Marokko 2016: Fazit

Dieses Jahr ging es schwerpunktmäßig in die Sandgebiete und durch den hohen Atlas – da wo nächstes Jahr die Tuareg Rally stattfinden wird:

Karte
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Insgesamt habe ich 5203km mit dem kleinen nervösen Motorrad zurück gelegt. Das hat sich dabei gut geschlagen – wenn man von dem vorzeitig verschlissenen Ritzel absieht. Aber auch das konnte ja auf afrikanische Art ohne größere Probleme repariert werden. Es waren jedenfalls diverse Strecken dabei, die ich mir der Sertao nicht hätte fahren wollen 🙂 .

Das ganze war ja auch als Generalprobe für die Tuareg Rally gedacht – und hat dazu einige Erkenntnisse gebracht. Die wichtigste ist, daß der Roadbookhalter weiter nach vorne rutschen muß. Was auf holländischen Sandpisten noch geht, ist auf den marokkanischen Steinpisten unbrauchbar – man kann nicht mal eben kurz runterschauen und dabei die Piste aus den Augen verlieren… Positiv ist festzustellen, daß der selbstgebaute Tripmaster die Strapazen unbeeindruckt überstanden hat – und daß er ein größeres Display braucht, wußte ich schon vorher.

Ich hatte vor der Tour die Mitas-Reifen (Stone King und Speedy Croc) montiert. Insbesondere der Stone King Reifen hat ordentliche Stollen. Beide haben sich auf der Tour gut bewährt und funktionieren sowohl im Sand als auch auf Schotter gut. Nach jetzt ca. 6000km ist noch ein gutes viertel Profil da – das bringt immernoch ordentlich Grip. Ich denke, für nächstes Jahr werde ich die weider nehmen und die Pirelli Scorpion als Reserve mit runter schicken. Ich denke aber nicht, daß ich die brauchen werde.

Was gab es an Verlusten? An erster Stelle das Ritzel – da hätte ich vor Abfahrt nachsehen sollen. Ansonsten ist die Werkzeugrolle abvibriert – da muss ich mir eine bessere Befestigung einfallen lassen. Der Schalter für das Roadbook hat sich bei einer leichten Sandberührung zerlegt und durch Kurzschluß die ganze Navigationsanlage lahm gelegt. Da muß nächstes Jahr Reserve mit – und mehr Ersatzsicherungen 🙂 . Die Wolfman Satteltaschen haben sich gut bewährt – aber ich brauche zwei neue Schnallen, die beim zu dichten Vorbeifahren an einem Bagger an dessen Kettenlaufwerk hängen geblieben sind. Und bei der Enduristan Gürteltasche ist nun nach mehreren Jahren Gebrauch der Reißverschluß am Ende…

Ansonsten ist jetzt ein Ölwechsel dringend nötig – und eine allgemeine Durchsicht. Aber dann scheint mir das kleine nervöse Motorrad fit für nächstes Jahr.

Und Marokko allgemein? Kannte ich ja schon vom letzten Jahr. Ist weiterhin ein interessantes Reiseziel – und ein Enduroparadies mit unendlichen Pisten für jeden Anspruch. Dazu abwechslungsreiche Landschaft, nette Bewohner und gut ausgebaute Infrastruktur, die das Land einfach zu bereisen macht.

Das Essen ist zwar lecker – aber dann irgendwann doch etwas eintönig – Grillspieß – Tajine in verschiedenen Ausführungen und Couscous stehen zur Wahl. Und an zwei Sorten Marmelade als Frühstücksbelag muß man sich auch gewöhnen. Wurst gibt es halt nicht – und Käse nur in Form von Schmelzkäseecken. Immerhin kann man mal Glück haben und zum Frühstück ein hartgekostes Ei mit Schmelzkäse drunter aufs Fladenbrot packen 🙂 .

Und was hat der ganze Spaß gekostet? Eine genaue Abrechnung dazu gibts nicht – aber die Fähre sind gute 400 EUR, die Kreditkartenauszüge zeigen rund 11.500 MAD an Belastungen – das sind ca. 1.150 EUR – und für die Autofahrt liegt mein Anteil so um die 400 EUR. Dazu noch einige Barausgaben, so dass es insgesamt wohl gute 2000 EUR sein werden.

 

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