Wer reitet so spät noch durch Eis und Schnee?

Na – das kam doch anders als erwartet. Gestern Abned zum Kartenspielen nach Burgdorf – es war zwar knackig kalt, aber die Straßen frei und tocken. Also Mopped statt Zug. Das Kälbchen hat sich mit eingefrorenem Gaszug gedrückt, also mußte die Sertao ran.
Irendwann nach Mitternacht setzten dann ergiebige Schneefälle ein – dafür war’s dann wärmer – nur noch so -5°C. Irgendwann war es dann an der Zeit, nach Hause zu kommen…
Also entgegen meiner Gewohnheit über die Autobahn zurück – da geht’s immer geradeaus 🙂 . Ich war da weit und breit der einzige – ließ sich gut fahren – ca. 5cm loser Neuschnee auf griffiger Fahrbahn waren kein Problem, dennoch nicht schneller als 70 km/h, denn weiter reicht das Abblendlicht nicht. Und mit Fernlicht sah man da in dem Schneetreiben eher noch weniger.
In der Stadt wurde es dann interessant – auf festgefahrener Schneedecke, teilweise mit Spurrillen. Das erfordert sehr feinfühlige Gas- und Kupplungshand, denoch schmiert das Hinterrad ständig weg. Aber nichts, was irgendwie bedrohlich wäre. Zwei mal meinten Spurrillen, daß ich doch bitte woanders langfahren will – da kam die Fuhre dann schon ordentlich ins schlingern. Aber sowas kommt auch auf den Offroad-Touren im Sommer vor und läßt sich beherrschen.
War insgesamt problemloser als gedacht. Offroad Erfahrung und vernünftig profilierte Enduro-Reifen waren sicher von Vorteil.
Um 2:30h ohne Zwischefälle angekommen:
Schneetreiben
Die Sertao schläft heute draßen – und morgen kommt das Kälbchen zum Auftauen in die Garage…