Der Tag startet mit einem amerikanischen Frühstück im Midway Cafe – heute mal was leichtes, ein Sandwich mit Bacon, Tomate und Salat. Die unvermeidlichen Pommes gibts imer dazu. War ziemlich trocken…

Es geht heute in West-Ost Richtug durchs Death Valley. Die Strecken kennt meine kleine Africa Single schon, daher heisst das Tagesmotto: Alle Geisterstädte die so mehr oder weniger direkt am Wegesrand liegen mitnehmen.
Es geht los mit Baharat: Ein Versorgungsort für die umliegenden Minen von 1891 bis 1917. Viel ist nicht mehr übrig – so ist das halt bei Holz- und Lehmbauten.

Schau mal – ein Geländekäfer!

Es scheint noch ein Geist hier zu wohnen, der den Handelsposten irgendwie in Schuss hält.

zu sehen war er nicht – war ja aber auch keine Geisterstunde.

Weiter gehts zu Journigons Mill – eine Erzmühle von 1934, immerhin noch in Betrieb bis in die 1960er. Außer Zwei Wassertanks ist aber nicht mehr viel zu sehen.

Um da hin zu kommen durfte meine kleine Africa Single ein wenig klettern 🙂 .

Bisher waren wir auf den Bergen am Rand des Death Valley. Dort waren angenehme Sommertemperaturen in den hohen 30er Graden. Nun geht es ins Tal. Und mit jedem Meter den wir runter fahren wird es wärmer.

Das ruft nach einer Pause im (natürlich wie wild klimatisierten) Stovepipe Wells General Store.

Der ist nach dem historischen Ofenrohr-Brunnen benannt, der aber doch einigermaßen weit weg liegt – auf der anderen Seite des Sanddünenfeldes. Aber da fahren wir natürlich auch hin.

Weiter gehts zur Keane Wonder Mine – oder vielmehr der Talstation der zugehörigen Erzseilbahn.

Und nein – ich wandere ganz sicher nicht bei 45°C in Motorradklamotten den Berg bis zur eigentlichen Mine hoch. Wo ich nicht hin fahren kann, sehe ich heute nicht. Und das zur Talststion war eigentlich auch schon ein Wanderweg – hat aber keiner gesehen dass ich da gefahren bin 🙂 .
Letzer Geisterort für heute ist Rhyolite – außerhalb des Death Valles schon in Nevada. Ist das wirklich ein Weg?

Für Geister offenbar schon.
Da hats moderne Kunstgeister. ’ne Blockstatue…

…Mehrfachrahmen…

…und Polyestergeister.

Wieder aufgebaut ist Tom Kellys Bottle House: Baumterial ist knapp in Nevada – da liegt es nahe, ein Haus aus Einwegflaschen zu bauen. Original erbaut in 1906 aus ca. 50.000 Flaschen.

Du bist spät dran für Banküberfall!

Die Cook Bank ist doch schon seit 1907 pleite!
Dann ist das Tagesziel erreicht: Beatty – eine Kleinstadt umgeben von viel nichts.

Abends gibts zwei Enchiladas beim örtlichen Mexikaner. Preislich attraktiv, geschmacklich gut – und erstaunlicherweise auch mal eine für europäische Verhältnisse angemessene Portionsgröße.

Ein Spaziergng durch den Ort führt an einem außergewöhnlichen Gebäude vorbei – alles aus Metall – sollte wohl mal ein Casino werden, ist aber geschlossen.

Aufwändig mit Schmiedeelementen verzierte Barokke Seite.

Irgendwer hat da viel Geld und Zeit rein investiert.

Und schon Insektenbefall 🙂 .

Für morgen unterwegs wollte ich dann noch ’nen Snack besorgen. Zwei Äpfel, Birnen, Bananen oder so. Aber es gibt in Beatty nur einen Dollar-Store als einzigen Lebensmittelladen (wenn man die zwei Tankstellenshops unberücksichtigt lässt, die für ihre großartige Süßigkeitenauswahl gelobt werden).
Ich bin immerhin nicht der Erste, der das problematisch findet:


Wie immer noch Karte, Statistik (in Meilen) und Höhenprofil



Alle bemühen sich, Energie zu sparen – aber die Sonne haut raus, was geht. Wir sollten dort mal anrufen. @ MaxTemp: 45,7 (Grad Celsius…) – death valley – nomen est omen. Bleib nicht solange dort, das ist mehr als nur krass. Die Bergwerksstollen wären doch DIE Abkühlung gewesen. Als Aquariumgoldfisch wärst du bei diesen Temp längst perfekt durchgegart – sagt ja auch dein exklusives hochwertiges Aquarien-Thermometer.