Es geht heute weiter nach Nordost. Da kann man die Hauptstraße über Kafue und die Hauptstadt von Sambia, Lusaka, fahren. Hat dann aber nur Asphalt und den Großstadtdschungel von Lusaka. Wir entscheiden uns daher für die Leopard Hill Road – serious 4WD required – durch die Berge. Die ist kürzer und umfährt Lusaka.
Es hat in ganz Südost-Afrika sehr viel mehr geregnet als für diese Jahreszeit normal – z.B. wurde der Krüger Nationalpark in nordosten von Südafrika wegen Überflutung geschlossen. Das macht sich auch beiu der Anfahrt zur Leopard Hill road bemerkbar. Auswaschungen und Wasser überall. Man muss schon aufpassen, wo man hin fährt.

Dann ist die Abweisung erreicht:

Nein, wir wollen nicht zur Schule, sondern zur Leopard Hill Road. Es geht ganz harmlos los – der Untergrund ist nur etwas weich vom Regen.

Da zeigt sich mal wieder, dass Fritz doch viel mehr Afrika Erfahrung hat als ich. Ich hätte das nicht als das erkannt, was es ist:

Das ist der Gemischtwarenhändler für den Umkreis von 30km: Da gibts einige wenige Lebensmittel, Schulhefte, Waschmitttel und Snacks. Dem bescheren wir doch mal etwas Umsatz: Die 25g Tüte Emilios YAKO Chese kostet 1 sambischen Kwatcha = 4,3 Euro-Cent.

Was es its weiss ich nicht genau – schmeckt ähnlich wie Erdnussflips.

Die Leopard Hill Road wird matschiger…

…da lobe ich mir diese ordentlich profilierten Reifen. So doof sich die auch auf Asphalt fahren – im Matsch haben die ohne Ende Traktion und Seitenführung.

Und mehr Matsch 🙂 .

Der Regen hat Auffahten ordentlich ausgewaschen…

…aber die Abfahften ebenso.

Die Gummikuh scheut in der Furt und beschert uns allen nasse Stiefel beim gemeinsamen durchschieben.

Es ghht nach der Furt gleich steil bergauf.

Das war eine herausfordernde, aber auch sehr schöne Endurostrecke. Die zweite Hälfte der ursprünglichen Leopard Hill Road ist inzwischen zu einer breiten Piste ausgebaut.

Uns sind zwei Land Cruiser mit Chinesen entgegen gekommen – ich fürchte, das ist ein Vorauskomando zum weiteren Ausbau der Straße. Ich fürchte, in einigen Jahren ist die Leoard Hill Road ausgebaut und asphaltiert als Entlastung von Lusaka vom LKW-Verkehr ostwärts. Das wäre schade um eine klassische afrikanische Endurostrecke.
Der Rest der Strecke geht das auf Asphalt durch das sambische Bergland. Und auch wenn es am Horizont nach Regen aussieht, so ist es doch den ganzen Tag trocken geblieben.

Dennoich war es ein langer Tag und wir kommen mit dem Dunkelwerden im Bridge Camp bei der Brücke über den Luangwas an.


Alle Wetta…: Von wegen „serious 4WD“ required: ihr fahrt doch (hoffentlich alle) „Motorcycle tires with coarse tread for off-road use“ (Grobprofil, so wie du). In dieser Kombi mit erfahrenenen Motorcyclisten gelang es euch dann ja, trotz ‚Schmierseife und Steilauf- u abfahrten‘. „Hakuna shida, shida chache tu.“ Keine Probleme, eher wenige Probleme. Euch weiterhin mein Gruss „immer gut Ankommen“.