Heute ist eine lange Strecke angesagt. Denn von Kingman aus in südöstliche Richtung gibt es außer dem Burro Creek Campingplatz keine Unterkünfte. Und da ich wegen der hohen Temperaturen und dem Mangel an Schatten beim Sommer-Camping in der Wüste die Campingausrüstung gleich im Lager gelassen habe kommt der nicht in Frage. Es geht also heute bis in die nördlichen Vororte von Phoenix.
Aber immer der Reihe nach. Erstmal aus Kingman raus – eine rauhe Schotterpiste parallel zur Autobahn.
Dann gehts einmal diagonal durch die Berge – zuerst die Alamo Road, eine breite, glatte Erd- und Sandpiste.

Die geht in die Chicken Spring Road über, die mich über die Berge führt. Da im Tal schlängelt sie sich lang.

Noch ein Stück Schnellstreße – und dass sowas!
Da biste ja wohl falsch abgebogen! Was sollen wir denn in Bagdad?

Aber das hier ist doch nicht Bagdad (Irak), sondern Bagdad (Arizona).

Und dass hier riesiges Bergbaugerät rum steht liegt daran, dass Bagdad eine der beiden letzten Minenstädte in USA ist. Die ganze Stadt gehört der Kupfermine. Früher vermutlich auch mit dem lebenden Inventar, heute hoffentlich nur noch das tote Inventar 🙂 .
Das drückt sich auch im Stadtlogo aus: Überall schallt einem ‚We are Bagdad‘ entgegen. Das ist durchaus ernst gemeint.

Zum Nachmittag geht es durch eine Landschaft, die auch afrikanisches Buschland sein könnte. Eigentlich habe ich das Foto aber wegen der Rene Magritte Wolken gemacht.

Snack an einer Tankstelle. Die Wurst war erwartungsgemäß nicht toll, aber mit viel Senf und Ketchup gehts. Im Hinterland kann man da nicht wählerisch sein.

Aber eigentlich gehts um das Getränk. Ich habs extra schon mit ganz viel Eis aufgefüllt, damit ich nicht so viel wegschütten muss. Das ist das völlig normale Erfrischungsgetränk aus der Zapfanlage für 0,99 USD.

Aber für 32oz, das sind fast 1 Liter. Wer soll das triken – und dabei nicht aufgehen wie ein Hefeklops. Von dem Styropor-Einwegbecher sprechen wir mal lieber nicht.
Noch ein Blick von den Granite Mountains ins Tal – dann ist das Tagesziel auch bald erreicht.

Noch ein Blick in den Snack- und Getränkeautomaten im Hotel. Für den Fall der Fälle kann man da aich ’ne Packung Ibuprofen snacken 🙂 .

Das Hotel ist ziemlich frisch renoviert – aber das antike Zimmertelefon hats überlebt. Ein amerikanischer Klassiker – so wie das W48 in Deutschland.




