Tuareg Rallye 2019 – Tag 5, vierter Fahrtag: Umrundung der Berge von Zerhamra

Die Nacht war windig. Und der Sand ist so fein, daß er durch die mit Fliegennetz abgedeckten Lüftungsöffnungen des Zelts kommt. Morgens ist jedenfalls alles mit einer Sandschicht bedeckt.

Sandschicht
Sandschicht

Der heutige Tag ist wegen des gestrigen Unfalls ohne Wertung – ich will mir die Berge bei Zerhamra aber dennoch ansehen. Der Start ist daher ganz entspannt – Zeitkarte abholen (dadurch weiß die Orga daß ich unterwegs bin und kann mich suchen, falls die Zeitkarte nicht abends im Ziel wieder abgegeben ist) und losfahren.

So steht das kleine nervöse Motorrad schon bald ganz allein auf einer schier endlosen Ebene

Ebene
Ebene

Kurz darauf wird die Lenkung schwammig – und bei einer Mobilfunkstation gibt sich die Chance da mal nachzusehen. Der Vorderreifen ist platt, also raus damit.

Vorderreifen platt
Vorderreifen platt

Zum Glück gibts da eine betonierte Fläche und es liegt genug Müll rum um das Motorrad aufzubocken.

Das Loch ist schnell gefunden und geflickt

geflickt
geflickt

und das Rad wieder eingebaut. Leider war ich da etwas oberflächlich, denn als ich alles wieder aufgerödelt hatte war der Reifen wieder platt.

Da ich keine Lust hatte da vor Ort alles nochmal auseinander zu bauen bin ich über die nahe gelegene Straße ca. 35km bis ins Camp gefahren. Stollenreifen mit Reifenhalter haben erstaunliche Notlaufeigenschaften – mit ca. 40km/h sind keine wesentlichen weiteren Schäden am Reifen oder Schlauch aufgetreten.

Und natürlich hätte ich es wissen müssen – es war kein Dorn sondern ein bis auf die Felge durchschlagender Stein. Und sowas gibt Löcher vom Snakebite-Typ. Und man muß natürlich beide Löcher flicken…

So kann man den Tag auch verbringen – aber die Zeitkarte muß ja noch ins Ziel, damit ich nicht als vermißt gelte. Das liegt heute in den Dünen in der Nähe des Camps – also noch ein kurzer Ausflug in den Sand:

Ausflug in den Sand
Ausflug in den Sand

Zum Abend geht es auf die höchste Düne beim Camp – allerdings zu Fuß und in Begleitung von `nem Bier 🙂 . Blick aus halber Höhe aufs Camp – schön sieht mam das jedes Fahrzeug eine ordentliche Staubfahne hinter sich her zieht.

Camp in der Abendsonne
Camp in der Abendsonne

Bergauf ist anstrengend und geht oft nur auf allen vieren – das hab ich ja gestern schon gelernt…

bergauf
bergauf

Dafür entschädigt die grandiose Aussicht über den Erg in den Sonnenuntergang

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang
Sonnenuntergang
Sonnenuntergang

und den Mondaufgang

Mondaufgang
Mondaufgang

Bleiben noch Karte und Statistik für heute:

Karte
Karte
Statistik
Statistik

Und natürlich nicht zu vergessen das offizielle Tagesvideo für die Fans der bewegten Bilder!