Um den Viktoriasee,Tag 23: Eldoret bis Elburgon

Gestern Abend ging noch ein heftiges Gewitter runter – und auch die ganze Nacht durch hat es geregnet. Wir haben aber den Abend gut gechützt am Indoor-Lagerfeuer von Bar/Restaurant der Naberi River Campsite verbracht.

Am nächsten Morgen ist es noch regnerisch – glücklicherweise nimmt der Regen bis zum Mittag immer mehr ab. Es bleibt aber diesig. Es gibt viele Dieselrußschleudern wie diese – aber die sind nur für das Diesige auf den Straßen verantwortlich.

Wir befinden uns heute den ganzen Tag auf großer Höhe – so um die 2000m in einer grünen Gebirgslandschaft.

Der Blick ins Tah fällt auf Urwald.

Es gibt ‘ne Furt – aber die ist einfach und kann uns nicht mehr schrecken.

Nach überwiegend Lehm, Schotter und Steinpisten ist am Nachmittag das Ziel erreicht: Die Kembu Campsite auf einer Milchviehfarm.

Die Strecken waren heut teils ziemlich steil und steinig – davon gibts naturgemäß keine Fotos. Aber ich war da über den Treckermotor der Kibo froh. Ersten Gang rein, halbgas und die Kibo zieht einen da schon irgendwie hoch. Rumpelt ohne echtes Fahrwerk zwar ordentlich, aber man kommt sicher durch.
Die Kibo hat – obwohl es vielleicht regnen könnte – einen idyllischen Zeltplatz unter einem großen Baum ausgesucht (Fritz und Josef sind nicht so mutig und haben ihre Zelte unter Dach aufgebaut). Mal sehen, ob ich es bereuen werde!

Was ist das? Nein – keine Dampfmaschine.

Ein Donkey-Ofen – der macht warmes Wasser für die Dusche.

Wie immer noch Karte, Statistik und Höhenprofil

Um den Viktoriasee,Tag 22: Sipi bis Eldoret (Kenia)

Heute geht es einmal halb um den Mount Elgon und zurück nach Kenia. Es geht bergiges Land entlang.

Wir kommen an einer Hausbaustelle vorbei.

Holzständerbauweise mit Lehmfüllung.

Die ganze Familie und Nachbarschaft hilft mit.

Der Bauherr (links) ist sichtlich stolz auf sein werk und hat den Bauablauf gern erklärt.
Eigentlich sollte zum Grenzübergang Suam River eine kleine Lehmpiste führen – aber in den letzten vier Jahren habe die da eine Schnellstraße hinbetoniert.

Der Grenzübergang selbst – der wohl früher nur aus zwei Hütten bestand – ist eine einzige Baustelle und es werden mehrere große Gebäude gebaut. Die freundlichen Grenzer erklären uns, wie man jeweils zur nächsten Station kommt – wo dann in einem halbfertigen Raum ein Schreibtisch steht und der nächste Schritt erfolgt. Wie an afrikanischen Grenzen üblich: Ausreisestempel Ausreiselanmd am Imigration-Schakter Ausreiseland, Einreisestempel am Imigration Schalter Einreiseland, Motorrad ausführen beim Zoll Ausreiseland, Motorrad einführen beim Zoll Einreiseland. Und wenn man dann alle Stempel hat, fährt mn weiter – die Stempel will meist keiner mehr sehen.
Kurz nach der Grenze ist Stau – die Straße blockiert und ein riesiger Menschenauflauf. Da ist kein Durchkommen.

Der kenianische Präsident ist da und spricht zum Volk. Außerdem ist auch noch Markttag, und die Händler haben ihre Waren auf den Seitenstraßen ausgebreitet.

Aber du hast da schnell neue Freunde…

…die uns durch den Markt lotsen (wir hätten uns das mit den Motorrädern nicht getraut, aber die meinten als Muzungu darf man das) zum besten Restaurant (mit angeschlossener Fleischerei) im Ort.


Wir haben uns für die vegetarische Option entschieden: Reis mit Bohnen und Kohl.

Die beiden hatten jedenfalls ihren Spaß (und ein Teller Reis mit Bohnen und Kohl).

Nach dem Essen war der Präsident dann fertig und es konnte weiter gehen.
Kisten tranportieren – nimm doch das Motorrad!

Erst nach dem Foto habe ich gesehen, das die sogar zu zweit auf dem Motorrad waren.
Schluss ist heute auf dem Naberi River Camp – wo sie ganz stolz auf einen prominenten Gast sind.

Für unsere Siherheit sind hier mal nicht bewaffnete Wächter zuständig, sondern Wachgänse 🙂 .

Wie immer noch Karte, Statistik und Höhenprofil

 

Um den Viktoriasee,Tag 21: Jinja bis Sipi

Gestern Abend ging ein ordentliches Gewitter runter – und es hat auch die ganze Nacht durch ergiebig geregnet. Mein noch kurzfristig gekauftes 39,99 EUR Zelt hat dabei tatsächlich dicht gehalten!
Dennoch – mit meiner wasserscheuen Kibo gehe ich heute lieber kein Risiko ein und nehme die Hauptstraße in die Berge.
Fritz und Josef fahren weiter Piste – auch wenn die durch ein Sumpfgebiet führt und sich die Karten nicht einig sind, ob die Piste durchgehend ist. Gute Fahrt!

200km Hauptstraße ist nun auch nicht das reine Vergnügen…

…aber man sieht immer wieder interessante Transporte. Stahlrohre…

…oder auch mal zwei Betten.

Zum Glück liegt nur eine größere Stadt auf dem Weg – durch Mbale fließe ich mit den anderen Motorrädern.

Übrigens hat die afrikanische Methode (abwarten) funktioniert: Der Vergaser an meiner kleinen Kibo funktioniert wieder normal – Choke kann also wieder aus und es geht Vollgas ohne ruckeln!
Zum Mittag taucht passend eine Straßenküche auf:

Hier gibts frisch frittierte Pommes mit Tomatenscheiben und Krautsalat, bedeckt mit einem Omlette. Lecker.

Schluss ist heute am Fuße des Mount Elgon auf ca 1800m Höhe im Sipi Guest House. Zelt…

…mit Ausblick ins Sipi Tal (auch heute wieder diesig)…

…und auf den Sipi-Wasserfall.

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Um den Viktoriasee,Tag 20: Jinja

Heute ist Ruhetag – Aufenthalt in Jinja. Fritz kümmert sich nochmal um seinen Reifen – meine Kibo spendiert dafür einen neuen Schlauch von unter ihrem Sattel.

Die Dachdecker sind auch da – mit etwas Glück bekommen die das zum Wochenende fertig.

Heute ist nichts weiter angesagt als eine entspannte Bootsfahrt auf dem Nil.

Die geht von dem Staudamm mit Kraftwerk (was da runter fällt ist Überlaufwasser, denn der Viktoriasee ist sehr voll)…

…bis zum nächsten Staudamm einige Kilometer weiter Flussabwärts.
Wir sind hier direkt an der Nilquelle – des Victoria-Nils. Der fließt in den Albertsee, und von da als weisser Nil weiter. In Kartoum (Sudam) vereinigt er sich dann mit dem blauen Nil und fließt gemeinsam bei Alexandria ins Mittelmeer.
Zu sehen gibts hier diverse Wasservögel


und Fischer bei der Arbeit.

Zwischendurch laufen wir die Flußtankstelle an…

…zum auftanken.

Danach noch auf ‘nen Eis und Muffin…

…und zum Abendessen gibt es nach den Erfahrungen von gestern heute nur eine Vorspeise: Avocado mit Vinaigrette.

Da wäre doch in Deutschland hächstens 1/4 Avocado drin verarbeitet. Hier sind es gleich drei oder vier Stück!

Um den Viktoriasee,Tag 19: Nakitoma bis Jinja

Heute geht es weiter ostwärts, und das Tagesziel heisst die Hauptstadt Kampala mit ihrem Verkehrschaos weiträumig zu umfahren. Das gelinht auch ganz gut – bedeutet aber auch, dass es heute fast nur Lehmpsiten gibt.

Es hat die Nacht vorher geregnet – daher ist es heute glücklicherweise nicht staubig.

Dafür halt gelegentlich schlammig. Glücklicherweise sieht nicht die ganze Strecke so aus.

Mittagspause in irgendeinem Dorf – die örtliche Straßenküche bereitet frisches Rolex zu.

Sowas sieht man nur, wenn man die Hauptstraßen und Touristenroen verlässt. Da kann kann ich hier gleich nochmal Fritz und Josef für danken!

Nebenan beim Kimbowa Electronics Center gibts Solarzellen.

Beim Reifen-Flicken biste als Muzungu natürlich die Attraktion im Dorf!

Hatte ich schon erwähnt, dass die Früchte die es hier gibt eine Klasse besser sind als alles was es in Europa gibt? Die Händler bauen daraus kunstvolle Häufchen am Straßenrand.

Wie schafft man es eigentlich, einen LKW auf gerader Strecke umzukippen?

Und nochmal Motorradtransport.

Pineapple man!

Banana man (das sind Kochbananen, die werden grün geerntet).

zum Schluss noch ein Größenvergleich vom Zuckerrohr…

…erntebereit. Der Trecker versucht grad den LKW rauszuziehen.

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Um den Viktoriasee,Tag 18: Baseraka bis Nakitoma

Heute geht es – nach einem leckeren Frühstück – eine kurze Strecke ostwärts.

Die Erste Hälfte ist heute extrem staubig – Lehmpisten mit immer mal Gegenverkehr. Alles wird mit feinem roten Staub bedeckt.

Pause unter einem der wenigen Bäume…

…die in der Zuckerrohrplantage geblieben sind.

Hatte ich schon erwähnt, das Motorräder hier Alltagsfahrzeuge sind und alltagstransporte übernehmen? Eine Partie Wellblech vom Baumarkt…

…oder zur Arbeit auf die Baustelle.

Mittag gibts im Star Live Restaurant. Die Werbung außen macht mehr her alks es innen gibt, denn wir sind wohl zu früh. Aber von der Imbisskarte gibts Rolex und Samosas, auch keine schlechte Wahl.

Bauernfänger im Namen der Religion unterwegs – gibts nicht nur in USA.

Ziel ist heute am frühen Nachmitag das Ziwa Rhino Sanctuary, wo man sich siet gut 20 Jahren erfolgreich bemüht, die vormals in Uganda ausgerotteten Nashörner wieder anzusiedeln. Da kann man einen ‘Rhino Walk’ machen, um zu sehen wie es um die steht.
Während es in anderen Nationalparks ‘zu gefährlich’ ist mit dem Motorrad rein zu fahen, ist das hier kein Problem. So fahren wie schonmal bis in die Nähe der Nashörner.

Dauert dann auch nicht lange, bis hinter dem Busch eine graue Masse auftaucht.

Gleich drei – Mutter, Baby und ein jugendliches, zusammen mit ihrem Hautpflegevogel.



Breitmaulnashörner, die wie ein Stubsauger ads Gras abmähen.

Und der Vogel weicht ihnen nicht von der Seite.

Das Baby sieht zwar mit 1 Jahr schin groß aus, wird aber noch gesäugt.

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Um den Viktoriasee,Tag 17: Fort Portal bis Buseruka

Korrektur von gestern: ‘Kluges grillen heute’ hört sich despektierlich an. Kluges Guest Farm hat eine erstklassiges Restaurant, und wenn die grillen wird das volle Programm aufgefahren.

Einschließlich bemützten Köchen am Grill.

Exotische Pflanzen:


Heute will meine kleine Kibo nicht so recht. Bei Vollgas fängt sie an zu ruckeln. Und Vollgas braucht man bei der 250er schonmal öfter. Fühlt sich an, als wenn sie nicht genug Sprit bekommt. Also als einfachste Methode mal den Benzilfilter ersetzen. Der dritte Motorradladen hatte einen:

Das wars leider nicht – aber ich habe dann herausgefunden, dass das Ruckeln weg ist wenn ich den Choke halb öffne. Ich vermute nun, dass die Düse an der Gemischeinstellschraube teilweise verschmutzt ist, denn offenbar magert das Gemisch bei voll geöffneter Drosselklappe zu sehr ab. Wie dem auch sei – erstmal geht das mit dem Choke-Workaround. Aber das ist so ein Grund, warum ich kein Freund von Vergasern bin.
Êrstmal geht es heute einen Abstecher westwärts durch Berglandschaft.

Leider – oder glücklicherweise – ist es auch heute wieder diesig. Das verhindert zwar Fernsicht, aber auch übermäßige Erwärmung.
Es geht dann über den Buranga-Pass, der heute nur noch von Einheimischen mit ihren Motorrädern genutzt wird, seit es die neue Straße außenrum gibt. Er mutiert zusehend zu einer Single Lane Strecke.

Vom Pass gehts den gleichen Weg zurück, und dann nordwärts an den Lake Albert. Meist über Pisten verschiedener Qualitäten.

zum Mittagessem gibts heute eine Auswahl an Bananen vom Straßenhändler,

bevor uns die Strecke durch ein riesiges Teeanbaugebiet führt.

Was gibts denn hier?

Bauelemente!

Teils werden die Pfade ziemlich schmal…

…aber in der Nähe zum Lake Albert gibts dann plötzlich neue Breite Asphaltstraßen. Das liegt wohl am örtlichen Ölboom.
Schluss ist heute in der Kikonko-Lodge, mit Blick über den Lake Albert (da, wo es diesig ist).

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Um den Viktoriasee,Tag 16: Rubinzini bis Fort Portal

Abends Fish ‘n Chips im campeigenen Restaurant: Ein gegrillter Tilapia.

Frühstück mit Ausblick auf den Kratersee.

Es geht heute weitgehend durch den Queen Elizabeth Nationalpark – Savannenartige Landschaft soweit das Auge reicht.

Heute ist nicht viel fahrstrecke geplant – denn wir überqueren den Kaziuga Kanal (der Lake Gearge und Lake Edward verbindet). Von dort aus kann man gut Tiere gucken. Also ein Boot gechartert…

…und los. Nein – kein Krokodil. Eine großer Leguan,

Nein – kein großer Leguan – ein Nilkrokodil.

Und noch eines.

Auge in Auge mit dem Hippo.

Großmaul!

Der afrikanische Fischadler überwacht das alles.

Die Elefantenfamilie am Ufer




Badestelle


Baboos am Ufer…

…und ein alter Büffel.

Am Kanalufer: Die Fischer machen sich bereit für die nächste Fahrt.

Mit der kleinen Kibo über den Äquator – bei einem kurzen aber kräftigen Regenschauer. Ich glaube, mein kleines nervöses Motorrad ist traurig, dass es nicht da sein kann 🙁 .

Bei solchen ausgewaschenen Strecken heisst es vorausschauend fahren und die richtige Spur wählen.

Es ist dann nicht mehr weit bis zu Kluges Guest Farm…

…wo auf saftigem Rasen schon bald das Zelt steht.

Nun ist aber schluss – denn dem vernehmen nach wird heute abend bei Kluges gegrillt – mit Sauerkraut und Bratwurst.

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Um den Viktoriasee,Tag 15: Kabale bis Rubinzi

Mal wieder ein Sonnenuntergang:

Morgens nochmal zum Elektromaschinenbauer, der Fritz’s Lichtmaschine neu gewicklet hat – um Ihm zu sagen dass alles funktioniert.

Der hat seinen Ladenauf einem Handwerkerhof in Kampala. Neben Motorradwerkstätten…

…werden dort auch Bauelemente angefertigt.


Durch den (entspannten) Stadtverkehr von Kampala

geht es heute weitgehend auf guten Pisten…

…durch diverse Nationalparks. Aber dabei immer schön auf der Strecke bleiben – einen Bergedienst der einen wieder rausholt gibts hier nicht.

Erstmal durch den Bwindi Impenetrable Nationalpark – das ist der wo die Berggorillas wohnen.

Die Piste führt durch dichten Wald…

…und hoffentlich bereits außerhalb des Nationalparks an einem Sägewerk vorbei.

Die beiden sind ziemlich schnell – ich schätze mal so 30cm pro Minute schaffen die. Das Vierkantholz wird zum Möbelbau verwendet.

Weitter geht es an Teeplantagen vorbei…

…zum Mittagessen. Hier gibts Rolex – ein mit einem Chipati-Brot zusammen gebackenes Tomaten-Omlette.

Und ein Kind das frische Samosas verkauft taucht auch wieder auf.

Diesesmal mit Bohnenfüllung. Sehr lecker.
Wir sind nicht die einzigen Verrückten – ein schweizer Radfahrer der zwei Monate durch Ostafrika radelt war auch grad beim Mittag an der Straßenküche.

Was liegt denn da zum trocknen?

Erdnüsse!

Später gehts auf schneller Piste durch die Kigezi Wildlife Reserve, eine savannenartige Landschaft.

Wir sichten einige Affen am Straßenrand…

..und eine Elefantenmutter mit Kind hat vor uns die Straße überquert, war aber zu schnell für ein Foto.
Kurz vor Schluss pullt Fritz’s Aprilia ‘ne KTM und wirfd das Heck ab…

…aber das ist nichts, was nicht mit ein bisschen Draht reparbel wäre.
Schluss ist heute im ‘Dave the Cave’, einem Community Campingplatz in Rubinzi, direkt am Ufer eines der örtlichen Kraterseen.

Vorsicht vor den heimischen Baumbewohnern.

Wie immer noch Karte, Statistik und Höhenprofil

Um den Viktoriasee,Tag 14: Kabale – Pausentag

Morgenidylle auf dem Lake Bunyonyi.

Heute ist Pausentag angesagt. Wir sind hier ja auf rund 2000m Höhe – daher ist es nachts kühl (ca. 15°C) und tagsüber angenehm warm, aber nicht heiss.
Und wir sind hier in einer schicken Lodge. Die Anfahrt ist zwar etwas rustikal…

…aber innen ist alles schön gestatlet,


mit Seeblick von allen Orten.

Es ist alles grün hier und blüht an diversen Stellen.

Falls man in der Umgebung komische Gegenstände findet – besser nicht mitnehmen!

Am Nachmittag ist der Stator der Lichtmaschine vom Elektromaschinenbauer mit neuer Wicklung zurück.

Eingebaut – und funktioniert. Wieder volle Ladespannung an der Batterie.