Rumänische Karpaten – Tag 08: Campina bis Sighisoara (Schäßburg)

Heute geht es erstmal hoch auf die Bucegi-Berge und dann nach Transsylvanien rein. Erst noch durch mäßiges Bergland

mäßiges Bergland

bevölkert von englischen Kühen (latschen auf der falschen Straßenseite). Die hier ging ja noch, aber wenn einem die in der Kurve entgegen kommen ist doof!

Kuh

gehts am Paltinu Stausee vorbei

Paltinu Stausee

durch dieses unscheinbare Tor.

Tor

Jetzt geht es doch recht zügig steil voran bis auf fast 1800m Höhe.

steil voran

Da kam die Sertao II an ihre Grenzen – war stellenweise doch sehr steil, grobsteinig lose und ausgewaschen.
An anderen Stellen dann wieder mal `ne Bobbahn 🙂 .

Bobbahn

Es geht eine ganze Weile immer knapp unterm Bergkamm entlang

Bergkamm

bis irgendwann die höchste Stelle erreicht ist

höchste Stelle

und mit grandioser Aussicht entschädigt.

Aussicht

Es geht dann wieder in flachere Gefilde, vorbei am Schloß Cantacuzino

Schloß Cantacuzino

und natürlich Bran Castle – das wird touristisch als das Drakula-Schloß vermarktet, und entsprechend hoch ist der Andrang.

Bran Castle

Braucht man sich aber nicht anzusehen – denn es hat weder irgendwas mit der fiktionalen Figur zu tun noch deren vermuteten Vorbild Vlad Tepes. Aber sieht halt so aus wie man sich ein Vampirschloß vorstellt.
Holzbrücken gtibt es übrigens nicht nur in Afrika – aber nebenan wird schon an einer neuen Gebaut.

Holzbrücke

Nun ist Transsylvanien erreicht – und es hagelt wieder Kirchen. Los gehts mit der Lutherischen Kirche in Halmeag:

Lutherische Kirche in Halmeag

Errichtet 1150-1190. Und wer sich nun fragt, wie zu der Zeit eine Lutherische Kirche nach Transsylvanien kommt fragt richtig. Denn bis 1542 war es eine rumänisch Ortodoxe Kirche, bis der damal saktuelle Obermufti mal eben Lutheraner wurde – und alle seine Untergebenen gleich mit.
Weiter gehts zur Zitadelle von Rupea:

Zitadelle von Rupea

Und nicht weit ist das kulturelle Highlight des Tages: Die Wehrkirche von Viscri (Deutschweisskirch):

Wehrkirche von Viscri

Innen eine kleine Kirche

Wehrkirche von Viscri

umgeben von mächtigen Mauern

Wehrkirche von Viscri

Das ist nicht der Kirchturm (von dem aus ist das Foto gemacht), sondern ein Wachturm.
Man kann auf den Kirchturm steigen – kann ja so schlimm nicht sein.

Kirchturm

Steil geht die Treppe rauf

Kirchturm

An Wanddicke hat man nicht gespart

Kirchturm

Und durch das Loch kommt man oben auf dem Turm an. In Deutschland würde da die Berufsgenossenschft selbst für nicht öffentliche Bereiche in Ohnmacht fallen – und hier darf jeder drauf rumklettern, der sicht traut!

Kirchturm

Angeschlossen ist ein kleines Museum – und wie man sieht, gabs Togal und Aspirin schon 1936.

Museum

Ansonsten noch alte Haushaltsgeräte etc.

Museum

Das scheint dann doch etwas aus der Zeit gefallen

Museum

Heute heist es doch eher: Wer sich nicht wehrt lebt verkehrt.
Jedenfalls ein interessantes Ziel und einen Besuch wert.
In Bunesti (Bodendorf) fürchtet die Sertao II schon wieder vor einer doofen Wehrkirche warten zu müssen

Wehrkirche Bunesti

Aber da hat `se Glück gehabt – ist geschlossen. Sieht auch nicht im Mindesten so eindrucksvoll wie die in Viscri aus.
Kurz vor dem Tagesziel noch eine Etappe über Dirtroads. Man gut, daß es nicht geregnet hat. Sonst wäre das hier alles Matsch. So hat man nur tiefe Auswaschungen.

Auswaschung

Schluß ist heute in Sighisoara (Schäßburg). Die haben `ne schöne Altstadt. Nicht so perfekt renoviert wie in Tallin, aber vielleicht auch dadurch authentischer.
Der Uhrenturm…

Uhrenturm

…mit bunten Dachziegen und Figurentheater. Man war offenbar reich und wollte das auch zeigen.

Uhrenturm

Eine Gasse in der Altstadt

Gasse in der Altstadt

und die evangelische Bergkirche (ächts – die Treppa dahin hoch ist bei der Hitze echt anstrengend!)

Bergkirche

Und zum Feierabend `ne Bohnensuppe im Brot. Mahlzeit!

Bohnensuppe

Bleiben noch Karte, Höhenprofil und Statistik

Karte
Höhenprofil
Statistik

2 Gedanken zu „Rumänische Karpaten – Tag 08: Campina bis Sighisoara (Schäßburg)“

  1. Bisher war alles sehr interessant, aber Sighisoara (Schäßburg), gefällt mir richtig gut. Werde ich wohl nicht mehr hinkommen. Schade, hätte eben früher mehr reisen müssen. Weiterhin gute Fahrt!

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