USA Südwest II, Tag 23: Logan – Wendover

Schwierig, schwierig heute morgen. Irgendwo muss ja Frühstück her kommen. Das Motel behauptet es hat Frühstück – aber das ist das typische amerikanische pro-Forma Motelfrühstück: Toastbrot und eine Sorte Marmeladen in Partionspackungen – aber keine Butter oder Streichfett, Kaffee, Tee, Waffeln mit Arhornsirup, Cornflakes. Immerhin konte ich zwei Becherchen Joghurt abgreifen. Aber damit ist das Frühstücksproblem nicht gelöst. Normalerweise sehe ich zu, zu einem privat geführtem mexikanischen Restaurant oder einem ebensolchem Diner zu gehen. Es gibt nun in Logan eine Unmenge Fast-Food Ketten Essensausgabestellen – und auch einige wenige privat geführte Restaurants. Aber keines das morgens zum Frühstück offen hat. Also wird es ‚Taco-Time‘, eine kleine Kette mit angeblich mexikanischem Essen. Im Laden hängt ein großes Plakat, dass sie nur die besten Zutaten verwenden und alles frisch im Laden herstellen. Bullshit! Das einzige was im Laden frisch gemacht wurde ist die gefrorenen mini-Rösti in die Frittöse zu werfen. Der Rest kommt – Pling – aus der Mikrowelle.

Es ist mir völlig unverständlich, wie sich diese ganzen Fast-Food Ketten halten können. Alles was ich bis jetzt probiert habe war qualitativ unterirdisch.
So, genug gemeckert!
Es geht weiter mit der Tour und es steht dann auch bald ein Schild am Straßenrand.

Das ist der goldene Nagel, mit dem die letzte Schiene der transkontinentalen Eisenbahnstrecke fest gemacht wurde.

Nein, das ist er natürlich nicht, sondern eine Nachbildung. Das Original ist in der Standord University.
Es gibt ein Visitor Center mit aufwändiger Ausstellung…


…aber original ist hier nichts. Es gibt auch keine Eisenbahnstrecke mehr – denn nachdem man die Strecke am 9. Mai 1869 feierlich enigeweiht hat, hat man sie am 8 Sept. 1942 ebenso feierlich abgerissen um die Schienen für den amerikanischen Kriegseintritt einzuschmelzen (es gab seit 1904 eine kürzere Strecke, wodurch die Original-Trasse an Bedeutung verloren hatte).
Aber wenn da schon keine Gleise mehr liegen, dann könne wir ja so tun als seien wir Eisenbahn!

Die Trasse gibts ja noch und die führt durch gefühlt unendliche Steppe.

Nach 160 Meilen ist dann mal Land in Sicht mal eine Ortschaft in Sicht. Montello besteht zwar nur aus einer Handvoll Häusern – aber es gibt eine Tankstelle.

Trotz der altertümlichen Zapfsäulen verkauft sie Benzin – das sich die kleine Africa Single gierig einverleibt.
Es geht dann noch am Pilot Peak vorbei.

Der war in den 1850er Jahren das Ziel der Siedlertrecks durch die heisse und wasserlose ‚Great Salt Lake‘ Wüste. Denn dort gabs dann wieder Wasser.
Bei der Anfahrt auf Wendover wird die Salzwüste am Horizont sichtbar. Aber darum kümmern wir uns morgen!

Schluss ist heute im sittenstrengen Wendover – schließlich liegt es im Mormonenstaat Utah. Und so wie die Grenze zu Wyoming von Sex-Shops gesäumt war, so begrüßt einen der westliche Stadteil, der in Nevada liegt mit dem was Nevada am besten kann:

Kasinos am laufenden Band, eine mini-Ausführung von Las Vegas.

Wie immer noch Karte, Statistik (in Meilen) und Höhenprofil

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