Kilometer nis Nairobi reichen.
Es geht dann noch zum Sunset-Point. Noch siehts unspektakulär aus. Halt Mangrovenwälder.

Aber das wird schon noch.



Afrika kann einfach die besseren Sonnenuntergänge!

Wie üblich noch Karte und Statistik

Victoriasee Scoutingtour, Tag 26: Marangu – Tanga

Auch wenn sich der Kilimanjaro gestern den ganzen Tag versteckte – huete morgen zeigt er sich. Da es weiter diesig ist aber nur mit schwachem Kontrast.

Heute gibt es eine Transferetappe – Hermanns Motorrad ist am sterben – wir füllem alle 100km 0.4l Motoröl nach und die Kiste stinkt wie ein alter Zweitakter. Sie muss aber die Grenze zu Kenia erreichen – dort warter ein Tauschmotorrad von der Vermietungsfirma. Aber wir gehen da heute kein Risiko ein vielleicht einen Motorschaden auf irgendeiner Gebirgspiste in den Usambara-Bergen zu haben.

Es ist Sonntag und nicht viel Verkehr, wir kommen gut voran.

Was siedet denn da?

Das was hier Chips genannt wird.

Es geht auch den ganzen Tag bergab, bis wir abends auf Meereshöhe ankommen werden.
Das macht sich dann auch bemerkbar. Es wird zusehends wärmer und die ersten Palmen tauchen auf…

…bis es dann durch satt grün gesäumte Straßen geht.

Und dann ist es erreicht: Unser Camp unter Palmen…

…am indischen Ozean.

Wie üblich noch Karte und Statistik, das Höhenprofil nur wenn’s was interessantes zu sehen gibt.

Victoriasee Scoutingtour, Tag 25: Meserani Snake Farm – Marangu

Hier sieht man den Nachteil des Reisens in Ostafrika im Sommer: Es ist fast immer bedeckt und diesig. Das macht schöne Fotos schwer. Im Dezember ist die Luft deutlich klarer.

Es geht heute weiter durch die tansanische Steppenlandschaft…

…auf der Rückseite des Mount Meru entlang.

Die Piste wird kleiner und es gibt häufiger ortsüblichen Querverkehr.

Hermanns Kibo frisst neuerdings öl. Ich fahre hinterher und die riecht wie ein zweitakter. Alle 100km müssen 400ml nachgefüllt werden. Wir haben uns bei Abfahrt mit ausreichend Öl eingedeckt.

Es gibt einen Zwischenstop auf der Simba Farm Lodge auf der Rückseite des Mount Kilimanjaro. Ist schön da, hätte ich da gar nicht erwartet. Nur etwas verkehrsungünstig gelegen.

Dafür haben sie Vögel mit Yamaha Antrieb.

Weiter gehts um die Rückseite des Kilimanjaro.

Im gegensatz zum Mount Meru hüllt sich der Kilimanjaro komplett in Wolken. Zu sehen ist er nicht.
Die Strecke um den Kilimannjaro ist inzwischen zu 2/3 asphaltiert, aber die tansanier haben sich Mühe bei ansprechender Streckenführung gegeben.

Schluss ist heute im traditionellen Marungu Hotel in Marangu, am Fuße des Kilimanjaro. Einige leckere Samosas als Nachmittagssnack.

Wie üblich noch Karte und Statistik, das Höhenprofil nur wenn’s was interessantes zu sehen gibt.

 

Victoriasee Scoutingtour, Tag 24: Karatu – Meserani Snake Part

Heute gibt es nochmal Frühstück Lilac Cafe.

Dann geht es ertsmal auf eine Schotterautobahn.

Wir nähern uns der nächsten Bergkette an…

…und haben da nochmal einen Blick aufs Rift-Valley. Wir sind ja wieder im Gebiet des ostafrikanischen Grabenbruchs.

Es geht dann auf einer schmalen sandigen Piste weiter…

…die sich irgendwann im Gelände verliert.

Was ist das? Ein Termitenbau? Die kenne ich bisher nur nach oben dünner werdend.

Wir sind in traditionellem Massai Land.

Der Track geht gradeaus weiter – aber trotz Trockenzeit ist da ein See im Weg.

Wir versuchen es erst rechts herum, aber der See erstreckt sich dort ohne Ende. Also andersrum. Es gehtvdafür querfeldein durch die Savanne. wir schrecken dabei einige Zebras auf.

Irgendwann ist dann wieder eine größere Piste erreicht und es geht wieder voran.

Es geht nochmal ins Tal…

…dann ist das heutige Tagesziel erreicht: Der Meserani Snake Park.

Wie üblich noch Karte und Statistik, das Höhenprofil nur wenn’s was interessantes zu sehen gibt.