USA Südwest II, Tag 26: Eureka – Tonopah

Heute morgen geht es erstmal wieder ein Stück über Amerikas einsamste Straße, die US50.

Aber bald schon geht es wieder auf Schotterautobahnen.

Hier in der Gegend ist viel nichts – da muss man jede ‚Sehenswürdigkeit‘ mitnehmen. Meine kleine Africa Single hat die Spencer Hot Springs gefunden! Obwohl: Eigentlich wars das Navigationsbrikett!

Und diesesmal ist es kein Hochsicherheitsbereich – man könnte in dem tatsächlich angenehm warmen Wasser baden.

Aber bei guten 30°C brauche ich jetzt nicht grad ein Bad in warmem Wasser. Das machen die Isländer geschickter – die sehen zu dass die Temperaturen einstellig sind, das vergrößert die Motivation für ein warmes Bad.
Weiter gehts auf Schotter – und hier ist so wenig, dass man sogar an den Hinweisschildern spart. Die sind sonst deutlich größer!

Es geht über eine bewaldete Bergkette…

…und dann weiter ohne Ende durch Steppe.

Unerwartet steht an einer Kurve im Monitor Valley ein Schrein am Wegesrand:

Das ist schon länger her – aber es wurde offenbar erst kürzlich ein Bieropfer abgelegt.

Wer das wohl war? Google ist inzwischen soweit unbrachbar geworden, dass mit dem Namen ‚Shannon Lusk‘ mit egal welchen Ortsangaben oder sonstigen Erweiterungen immer nur die gleichnamige australische Fernseh-Putzfee gefunden wird. Dabei war das mal die Suchmaschine der Wahl – aber statt Ergebnisse zu liefern die alle Suchbegriffe enthalten lässt Google lieber eine KI fabulieren, dass für Shannon Lusk kein Memorial ansteht oder dass sie keine Verbindung ins Monitor Valley hat.
DuckDuckGo findet dann gleich als zweites Ergebnis was passendes: Opfer eines Autounfalls im Monitor Valley – also wohl genau in dieser Kurve.

Und wie bekomme ich nun wieder die Kurve zum Reisebericht? Mit der kleinen Afrika Single, der das alles egal ist und die sich stattdessen die Sonne aufs Plastik scheinen lässt.

Am Horizont taucht ein hoher gemauerter Schornstein auf. Da will die Afrika Single natürlich hin!

Ein Schild kärt auf: Das sei die ‚Combination Mill East Belmont‘. Aha, wir nähern uns der alten Bergbaustadt Belmont – und die Bergbaufirma hieß Combination Mine – also war das wohl eine Erzaufbereitungsanlage.
Im Gegensatz zu vielen anderen alten Bergbaustädten die komplett zerfallen und wo überall Müll rumsteht, haben sich hier einige neue Bewohner angesiedelt – oft in Tiny-Homes und mit Solarenergieversorgung – und den Ort aufgeräumt. In Ortsmitte ist so ein kleines Museum entstanden.

Statt Boule wie in französischen Dörfern gibts hier Hufeisenwerfen auf dem Dorfplatz.

Schluss ist heute in Tonopah – auch eine alte Bergbau-Boomstadt.

Aber nicht ganz so tot wie Eureka – sie haben irgendwann mal ein Kasino angesiedelt.

Wie immer noch Karte, Statistik (in Meilen) und Höhenprofil

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