USA Südwest II, Tag 24: Wendover – Elko, NV

Keine Angst nach dem Rant gestern – Frühstück gabs heute wieder ordentlich beim Mexikaner. Und Abendessen gab es gestern indisch 🙂 . Bei der Suche nach einem Ort zum Abendessen fiel mir ein indisches Restaurant an einem Truck Stop ca. 1 Meile vor der Stadt ins Auge. Die Bewertungen waren geteilt: Die einen loben das Essen als günstige und authentische Punjab-Küche. Die anderen beschweren sich, dass das Personal kein englisch kann, die Mülleimer voll sind, es keine Servietten gibt etc. Das habe ich mir dann mal angeschaut: Es ist – wie der Name ‚Punjabi Dhaba‘ sagt, ein indischer Truck-Stop, der allerdings versehentlich auf amerikanischem Boden besteht.

Am laufenden Band kommen augenscheinlich indische Trucker rein und holen sich ihr vorbestelltes Essen am Tresen ab.

Die Karte listet nur die indischen Namen der Gerichte ohne Erklärung was es ist. Aber so viel indisches Essen kenne ich noch, das ich ein vegetarisches Linsencurry bestellen kann. Die amerikanische Küche ist ‚eh sehr fleischlastig, und die indische Küche hat viele gute vegetarische Gerichte. Da bietet sich diese Wahl an.
Man kann auch vor Ort essen – dann bekommt man halt ’nen Pappteller und einen Plastiklöffel dazu.

Also: gemütlich ist die Atmosphäre nicht, aber das Essen ist gut und authentischer wird man es wohl nur in Indien bekommen.

Aber heute ist je die Erkundung der Umgebung von Wendover angesagt. Es geht erstmal auf dem Silver Island Mountains Back County Byway um die Salzebene.

Da trifft man auf den Hastings Cutoff. Es gab also auch um 1850 schon Schlepper, die die Siedler auf dem Weg nach Kalifornien verleitet haben die kürzere Strecke über den Salzsee zu nehmen – 70 Meilen statt 300. Sie haben nur vergessen zu erwähnen, dass es da kein Wasser, keine Nahrung und kein Futter gibt. Die meisten haben es wohl trotzdem geschafft – aber ohne Tiere und Hab- und Gut.

Aber nun ist es an der Zeit, sich die Bonneville Salt Flats anzusehen. Wenn es in Deutschland eine Salzwüste gäbe – dürfte man darauf fahren, oder wäre die Naturschutzgebiet? Hier wird man jedenfalls freundlich begrüßt.

Es ist eine scheinbar endlose, plane weiße Fläche ohne Anhaltspunkte für das Auge. Die Hölle in weiss.

Man fährt da über konturlose weisse Fläche. Zum Glück hat die kleine Afrika Single einen Tacho – sonst wüsste man gar nicht wie schnell man ist.

In den Randbereichen ist die Salzschicht dünner…

…und brüchig.

Da bracht man dann etwas mehr Power. Dabei hat sich die Africa Single auch komplett mit einer fest haftenden Salzschicht eingesaut.

Das Gebiet hat wohl ca 25km Durchmesser – es gibt ’ne Wetterstation…

…und einen verlassenen Strandsegler.

Irgendwann hat die kleine Afrika Single genug und will runter vom Salz. Sie hat aber keine Orientierung – und das hier ist ganz sicher nicht die Zufahrt.

Sie fragt dann das Navigationsbrikett, das in alter Rallyemanier einen Richtungspfeil zur Zufahrt bereitstellt. Orientierung ist da echt schwierig. Ich kann die Verzweifelung der Siedler auf ihrem Treck über das Salz erahnen.
Gab dann als kleinen Nachmittagssnack noch ein Garlic-Naan vom Punjabi Dhaba…

…und dann die Transferetappe des Tages nach Elko. Die findet in Ermangelung alternativer Strecken leider zum überwiegenden Teil auf der Autobahn statt.
Aber bevor Feierabend ist, muss die kleine Afrika Singke erstmal zum Duschen. Das Salz muss runter!

Na – so sauber war sie schon lange nicht mehr!

Trotz aller Mühe hat sie aber etwas Salzkruste an der Unterseite des Schnabels vor mir versteckt.

Naja – seis drum. Ist alles Plastik, da schadet es nicht.

Wie immer noch Karte, Statistik (in Meilen) und Höhenprofil

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.