ElChott Rallye – Tag 13 und 14 – Hammamet – Tunis – auf See – Genua – Hannover

Diese zwei Tage sind dem Rückweg gewidmet. Rüber nach Hause ist doch `ne ganze Ecke.
Abfahrt aus Hammamet – ein tunesisches Touristenziel. Der Tourismus wurde von den Anschlägen vor einigen Jahren schwer getroffen und hat sich noch immer nicht wieder vollständig erholt, obwohl er für Tuensien wirtschaftlich sehr wichtig ist. Entsprechend kommt man auch immer mal wieder an nicht fertiggestellten Hotels vorbei.

Rohbau
Rohbau

Es ist diesig und nur knappe 20°C warm, so können wir uns schon mal aufs norddeutsche Schmuddelwetter einstellen. Raucher können sich am Hafen noch mit allem eindecken was qualmt – die Stange Zigatetten ab 3,00 EUR. Das brauch ich nicht – investiere die restlichen Dinar dafür in ein Teil ausgesuchter Häßlichkeit fürs Schrottwichteln auf dem AT-Weihnachtsstammtisch 🙂 .
Blick von der Fähre auf die Abfertigungshallen am Hafen:

Abfertigungshalle
Abfertigungshalle

Bis auf den Berger sind schon alle an Bord…es ist ja eine Abfahrt nach Europa – und wir Europäer bezahlen die Tunesier dafür, die Drecksarbeit zu tun. Es gibt eine torartige Detektoranlage, die elektronisch blinde Passagiere erkennen soll. Das ist aber offenbar Fake – so schnell wie wir da durchgebrettert sind, erkemnnt die nichts – und das stört auch keinen. Und auch danach laufen noch so viele Leute im Zollbereich rum – Andenkenhändler, Verkäufer belegter Baguettes, Zigarettenhändler und wer weiß wer noch alles daß es auch egal ist. Es geht eben afrikanisch zu. Dafür gibts Handarbeit: An fünf Stationen Plane auf, Bordwand runterklappen, Leiter ran und einer schaut, daß auch nichts geschmuggelt wird. Aber nicht auf Datteln oder Diesel liegt das Augenmerk. Wenn wir das geahnt hätten, hätten wir den LKW gleich offen gelassen… Die letzte Kontrrolle direkt vor der Fähre – keine 10m vor der Ladeklappe. Beim Berger hatte es einer unter die Plane geschafft. Das ist da Alltag und kein großer Aufreger – aber alles muß seine Ordnung haben und ein Protokoll erstellt werden…das dauert afrikanisch halt etwas. Aber natürlich hat er es noch auf die Fähre geschafft.
Die Fähre mach ordentlich Fahrt – mit 42km/h gen Genua.

mit 42km/h gen Genua
mit 42km/h gen Genua

Das Mittelmeer ist ruhig – keine besonderen Vorkommnisse auf See. Habe den Sandmann angefangen – aber das ist hartes Brot. Der reicht noch für die nächste Fährpassage. Warum quält man eigentlich Schüler mit sowas? Da kann man nur Ablehnung ernten!
Am nächsten Morgen gegen 1000h legt die Fähre planmäßig an, es geht in leichtem Nieselregen nach Tortona, das kleine nervöse Motorrad steigt in den Fiat um

Fiat
Fiat

und gegen 1330 geht es nach einem Besuch im örtlichen Lidl auf die Autostrada immer Richtung Norden. Auf dem San Bernardino Paß, wo ich bei der Hinfahrt noch Alpenidylle fotogfrafieren konnte, liegt nun schon reichlich Schnee. So schnell müsste der Winter nicht kommen!
Am Sonntag früm um 0130h zu Hause, Heizung und Strom angeschaltet und ins Bett gefallen. Inzwischen irgendwie ungewohnt, das eigene Bett…

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