Nach einer ruhigen Nacht sieht es auch für den Tag so aus, als wenn die See ruhig bleibt.

Das ist auch gut so, denn bei der unfachmännischen Befestigung der Motorräder unter Deck durch die Mannschaft würden wir sonst morgen alles liegend wiederfinden.
Das erste Frühstück gibts mit Vorräten aus dem Carrefour, nur der Tee für 3,00EUR kommt aus der Cafeteriea.

Landestypischer Käse und nochmal gemischte Oliven zum langsam abgewöhnen. Ein armseliges Frühstück für 21,50 EUR wie auf der Hinfahrt passiert mir nicht nochmal.
Viel zu tun gibt es nicht – ausser Schiffe gucken…


…und gelegentlich mal was essen. Wie bei GNV üblich ist das Essen aus dem SB-Restaurant kalt, aber man kann es ja in der bereitgestellten Mikrowelle wieder aufwärmen-

Es gibt Ofenkartoffeln und Cola für 10,20 EUR, mit selbst mitgebrachter Sauce Algerienne.

Die Fähre hätte eigentlich an Tag 34 in Sete anlegen sollen, die Abfahrt wurde allerdings von der Fährgesellschaft GNV um zwei Tage verschoben, die Ankunft in Sete hätte dann heute (am Tag 36) um 1630 sein sollen. Um die Zeit dümpelte die Fähre aber immernoch vor Spanien rum, die haben die ganze Fahrt auch nicht einmal ordentlich Gas gegeben. Gegen 2000h war dann Sete in Sichtweite. Aber Überraschung: Um die Zeit arbeitet der Zoll dort nicht mehr! Die Fähre legt daher erst morgen um 0830h an!
Immerhin spendiert GNV ein kostenloses Abendessen im SB-Restaurant. Das ist zwar wie üblich nicht gut und kalt, aber immerhin reichlich: Eisbergsalat, Ravioli und ein Separatorenfleich Hähnchenformschnitzel.
Ich frage mich, wie es sein kann dass die so große Mengen Eisbergsalat an Bord haben dass die damit sämtliche Passagiere versorgen können – auch die überwiegende Zahl Marokkaner die normal das Restaurant wegen der exorbitanten Preise meiden. Den müssten die doch sonst wegschmeißen, der Rest ist ja haltbar oder tiefgefroren. Da könnte schon der Verdacht aufkommen, dass die Verspätung keine Unfähigkeit des Kapitäns war genug Gas zu geben sondern geplant um eine Nacht Liegegebühr im Hafen zu sparen – auf Kosten der Passagiere, die noch einen Tag verspätet ankommen.
!Luschen statt Lascher!: Fähre: Motos sichern: a) „Lascher: Die spezifische Bezeichnung für Arbeiter, die _ausschließlich_ für das Festmachen (Laschen) und Lösen (Entlaschen) d. Ladung m. Ketten, Gurten etc.zuständig sind.“ „Stevedore / Longshoreman: Int. für Hafenarbeiter, die für das gesamte Laden, Löschen und Sichern der Schiffsladung verantwortlich “ wenn er nicht (auch) gerade durchschläft…
Ich würde da doch, trotz Widerstandes – unter Fotobeweis vor- u. nachger- das Dreambike selbst sichern.
Fazit: Ivm dem ‚Essen‘ war diese Fährreise eher un-fähr ..äh..un…fair. Hauptsache ihr seid wohlbehalten in Sete/F angekommen.