Xiaomi YI Action-Cam – erster Test

Für die Tuareg Rally nächstes Jahr soll das kleine nervöse Motorrad eine Kamera erhalten, die so einmal je Minute ein Foto macht, damit ich hinterher dann mal nachsehen kann, wo ich gefahren bin. Denn währenddessen wird man wohl eher nicht für Fotostops anhalten wollen 🙂 .

Es soll klein und leicht sein – da kommt eigentlich nur eine der sogenannten ‚Action Cams‘ in Frage – die nebenher auch alle Fotos machen können (obwohl das Hauptaugenmerk auf Video liegt).

Alle haben das Problem der völlig unzureichenden Akkulaufzeit (so `ne Stunde) und unmöglicher Bedienung (2 Tasten und winzige blinkende LED oder eine Smartphone App). Also baue ich was eigenes – aber natürlich entwickle ich keine Kamera – sondern setzte da auf was fertigem auf, um das ich dann meine Stromversorgung und Bedienungselemente baue.

Nun ist so eine GoPro Kamera deutlich teuer – jedenfalls nichts, was man mal eben auseiander nimmt um zu sehen, ob es verwendbar ist.

Für ungefähr 1/4 des Preises gibt es die Xiaomi YI Camera  – inzwischen auch mit einer englischen Bedienoberfläche (statt nur chinesisch). Das kann man mal riskieren und testen ob`s geeignet ist.

Das sind die ersten Testfotos – die Kamera war an der Sertao provisorisch ganz links am Lenkerende befestigt.

Testbild
Testbild

Heute ist ausgesprochen gutes Wetter – und da macht die Kamera ganz ordentliche Fotos. Wenn man genau hinsieht sind insbesondere im unteren linken Bildbereich wellenförmige Verzerrungen sichtbar – das kommt durch den `rolling shutter` der Kamera in Verbindung mit den Vibrationen durchs Motorrad.

Bei Gegenlicht finde ich das Ergebnis ziemlich erstaunlich – voll gegen die Sonne und dennoch säuft nicht alles in schwarz ab:

Gegenlicht
Gegenlicht

Nur wenn dann noch Schatten dazu kommt, reicht der Dynamikumfang des Bildsensors nicht aus und es saufen Bildbereiche im schwarz ab:

Gegenlicht
Gegenlicht

Gewöhnungsbedürftig ist der extreme Weitwinkel, der für eine erhebliche Bildverzerrung sorgt. Der eine oder andere wird diese Durchfahrt kennen – und nein – sie ist in Wrklichkeit viel breiter und dafür kürzer als sie hier scheint:

Weitwinkel
Weitwinkel

Soweit macht das Ding einen guten Eindruck – die Bildqualität ist besser, als ich für den Preis erwartet hätte.

Und Video kann sie natürlich auch – ebenfalls mit erstaunlich guter Qualität. Das kann man hier im eingebundenen YouTube Video leider nicht erkennen – denn YouTube hat das bis fast zur Unkenntlichkeit komprimiert. Die tatsächliche Qualität ist wesentlich besser.

Das ist die L401 von Nienstedt nach Eimbeckhausen, gefahren mit der G650GS Sertao:

Der Ton ist natürlich völlig unbrauchbar – das Problem mit den Windgeräuschen haben aber alle Action Cams – das kann man nur mit einem externen Mikrofon mindern…

Auf nach Neubau…

…nachsehen ob der Acker noch da ist:

Neubau
Neubau

OK – da ist er noch – aber wachsen tut gerade nichts. Wir sind ’ne Woche zu spät.

Auf dem Rückweg ein Blick in den Tagebau Schöningen und das Kraftwerk Buschhaus. Für beide hat das letzte Stündlein geschlagen, der Betrieb wird dieses Jahr eingestellt.

Tagebau Schöningen
Tagebau Schöningen

Dann noch die Karte und Staistik…

Karte
Karte
Statistik
Statistik

Die Entdeckung der…

…Langsamkeit.

Frank emfahl doch mal ’nen Schnupperkurs zu Trial zu machen…hmmm – das ist doch die Motorradakrobatik – aber kann der Fahrtechnik sicher nicht abträglich sein.

Und wie es der Zufall will macht die Elmar Heuer-von Rüden Trialschule Station auf dem schönen Gelände des Celler Trail Clubs und es war noch ’nen Platz frei.

Also am Sonntag hin – und da stehen sie schon die komischen Motorrädchen ohne Sitz

Motorrädchen
Motorrädchen

Aber wir wollen es mit der Akrobatik mal nicht übertreiben – erstmal bleibts in der Ebene

in der Ebene
in der Ebene

Das findet alles bei Schrittgeschwindigkeit statt – und es hört sich fast so an, als wenn der Motor gleich aus geht – tut er aber nicht. Das eignet sich jedenfalls gut, um Technik zu üben. Man hat nämlich bei der niedrigen Geschwindigkeit genug Zeit nachzudenken, welche Bewegung jetzt als nächstes dran ist – und zu erkennen was man falsch gemacht hat, wenn es mal nicht klappt. Dann halt Füße runter – die 70km Motorrädchen hält man mit einer Hand..

Bevor es für den Rest des Tages auf den Idiotenhügel geht, heißt es erstmal Haltung trainieren

Haltung trainieren
Haltung trainieren

und dann üben, üben, üben

Idiotenhügel
Idiotenhügel

Es ist erstaunlich, wie anstrengend doch Motorradfahren im Spaziergängertempo sein kann, Naja – es ist im wesentlichen eine Gleichgewichtsübung. Bei der Enduro geb ich im Zweifelsfalle einfach ein bißchen Gas – dann stabilisiert sich das schon von selbst. Hier ist aber gefühlvolle Gewichtsverlagerung angesagt…

Jedenfalls war der Helm wohl undicht – anders kann ich mir nicht erklären, wie die Haare bis zum Abend naß werden konnten…

Trail
Trail

Am Samstag mal die Runde…

…ab Breitenhees in einer ungewöhnlichen Zusammenstellung. Drei Kleine:

Drei Kleine
Drei Kleine

Mein kleines nervöse Motorrad, Franks Beta Alp, Thorben mit seiner nagelneuen CCM450

CCM450
CCM450

und Rolfs Seekuh

Seekuh
Seekuh

die alleine mehr Hubraum hat als die drei anderen zusammen 🙂 .

Aber Wasser mag sie – deshalb gleich nochmal durch den Fluß

Seekuh
Seekuh

Nutzt ja nichts – mußten alle dem kleinen nervösen Motorrad hinterherfahren.

Badetag
Badetag

Und sind alle gut durchgekommen – auch wenn dann doch mal eine Zielfixierung aufs andere Ufer auszumachen war, wodurch der optimale Weg verlassen und tieferes Wasser aufgesucht wurde…

Furt
Furt

Damits nicht zu einfach wird, hatte sich das kleine nernöse Motorrad einige kleine Schikanen einfallen lassen

Schranke
Schranke

die zu überwinden waren

Klotz
Klotz

Aber auch hier gab es keine Ausfälle. Und mit den folgenden Sandstrecken üben wir dann nochmal…

Insgesamt eine angenehme Tour, die trotz der deutlich unterschiedlichen Motorisierung gut geklappt hat!

Gut geklappt hat’s auch mit dem Wetter – zumindest in der Wildnis. Ein Gewitterschauer in Celle an einer Tanke abgewartet

Gewitter
Gewitter

und dann noch trockenen Reifens zu Thorben zum Abendessen!

Karte
Karte

Arduino Tripmeter mit GPS

Mancher wird sich denken – was soll denn das nun schon wieder. Er hat doch gerade einen Roadbookhalter mit Tripmeter gebaut – und das war schon die zweite Version.

Die ist ja auch ganz schön – aber die LED Anzeige läßt sich bei voller Sonneneinstrahlung trotz extra heller Anzeigen und Kontrastfilterscheibe nur schwer ablesen – und die manuelle Verstellung des Roadbooks ist auch suboptimal – man muß dafür eine Hand vom Lenker nehmen. Also für die Tuareg Rally nächstes Jahr nicht optimal geeigent. Und da mir günstig ein gebrauchter, elektrisch angetriebener Roadbookhalter zugelaufen ist, gibt es jetzt als Zubehör dazu die dritte Version eines Tripmeters.

Der existiert jetzt schonmal als Prototyp – mit Kabelbindern auf Pappe befestigt:

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Links der Prozessor Arduino nano auf einem Breakout-Board – daran kann man die bunten Kabelchen mit kleinen Steckern direkt anstecken. Oben das Display – 2×16 Zeichen inverses LCD – das gibt weiße Schrift auf blauem Hintergrund. Bei voller Sonneneinstrahlung nimmt zwar der Kontrast ab, es bleibt aber weiter lesbar. Darunter – und auf dem Foto nicht sichtbar – ein I2C nach Parallel Interface für das Display.

Unten mittig der GPS-Empfänger, der hier schon vorgestellt wurde, ganz rechts unten am Rand die keramische GPSAntenne. Es ist schon erstaunlich, wie weit das alles miniaturisiert ist.

Rechts einige Tasten zur Bedienung, oben sind noch eine Leuchtdiode (Zeigt Sensoratktivität an) und ein Poti festgestrapst. Dieses wird noch durch einen Temperatursensor TMP36 ersetzt – der ist aber noch nicht da.

Und wozu hat der Tripmeter GPS? Die Streckenmessung erfolgt doch über die Ermittlung der Umdrehungen des Vorderrades?

Völlig richtig – und dafür kommt weiterhin der magnetoresistive Sensor zum Einsatz, wie er auch schon beim ersten Prototypen verwendet wurde. Aber der Sensor und das Kabel zum Sensor sind hochbelastete Teile, da sie an ungefederten Fahrzeugteilen sitzen und ständig mechanisch beansprucht werden. Das ist wohl die mit Abstand häufigste Störungsursache bei Tripmetern – und daher haben bessere kommerzielle Ausführungen ein GPS Backup eingebaut, so daß man zumindest bei guter Empfangslage weiter navigieren kann. Unter dichtem Blattwerk, in Häuserschluchten oder schmalen Tälern läßt dann die Meßgenauigkeit nach.

Und was die kommerziellen Hersteller können, kann ich schon lange 🙂 . Das ist heutzutage ja auch einfach, weil man z.B. einen GPS-Empfänger nicht von Grund auf entwickeln muß – sondern für billiges Geld ein fertiges Modul kaufen kann, daß einem im Klartext interessante Informationen die Ortskoordinaten, Geschwindigkeit, Höhe, Datum, Uhrzeit etc. serviert.

Und das zeigt das Tripmeter normalerweise an:

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Oben links die aktuelle Geschwindigkeit wie sie über GPS ermittelt wird. Das dient auch gleich als Anzeige ob GPS-Empfang besteht, denn wenn der länger als 2 Sekunden ausfällt (z.B. im Tunnel) stehen da nur drei Sterne ***.

Oben rechts die Temperatur – ich dachte mir wenn es nächstes Jahr in die Wüste geht will man vielleicht wissen, wie warm es ist. Und eine Temperaturmessung noch mit einzubauen ist nun eine der leichtesten Übungen…

Unten links wird die Teilstrecke angezeigt. Diese kann durch einfachen Druck auf die Taste „Null“ wieder auf 0 gesetzt werden.

Unten rechts wird die Gesamtstrecke angezeigt. Da es immer Unterschiede zwischen der eigenen Streckenmessung und der im Roadbook gibt, kann man die Gesamtstrecke mit den Tasten „Plus“ und „Minus“ jeweils um die im Menu „Delta“ einstellbare Strecke korrigieren.

Jetzt wisen wir auch schon, daß es zur Bedienung am Lenker drei Tasten gibt:

  • „Null“ – setzt den Teilstreckenzähler zurück
  • „Plus“ – erhöht den Gesamtstreckenzähler
  • „Minus“ – verringert den Gesamtstreckenzähler

Für weitergehende Einstellungen ruft man das Menu auf, indem man „Plus“ und „Minus“ gleichzeitig drückt. Man gelangt dann in die Menuauswahl, wo die Tasten folgende Bedeutung haben:

  • „Null“ – Auswahl bestätigen oder weiterschalten
  • „Plus“ – Wert in positive Richtung ändern
  • „Minus“ – Wert in negative Richtung ändern.

Ausgegend vom Normalmodus gibt es folgende Menupunkte, aus denen man mit „Plus“ und „Minus“ auswählt und die Auswahl dann mit „Null“ bestätigt:

  • Normalmodus (Anzeige wie oben)
  • Reset Total (Gesamt- und Teilstreckenzähler auf 0 setzten)
  • GPS Info (Anzeige von GPS Informationen)
  • Select Source (Auswahl ob die Streckenmessung vom Radsensor oder vom GPS erfolgen soll)
  • Automatic Cal (Automatische Kalibration des Radumfanges)
  • Delta (Eingabe der Strecke um die  die Gesamtstrecke bei Betätigung von „Plus“ oder „Minus“ korrigiert werden soll)
  • WheelSize (Eingabe des Radumfanges)
  • Destination (Eingabe Zielkoordinaten)
  • Info (Anzeige allgemeiner Informationen)

Reset Total: Gesamt- und Teilstreckenzähler auf 0 setzten

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Voreingestellt ist YES, so daß man den Gesatmstreckenzähler durch gleichzeitiges betätigen von „Plus“ und „Minus“ und anschließendes zweimaliges Drücken von „Null“ schnell zurücksetzten kann, auch ohne aufs Display zu schauen. Falls man versehentlich in das Menu gerutscht ist, einmal „Plus“ oder „Minus“ betätigen um das YES durch NO zu erstzen und „Null“ drücken – man landet dann wieder im Normalmodus ohne die Streckenzähler zu löschen.

GPS Info (Anzeige von GPS Informationen)

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Hier werden insgesamt 4 Seiten GPS-Informationen dargestellt, die mit der Taste „Null“ weitergeschaltet werden. Nach der vierten Seite landet man wieder im Normalmodus. Falls leere Masken angezeigt werden, so liegen keine aktuellen GPS Daten vor – der Empfang ist gestört. Die angezeigten Daten sind höchstens 5 Sekunden alt.

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Aktuelle Poition, LAT = Breitengrad (positive Werte Nord, negative Werte Süd), LON = Längengrad (positive Werte Ost, negative Werte West), Angabe in Dezimalgrad.

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Alt: Aktuelle Höhe – die ist, da das GPS auf Verwendung eins 2-D Modells eingestellt ist eher ungenau. Mit einigen 10m Schwankung muß man da immer rechnen.
SAT: Anzahl der für die Positionsbestimmung verwendeten Satelliten – umso mehr, umso genauer ist tendenziell die Position.
HDOP: Horizontal Dilution of Precision – ein Maß für die Genauigkeit der Position. Umso kleiner der HDOP Wert, desto besser. Anzeige in hundertstel – zum Vergleich mit dem HDOP-Wert anderer Empfänger durch 100 teilen.

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Datum und Uhrzeit, so wie sie vom Satelliten empfangen werden, die Uhrzeit ist also UTC. Es erfolgt keine Umrechnung auf Ortszeit oder Sommer/Winterzeit.

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Entfernung und Himmelsrichtung zu Zielkoordinaten, die man im Menupunkt „Destination“ eingeben kann. Ich hab da meine Heimatkoordianten drin – und man seht, ich hab die Fotos zu Hause gemacht…

Select Source (Auswahl ob die Streckenmessung vom Radsensor oder vom GPS erfolgen soll)

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Auswahl zwischen Radsensor (Wheel) und GPS als Quelle für die Streckenzählung. Mit „Plus“ oder „Minus“ Taste zwischen Wheel und GPS hin- und her schalten und mit Taste „Null“ auswählen.

Automatic Cal (Automatische Kalibration des Radumfanges)

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Default Option ist „Abort“ – falls man versehentlich in das Menu gerutscht ist kommt man so direkt wieder in den Normalmodus durch einmaliges Drücken von „Null“. Also einnal „Plus“ oder „Minus“ betätigen um Start zu wählen und mit Taste „Null“ auswählen.

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Es erfolgt die Auswahl der Meßstrecke – entweder 1km oder 10km – 10km ergeben genauere Werte. Mit „Plus“ oder „Minus“ die Strecke einstellen und mit Taste „Null“ auswählen. Die Meßstrecke sollte möglichst kurvenarm sein und guten GPS Empfang bieten – also nicht gerade Innenstadt, dichter Wald oder gar Tunnel.

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Es wird jetzt auf ein gültiges GPS Signal gewartet – weiter ist da nichts zu tun. Bei einwandfreiem Empfang schaltet es nach wenigen Sekunden weiter zu:

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Jetzt heißt es losfahren – es wird jeweils die noch zurück zu legende Strecke angezeigt.

Wenn die Strecke komplett abgefahren ist wird der Radumfang berechnet und angezeigt. Den Wert kann man dann nur mit Taste „Null“ bestätigen und man landet dann wieder im Normalmodus.

Während die Kalibration läuft erfolgt keine Aktualisierung der Teil- und Gesamtstrecke! Die Kalibration also nicht während eine Rally durchführen – sondern davor.

Delta (Eingabe der Strecke um die  die Gesamtstrecke bei Betätigung von „Plus“ oder „Minus“ korrigiert werden soll)

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Hier erfolgt die Eingabe der Strecke um die die Gesamtstrcke durch betätigen von „Plus“ oder „Minus“ im Normalmodus korrigiert wird.

Der Cursor blinkt an erster Stelle, über „Plus“ wird der Wert erhöht, über „Minus“ verringert. Die Taste „Null“ schaltet zur nächsten Stelle weiter, der Cursor blinkt jetzt dort, die Stelle wird dann wieder mit „Plus“ bzw. „Minus“ verändert usw…

WheelSize (Eingabe des Radumfanges)

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Hier kann man den Radumfang manuell eingeben. Normalerweise wird man den über die Automatische Kalibration bestimmen – aber falls es einen systematischen Fehler zwischen eigener Streckenmessung und der im Roadbook geben sollte, so kann man den hier durch Veränderung des Radumfanges ausgleichen. Das funktioniert natürlich nur, wenn der Radsensor als Quelle für die Streckenmessung eingestellt ist. Wenn man die Strecke über GPS ermittelt, ist diese Einstellung wirkungslos.

Die Eingabe erfolgt wie bei „WheelSize“ über die Tasten „Plus“, „Minus“ und „Null“.

Destination (Eingabe Zielkoordinaten)

Hier werden die Zielkoordinaten eingegeben, die für die Kursberechnung auf der vierten Seite von „GPS-Info“ zu Grunde gelegt werden.

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Voreingestellt ist „Abort“, damit man nicht versehentlich in das Menu rutscht. Also einmal „Plus“ oder „Minus“ betätigen, bis Enter erscheint, dann mit Taste „Null“ auswählen.

Zuerst erfolgt die Eingabe des Breitengrades (positive Werte Nord, negative Werte Süd)

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und dann des Längengrades (positive Werte Ost, negative Werte West)

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Die Eingabe erfolgt wie bei „WheelSize“ über die Tasten „Plus“, „Minus“ und „Null“. Eingabe in Dezimalgrad.

Die Cursorposition zur Kennzeichnung der mit „Plus“ und „Minus“ zu ändernden Stellen ist nur bei positiven Werten mit zwei Vorkommastellen korrekt – sonst um bis zu eine Stelle verschoben. Um das zu korrigieren müßten diverse Fallunterscheidungen in der Software eingebaut werden – und das war mir zu aufwändig, vor allem da diese Funktion vermutlich so gut wie nie benutzt werden wird. Schließlich hat man zur Kusbestimmung noch ein richtiges Navigationsgerät am Lenker…

Info (Anzeige allgemeiner Informationen)

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Auswahl dieses Menupunktes durch Taste „Null“, es folgen dann zwei Seiten mit allgemeinen Informationen zum Gerät, Weiterschaltung mit Taste „Null“

Version:

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und Modellnummer unter der ich die Dokumentation gespeichert habe

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Zeit bis zum erten GPS-Fix

Das GPS-Modul benötigt zur Positionsbestimmung die Bahndaten der Satelliten. Diese empfängt es von den Satteliten selbst. Daher kann die erste Positionsbestimmung mehr als 15 Minuten bei gutem Empfang dauern. Die Bahndaten der nächsten 30 Tage werden vom GPS Modul gespeichert, so daß sich die Zeiten bis zur ersten Positionsbestimmung wenn das GPS Gerät nur wenige Tage ausgeschaltet war auf unter eine Minute verkürzen. Falls es auch in solchen Fällen lange dauert, ist vermutlich die Pufferbatterie auf der Leiterplatte des GPS-Modules leer…

Messgenauigkeit

Zum Test der Meßgenauigkeit wurden drei Teststrecken gefahren.

Es traten gegeneinander an:

  • GPS Gerät Garmin Montana
  • Odometer (der zweite Prototyp), auf das Garmin Montana kalibriert
  • der Tripmeter Prototyp.

Garmin          Odometer         Tripmeter
33,29km        33,18km            33,16km
65,83km        65,81km            65,52km
32,74km        32,63km            32,63km

Das finde ich erstaunlich gut übereinstimmende Ergebnisse. Der Tripmeter mißt tendenziell eine Kleinigkeit weniger – das ist auch zu erwarten, da die Streckenmessung darauf beruht im Abstand von jeweils einer Sekunde eine Postition zu bestimmen und den Abstand zur vorherigen Position als zurückgelegte Strecke zu verwenden. Das stimmt aber exakt nur bei Geradeausfahrt – bei Kurvenfahrt wird der gefahrene Kreisbogen auf diese Art und Weise durch Geradenstücke angenähert – und die daraus ermittelte Strecke ist immer geringfügig kürzer als die tatsächliche Strecke.

Der dadurch entstehende Fehler ist aber so klein, daß er für den Anwendungszweck hier vernachlässigbar ist.

Nächster Schritt ist dann, daß ganze wasserdicht in ein robustes Gehäus zu bauen und dafür einen Platz am kleinen nervösen Motorrad zu finden. Das geht aber erst nach der Skandinavientour los…

Ostfriesland am Wochenende

Es war vor einiger Zeit ein Roadbook aufgetaucht, das behauptet, alle Kurven in Ostfriesland zu beeinhalten 🙂 . Am Wochenende ergab sich die Chance, mal nachzuprüfen ob das stimmt.

Samstag morgen geht es los – und der erste Fotostop gleich an der nördlichen Stadtgrenze von Hannover:

Windmühle
Windmühle

Tja – ist halt ’ne Windmühle. Wenn man genauer hinsieht, ist der Mast 6-eckig. Und was man nicht sieht, der Mast ist aus Holz statt aus Stahl wie üblich.

Durchs Oldenburger Land geht es immer weiter nach Norden, bis sich Ostfriesland nähert. Zum weiteren Vorankommen wird das friesische Teeorakel befragt:

Teeorakel
Teeorakel

Es sagt für Samstag weiter teilweise ergiebigen Nieselregen voraus – für Sonntag zwar keine Sonne, aber immerhin auch keine Niederschläge. Naja – es könnte schlimmer kommen!

Endlich ist es so weit und die Sertao will endlich die Nordsee sehen – aber Pech gehabt, da steht so`n doofer Wall im Weg!

Am Deich
Am Deich

Macht aber nichts – es gab hauptsächlich Spinat und Matsch zu sehen…

Spinat und Matsch
Spinat und Matsch

Es gibt da an der Küste diverse Orte die sich ‚Badeorte‘ nennen. Aber ich fand das da alles eher ziemlich matschig – da ist der Ostseestrand doch schöner. Oder Gleich nach Spanien – da haben die nicht nur Sandstrand sondern auch noch Sonne 🙂 .

Immerhin – am Außenhafen von Hooksiel gibts dann noch einen Blick aufs Wasser

Blick aufs Wasser
Blick aufs Wasser

und fermentierten Fisch im Brötchen…

Matjesbrötchen
Matjesbrötchen

Da ist dann auch Schluß für den Tag – es reißen passend zum Sonnenuntergang auch mal die Wolken auf

Wolkenloch
Wolkenloch

was dann zusammen mit dem Nieselregen für Farbenspiele sorgt

Regenbogen
Regenbogen

Der Sonntag beginnt mit einem Blick auf den Jade-Weser Port bei Wilhelmshafen

JadeWeserPort
JadeWeserPort

Das friesische Tee-Orakel hat übrigens Recht behalten und der Nieselregen hat über Nacht aufgehört – Sonne kommt trotzdem nicht raus.

Da staunt die Sertao – was steht denn da so unvermittelt in der Landschft? Solch hohen Berge gibts hier doch sonst nicht!

Jedutenhügel
Jedutenhügel

Aha – ein Jedutenhügel – und klar – ist künstlich aufgeschüttet. Wozu der gut war, weiß man nicht mehr so genau – ein nautisches Seezeichen? Oder doch ein Aussichtspunkt zur Warnung vor den Wikingern? Was auch immer – jetzt jedenfalls ein kleiner Park…

Der Rückweg führt am Hoope Park vorbei – mal schauen, wie es da aussieht: Sandig!

Hoope Park
Hoope Park

Ist aber gerade Mittagspause – daher gibts weiter nichts zu sehen.

Auf dem Rückweg sollte es eigentlich in Schneverdingen bei ZTK `ne Currywurst zur Stärkung geben – aber wegen 60stem Geburtstag vom Chef war am Sonntag ausnahmsweise geschlossen.

Glück gehabt: In Schneverdingen war grad Oldtimer Ausstellung in der Innenstadt – und da gits dann auch Bratwurst 🙂

Alles schick restauriert – fast besser als neu…

Hanomag
Hanomag
Tiger-Trabi
Tiger-Trabi

Und – Gibts nun Kurven in Ostfriesland? Zuerst mal ist festzustellen, daß es da ganz schön platt ist. Wir sind hier im Hannoveraner Raum ja schon nicht verwöhnt – aber mal so 10m rauf oder runter geht es dann manchmal schon. Da oben kann man tatsächlich bis zum Deich gucken :-).  Und ja – es gibt Kurven. Das ist da oben zwar kein Kurvenparadies – aber der unbekannte Ersteller des Roadbooks kannte sich da offenbar aus. Es sind einge kleine Ortsverbindungswege drin, deren doch sehr kurvige Streckenführung sich nur erklären läßt, wenn man annimmt daß der Fahrer der Teermaschine völlig besoffen war, als er das Asphaltband verlegt hat. Denn nüchtern wäre er einfach geradeaus über die topfebene Landschaft gefahren…

Bleiben noch die Karte und Statistik…

Karte
Karte
Statistik
Statistik

GPS Empfänger ublox NEO-6M an Prolific USB To Serial Adapter

Mal einige Experimente mit einem GPS Empfänger: Der ublox NEO-6M ist ein kompletter GPS Empfänger, der einmal pro Sekunde den Standort und weitere GPS Daten im NMEA-Format über seine serielle Schnittstelle ausgibt. Das ganze erstmal mit einem USB-Seriell Adapter verheiratet, um es am PC zu testen. So sieht das dann aus – und kostet zusammen keine 10,00 EUR wenn man es direkt beim Chinesen bestellt:

GPS-Modul
GPS-Modul

Aber direkte Bestellung beim Chinesen hat auch Nachteile – das sollte man nur machen wenn man weiß was man tut. Denn es funktioniert nicht!

Erstes Problem: Der USB-Seriell Wandler wird von Windows erkannt und ein passender Treiber installiert. Daten kommen aber nicht rüber – im Gerätemanager wird Fehlercode 10 angezeigt. Woran liegts: Der verwendete Chip auf dem Wandler ist vorgeblich von der Fa. Prolific – und Windows installiert dafür den aktuellsten Treiber. Es handelt sich aber in Wirklichkeit um einen – äußerlich nicht unterscheidbaren – gefälschten Chip, der von den aktuellen Treuibern von Prolific abgeschaltet wird. Man muß einen alten Treiber verwenden – und Windows daran hindern, automatisch und ohne nachzufragen den durch den aktuellen zu ersetzen. Wie das geht steht hier.

Zweites Problem: Das GPS Modul sendet wie erwartet Daten über die serielle Schnittstelle – und die RxD-LED auf dem Wandler flackert auch schön – es kommt aber im PC immer noch nichts an. Eine nähere Betrachtung mit dem Oszilloskop zeigt, daß der Low-Pegel sehr hoch liegt – deutlich oberhalb der Spezifikation. Scharfes Hinsehen auf dem GPS-Modul zeigt, daß der Chinese in die RxD und TxD Leitungen Serienwiederstände von 4,7kOhm eingelötet hat (blaue Pfeile). Das ist zu hochohmig! Ich hab dann 1,0kOhm Widerstände drübergelötet und nun gehts.

Nachtrag: Am Arduino Nano waren die 1kOhm immer noch zu viel – da hängt ja an der seriellen Schnittstelle parallel noch der USB Wandler für den Software-Download fest verdrahtet mit dran. Jetzt sind die Widerstände durch Lötbrücken ersetzt – und nun gehts. In Vebindung mit der TinyGPS Bibliothek hab ich heute schon Positionsinformationen gesehen…

Mal schnell zum Bodensee

Eigentlich war bedecktes Wetter mit Nieselregen angesagt – aber ein Blick nach draußen zeigt das Gegenteil.

Da bietet sich doch mal ein Ausflug an den Bodensee an 🙂 .

Vorbei geht es an der Tongrube Willershausen, einem Fundort von Fossilien als da noch Ton abgebaut wurde:

Tongrube Willershausen
Tongrube Willershausen

Jetzt ein Naturdenkmal – völlig zugewuchert und eingezäunt. Ist nicht viel zu sehen außer Blüten.

Blüten
Blüten
Blüten
Blüten
Blüten
Blüten

Aber das eigentliche Ziel sollte ja Bodensee sein – nicht daß es da besonders viel zu sehen gäbe 😉 – aber die Strecke war schön.

Bodensee
Bodensee

Auf dem Rückweg hat die Sertao dann noch ein Jubiläum eingefahren: 88.888km.

88.888km
88.888km
Karte
Karte
Statistik
Statistik