Saharacamp 2015 – Tag 24: Rettungsmission

Gestern nachmittag wollten zwei unerfahrene Wasserkühe auf Straßenhufen nach der eigentlichen Tour unbedingt noch Sand sehen: Macht mal – zum Strand geht’s da lang – und weg waren Sie…

Zum Abendessen waren sie noch nicht zurück – gegen Mitternacht wurde ein Späher ausgeschickt zur Strandabfahrt zum Plage Blanche – dort war erwartungsgemäß nichts zu sehen und eine weitere Erkundung wegen Flut nicht möglich.
Da zum Frühstück immer noch kein Lebenszeichen vorlag, wurde eine Rettungsmission zum Strand losgeschickt.
Rettunsmission zum Strand
Rettunsmission zum Strand
Rettunsmission zum Strand
Aus Freude am Schieben – BMW.
Aus Freude am Schieben - BMW
Da hat der tiefe Sand doch schon die erste Kupplung zerlegt. Mit vereinten Kräften geht es auf nicht hochwassergefährdetes Gebiet. Der telefonisch eingeholte Tipp von BMW ‘abkühlen lassen’ bringt nichts – im Leerlauf dreht das Hinterrad frei, im ersten Gang nur mit unwesentlich höherem Widerstand.

Die kleine Sertao ist ganz stolz, daß Sie die Wasserkuh an die Leine nehmen kann, um sie bis zum nächsten für Kfz befahrbaren Weg zu schleppen.
Die kleine Sertao
Das hat mein kleiner Trecker gut gemacht!
So konnte der Tag mit einer Rettung erfolgreich abgeschlossen werden!

Und was ist mit den eigentlichen Rettungsopfern? Die tauchten irgendwann wieder im Camp auf: Es war ihnen gelungen, am Nachmittag die sandverwehte Abfahrt zum Strand zu passieren, 20km am Wasser zu fahren, die Motorräder mehrmals einzugraben und mit Hilfe der einheimischen Bevölkerung wieder frei zu bekommen, bei Dunkelheit zur Strandauffahrt zurück zu fahren – die sie aber erwartungsgemäß bergauf nicht passieren konnten. Über den Weg auf der anderen Seite des Oued haben sie dann den Strand verlassen, aber in der Dunkelheit die Abzweigung verpaßt und sich 40km auf Schotter bis fast nach TanTan durchgeschlagen. Gegen Mitternacht dann Guelmin erreicht, dort im Hotel übernachtet, am nächsten Morgen Einkaufsbummel und Motorradwäsche. Es sind heute die glücklichsten Menschen im Camp – denn sie waren da um Sand zu sehen und mit ihren neuen Abenteuermotorrädern Abenteuer zu erleben. Und genau das hatten Sie.
Was wir uns denn Sorgen machen würden – bei Problemen hätten Sie schon angerufen. Auf die Frage, ob denn da Netzabdeckung war kam allerdings ein ‘nein’…
Aber so – Ende gut – alles gut. Und ‘ne herausfordernde und interessante Fahrt für die vielen neuen Campteilnehmer war es obendrein!
Auch wenn das aus meiner Sicht leichtsinnig war – in Marokko geht so schnell keiner verloren und es findet sich immer eine helfende Hand.

Kasse:
Lebensmittel: 18,00 EUR
Tanken: 8,30 EUR

Bleiben noch die Karte und Statistik für heute:
Karte
Statistik

3 Gedanken zu „Saharacamp 2015 – Tag 24: Rettungsmission“

  1. Hi Sandman, ein ””cooler”” Tag in der Hitze und ganz bestimmt nicht ohne. Dein Bike – Dein neues Motto: SERTAO = S-pecial E-mergency R-escue T-owing A-ction (at) O-Level (0=Zero). Gut gemacht Chris. Ob Du den Jungs die Geschichte vom Blanken Hans erzählt hast: um 18:15 kam er gestern ””wieder”” und um 19.00 wäre die Sonne (dann) ””auch”” untergegangen. O.k., Es hat ja nochma jot jejangen… und die Stiefelputzer und Kaffeekocher haben sich bei euch so auch ””für 1 Woche freiwillig”” gemeldet. Quält sie ordentlich, lasst euch ein oder zwei Bier bringen … Dir weiterhin ein SuperCamp.

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