Wenden Around 2017

Am Samstag gings zur Wenden Around: Eine kleine nette Reiseenduro-Veranstaltung etwas nordwestlich von Hannover im Nienburger Land. Im Umkreis von Nienburg / Steinhuder Meer / Wunstorf gibt es 18 Stationen, die man anfahren kann und dort verschiedene Aufgaben lösen muß – das kann alles sein von 10 Runden über dem Acker bis einfach nur einen Stempel abholen.

Es ist nicht möglich, alle 18 Stationen an dem Tag zu schaffen. Also ist erstmal Planung angesagt welche Stationen man auswählt. Wir nehmen erstmal die als ‚Fahraktiv‘ ausgeschreibenen – schließlich sind wir zum Fahren da!

Los gehts mit Bälletransport: Ins kalte Wasser greifen

Bälletransport
Bälletransport

immerhin zwei Bälle erwischt

Bälletransport
Bälletransport

und im nächsten Bottich wieder abladen.

Bälletransport
Bälletransport

Na – das ging doch ganz ordentlich!

Nächste Station: Zehn Runden auf einem kleinen Geländeparcours – wäre einfach, wenn da nicht die tief hängenden Äste wären! Das kleine nernöse Motorad ist dann doch ziemlich hoch 🙂

Geländeparcours
Geländeparcours

Die Schikane ist ganz schön eng – geht ohne Rücksetzen nur, wenn man sie genau richtig anfährt…

Schikane
Schikane

Aber es wird auch der Fahrer gefordert: Man solle unbedingt eine Badehose einpacken hieß es auf der Ausschreibung. Das läßt ja schonmal was vermuten. Angekommen am (natürlich unbeheizten) Waldbad Steimbke heist es dann, es Jesus gleich zu tun. Und siehe da – ich kann übers Wasser gehen – volle Punktzahl 🙂 .

übers Wasser gehen
übers Wasser gehen

Glücklicherweise haben die da warme Duschen 🙂 .

Nun ist wieder das kleine nervöse Motorrad dran: Auf den Tieflader und seitwärts wieder runter

Auf den Tieflader
Auf den Tieflader

und die Kreisbahn

Kreisbahn
Kreisbahn

Die nächste Aufgabe ist mit schwerem Gerät zu meistern:

Trecker
Trecker

Agravis hat zwei Vorführer bereitgestellt – mit dem alten Deutz Trecker hat das nichts mehr zu tun – eher mit der Kommandobrücke vom Raumschiff Enterprise. Da mit dem Joystick gehts vor und zurück und schnell und langsam. Aber Kupplung und Bremse gibts trotzdem noch…eine keine Runde über den Acker um sich kurz dran zu gewöhnen – und dann heist es den Trecker 2 Sekunden in der Balance zu halten:

Balance
Balance

Hat grade so geklappt – es rumpelt doch ganz ordentlich, wenn die Rampe rüber kippt…

Das kleine nervöse Motorrad findet das langweilig und macht erstmal ein Nickerchen – richtig so – es ging ja schon um 0600h in der Früh los!

Nickerchen
Nickerchen

Es kommen einige einfachere Stationen – Besuch beim Dinosaurier

Besuch beim Dinosaurier
Besuch beim Dinosaurier

und beim Wilhelmsturm

Wilhelmsturm
Wilhelmsturm

Davon gabs noch diverse Aufgaben – gedacht für die eher straßenorientierten Großendurofahrer, die sich eher keine 10 Runden über den Acker antuen wollen. Waren offenbar viele interessante Stationen dabei – einschließlich Hofbesichtigung, Käsereibesuch, Bremsbelagwechsel etc.

Für uns gehts aber nochmal ins Gelände: Auf einer hoch bewachsenen Wiese ist ein schnell fahrbarer Kurs abgesteckt. Da konnte das kleine nervöse Motorrad nochmal richtig aufdrehen 🙂

Wiese
Wiese

Das ganze findet parallel zum Stöwer Straßenfest an der restaurierten Bockwindmühle statt

Bockwindmühle
Bockwindmühle

mit Blasmusik (später dann auch noch andere Musik – live vom Gummiwagen)

Blasmusik
Blasmusik

Die lokale Polit-Prominenz läßt es sich nicht nehmen, den neuen Radweg feierlich zu eröffnen 🙂

neuer Radweg
neuer Radweg

Nach dem interessanten Tag ist jetzt erstmal der Sturm aufs warme Buffet angesagt (alles in der Meldegebühr enthalten) und dann soll auch die Auswertung fertig sein.

Was tuschelt denn der blaue Metzeler Elefant da mit dem kleinen nervösen Motorrad?

Metzeler Elefant
Metzeler Elefant

Das kleine nervöse Motorrad hat sich heute richtig angestrengt und 2480 Punkte eingefahren (trotz  zusätzlichem Handicap weil unter 500 cm³ – das ist doch AltersJugenddiskriminierung 🙂 ) und damit den zweiten Platz erreicht. Und dafür kann es sich einen Satz Reifen bei Metzeler aussuchen. Der erste Platz (Tagestraining im Enduropak Hechlingen einschl. Motorrad) ging für 3050 Punkte weg, der dritte Platz (ein Wochenende ein BMW Leihmotorrad) für 2180 Punkte.

Ich hatte Metzeler irgendwie für Offroad-Reifen gar nicht so auf dem Schirm – also mal nachsehen, was die so für das kleine nervöse Motorrad anbieten: Nix!

für das kleine nervöse Motorradfür das kleine nervöse Motorrad
für das kleine nervöse Motorrad

Ach – die Automatik ist bestimmt doof. Was gibts denn da noch: Dieses Jahr neu – und die Beschreibung liest sich gut. Und wendebare Reifen wollte das kleine nervöse Motorrad schon immer mal haben:

MC360 Mid-Soft
MC360 Mid-Soft

Aber, aber – gibt es in keiner Größe die dem kleinen nervösen Motorrad irgendwie passen würde.

Aber es gibt dann doch noch einen einzigen Reifen der paßt (wenn auch nicht der Zulassung entspricht):

MCE 6 Days Extreme
MCE 6 Days Extreme

Ich fürchte nur, daß das kleine nervöse Motorrad größenwahnsinnig wird, wenn es erst auf einem FIM Wettbewerbsreifen unterwegs ist 🙂 .

Da gings übrigens lang – war ausnahmsweise mal nicht weit weg. Insgesamt ca. 250km incl. An- und Abreise:

Karte
Karte

Mir bleibt der Dank an die Organisatoren und alle Helfer. War eine tolle Veranstaltung und hat einen riesen Spaß gemacht. Das nächste mal wohl wieder in zwei Jahren – und ich hoffe, dieser Artikel motiviert den einen oder anderen sich dann anzumelden – es lohnt sich. Platz für einige zusätzliche Starter wäre noch gewesen…

Und das größenwahnsinnige kleine Motorrad dankt ganz besonders den Sponsoren!

Diese (und die nächste) Woche gehts…

…nach Wuppertal. Da hats die Streckenplanung für den Hinweg ein wenig übertrieben – ich wußte gar nicht, daß es so viele asphaltierte Feldwege gibt 🙂

asphaltierte Feldweg
asphaltierter Feldweg

Schau mal – da gibts fliegende Züge

fliegende Züge
fliegende Züge

und einen schönen Standplatz bei DB Schotterwüste 🙂

Standplatz
Standplatz

Es ist viel zu tun – in zwei Wochen muß alles fertig sein. Entsprechend viel Betrieb ist da vor Ort…

viel Betrieb
viel Betrieb

Nach zwei Tagen nur Regen hier…

…freut sich die Sertao, daß sie bei der heutigen Sonne mal wieder raus darf (noch weiß sie ja nicht, daß sie ab morgen wieder arbeiten muss 🙂 ).

Mal schnell von Kurviger.de einen Rundkurs Richtung Osten zusammenbauen lassen – in die Richtung war ich noch nicht oft – da drifte ich meist Richtung Harz ab. Aber das ist für einen Sonntag nicht das richtige Ziel.

Es geht durchs Hildsheimer Land, an Wolfenbüttel vorbei bis in die Börde:

Börde
Börde

Zurück durch den Elm – ein niedlicher kleiner Höhnzug östlich von Braunschweig – und durch Salzgitter – vorbei am Schacht Konrad:

Schacht Konrad
Schacht Konrad

Mit dem Fördergerüst beschäftigt sich gerade Christo? Für bessere Akzeptanz des AtommüllLagers? Oder doch nur Bauarbeiten? Egal – hat sich ja bewährt, den Müll unter Tage abzukipen, wie die nahegelegenen Anlagen Asse (Wassereintritt und einsturzgefährdet)  und Morsleben (einsturzgefährdet) eindrucksvoll demonstrieren. Aber mit einem alten Eisenbergwerk statt Salzberwerk wird alles gut – ganz bestimmt 😉 .

Schnell noch Statistik und Karte (im neuen Design – jetzt OSM-Freizeitkarte):

Statistik
Statistik
Karte
Karte

Sub Sahara Afrika Tour: Interaktive Karte

Habe mal eine erste Streckenplanung im Motoplaner zusammengebaut:

Hier klicken!

Da kann man beliebig reinzoomen – und wenn man auf Satellit umstellt gibts ’ne Vorstellung von der Vegetation. Es gibt da zwar kein Streetview – aber wenn man das gelbe Männchen passend fallen läßt, gibt es immer mal wieder Panoramaaufnahmen zu sehen.

Google kennt da nur die großen Straßen – und routet da dann drauf lang. Die wird das kleine nervöse Motorrad sicher nicht fahren – aber die Zwischenziele sollten schonmal ganz gut passen 🙂 .

Enduro Cross Camp…

…beim MCS Schrecksbach. Das ist eine nette Veranstaltung vom MCS Schrecksbach bei der man was lernen kann – und der Spaß kommt auch nicht zu kurz.

Gute 250km geht es auf kleinen Wegen bis hinter Kassel

auf kleinen Wegen
auf kleinen Wegen

auf das Clubgelände des MCS. Dort wurde seit dem letzten Jahr aufgerüstet: Es gibt jetzt einen Wasserelefanten – oder ist es doch nur eine Leihgabe der freiwilligen Feuerwehr?

Wasserelefant
Wasserelefant

Die Jugendabteilung wässert jedenfalls am Freitag Abend die Strecke noch gut, damit es morgen nicht so staubt. OK – die Schläuche haben schonmal bessere Tage gesehen.

Fontäne
Fontäne

Am Samstag früh gehts dann los – erstmal was lernen 🙂 . Hat sich doch schon ein freiwilliger zum Thema `Motorrad aufheben` gefunden 🙂 .

Motorrad aufheben
Motorrad aufheben

Für die Fortgeschrittenengruppe gehts dann schon recht bald auf die Strecke – erstmal durch Unterholz. Der Trainer machts mal vor – OK – so soll mans nicht machen…

so nicht
so nicht

…und so auch nicht

so auch nicht
so auch nicht

sondern so

sondern so
sondern so
sondern so
sondern so
sondern so
sondern so

(da haut das kleine nervöse Motorrad aber auf die Kacke – und das kann es sich nur erlauben, weil es vom ersten Versuch keine Fotos gibt 🙂 )

Die Strecke wird immer abwechselnd mit den Crossern genutzt, die zeigen wie es richtig geht 🙂

Crosser
Crosser

Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt – statt dem traditionellen Imbißwagen gibts dieses jahr einen stylischen Foodtruck, der lecker Burger zusammenbastelt.

Burger
Burger

Nach dem Mittag gehts wieder auf die Strecke – aber nur kurz:

Schauer
Schauer

Ein kurzer, aber kräftiger Schauer ändert innerhalb von Minuten die Traktionsbedingungen. Was eben noch eine feste und griffige Lehmpiste war ist im nächsten Moment eine rutschige Schlammbahn:

Schlammbahn
Schlammbahn

Da machen sich die Reiseenduros schnell aus dem Staub Schlamm (was nicht für alle so ganz einfach war), nur das kleine nervöse Motorrad denkt sich, daß es ja zur beginnenden Regenzeit in Afrika sein wird – und da kann sowas ja auch mal vorkommen. Und dreht noch einige Runden auf der ansonsten verwaiseten Strecke. Geht doch – es hatte ja auch dafür geeignete Reifen drauf. Und damit das Profil sich nicht zusetzt, muß der Dreck da immer schön abgeschleudert werden – und wenn es auf den Fahrer ist…

Schlamm
Schlamm

Es kommen dann wieder eine Runde die Crosser dran – denen es gelingt die Strecke innerhalb einer Stunde in eine wunderschöne Matschbahn zu verwandeln.

Matschbahn
Matschbahn

So werden die Motorräder wenigstens anständig dreckig. Es vergeht die Ziet – es gibt viel zu erzählen – denn so langsam kennt man viele der Gesichter, die dort immer wieder aufschlagen.

Das traditionelle Lagerfeuer darf am Samstag Abend natürlich nicht fehlen – auch wenn das dieses Jahr deutlich kleiner geraten ist…

Lagerfeuer
Lagerfeuer

Am Sonntag füh weckt die Sonne – es verspricht wieder ein schöner Tag zu werden.

Sonntag füh
Sonntag füh

Doch was ist das? Blutverlust! Ölverlust aus der Gabel – schön über Bremssattel und Bremsscheibe. Das sogt für eine ganz feinfühlig dosierbare Bremse 🙂 .

Ölquelle
Ölquelle

Erstmal gibts nochmal Unterhaltungsprogramm von Crossern und anderen Spezialisten…

Ural
Ural

…und zum Abschluß für die Reiseenduros nochmal die ganze Strecke exklusv, die über Nacht weitgehend abgetrocknet ist. Dazu kommt gleich noch ein separates Video 🙂 .

Die Rückfahrt ähnlich wie die Hinfahrt 250km bei Sonnenschein über kleine Landstraßen – diesesmal bis kurz vor Hannver mit Kawa im Windschatten 🙂 .

Und bevor die Lehmpampe richtig antrocknet werden die gröbsten Spuren beseitigt:

Ihhh - kaltes Wasser
Ihhh – kaltes Wasser

Bleiben noch Karte und Statistik für heute:

Karte
Karte
Statistik
Statistik

Garmin Oregon – Reparatur Einschalter

Man wird ja von der Technik immer abhängiger – eine Papierkarte hab ich unterwegs nur noch in großem Maßstab für den generellen Überblick dabei. Die nutzt aber nichts für die Detail-Navigation.

Was nun, wenn das Navigationsgerät ausfällt? Vor der Tuareg Rallye hatte ich das Garmin Montana im Sand versenkt – was zu zeitweisem Ausfall des Touch-Screen gefüht hat.  Das liess sich glücklicherweise vor Ort beheben – aber ohne Navi hätte ich die Rallye nicht mitfahren dürfen.

Also mal die Augen auf machen nach einem Reservegerät: Da gibt es die Garmin Oregon Serie – und die älteren Geräte kommen jetzt in eine Preisregion, die ich mir leisten kann 🙂 . Das ist im Pronzip das Garmin Montana in klein, s0 daß ich mich auch in der Bedienung nicht groß umstellen muß.

Die haben aber das Problem, daß der Gummikppe des Einschalters wegbröselt – wird im Laufe der Jahre spröde und rissig. Und dann ist das Gerät nicht mehr wasserdicht.

Es gibt einen Anbieter aus Russland, der Gummiknöpfe nachfertigt – die sind mit 25 USD aber deutlich überteuert (aber alternativlos, wenn man nicht basteln will).

Ansonsten gibt es den Vorschlag die Reparatur mit Sugru zu bewerkstelligen – und das vortige Vorgehen schint mir ganz gut.

Also den Stößel aus einem Stückchen Radiergummi geschnitzt.  Sugru hatte ich grad nicht da (kannte ich bisher auch nicht – scheint aber ein interessantes Zeug zu sein). Stattdessen ein Stückchen LKW-Plane zurechtgeschnitten und mit Planenkleber (Tarpo-S) aufgeklebt.

Einschalter repariert
Einschalter repariert

Ist nicht schön – aber hält und ist wasserdicht!

 

Der Gepäckträger der Sertao…

…wackelt schon eine ganze Weile – und man kann auch sehen, daß der Rohrrahmen der den hält gebrochen ist. Bevor es damit nach Schweden geht vielleicht besser mal nachsehen:

Rohrrahmen
Rohrrahmen

OK – das lohnt sich. Ist an vier Stellen gebrochen – und eine Verschraubung wurde nur noch durch die Plastikverkleidung gehalten – statt andersrum.

Man könnte ja vermuten, daß ein Hersteller mit Premiumanspruch wie BMW bekannte Schwachstellen beim Entwurf des Nachfolgemodelles beseitigt. Denn schon bei der F650GS war dieses Teil unterdimensioniert und ist immerhin so oft gebrochen, daß Touratech dafür extra ein Verstärkungsblech im Angebot hatte. Man beachte auch den Rost im Rohrinneren – etwas Rostschutzversiegelung hätte da sicher nicht geschadet. Aber die G650GS ist halt das ‚Billigmodell’…

Schauen wir mal bei MaxBMW den Ersatzteilfilm an – es ist das Teil 2: Kostet `nur` 131,18 USD – und erfahrungsgemäß unterscheidet sich der EUR-Preis nicht wesentlich.

Ersatzteilfilm
Ersatzteilfilm

Aber muß ja nicht neu – das ist doch noch gut 🙂 . Mal fix geschweißt, grob beschliffen und frisch lackiert siehts fast aus wie neu:

geschweißt
geschweißt

Nun darfs noch trocknen – und morgen wirds alles wieder zusammengebaut.